Das Wichtigste in Kürze
- Feuchtigkeit sammelt sich in der Garage vor allem im Winter an: durch Kondensat, Schnee am Auto und zu wenig Luftwechsel.
- Lüftungsöffnungen freihalten und mit ganz geöffnetem Tor stoßlüften, bei starkem Schneefall mehrmals täglich; an schwülwarmen Tagen lieber morgens oder abends.
- Ein Hygrometer zeigt, ob die Luft dauerhaft zu feucht ist; mit Streusalz rostet Stahl schon bei geringerer Feuchte.
- Bleibt die Garage nach Beseitigung von Wassereintritt feucht, kann ein Entfeuchter mit Hygrostat helfen; für kühle Räume kommen Adsorptionsgeräte infrage.
- Schäden an Dach, Boden und Entwässerung früh beheben, damit kein Wasser eindringt.
Garagen schützen das Fahrzeug vor der Witterung, vor Diebstahl und Vandalismus. Gerade der erste Punkt kann sich jedoch auch ins Gegenteil verkehren: Durch mangelnde Belüftung in der Garage kann sich vor allem in der kalten und nassen Jahreszeit Feuchtigkeit ansammeln. Und die führt zu Rost beim Fahrzeug und zu Schimmel im Innenraum. Um diese Phänomene zu vermeiden, muss eine Garage gut belüftet sowie baulich mängelfrei und korrekt konstruiert sein. Doch Bauherrn können noch mehr tun, um für ein trockenes Klima in der Garage zu sorgen.

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Regelmäßig und gründlich lüften!
Betonfertiggaragen verfügen üblicherweise über einen Lüftungsspalt im Torbereich und Öffnungen in den Rück- bzw. Seitenwänden. Diese Grundlüftung sorgt für Luftaustausch, kann zeitweiliges Kondensat aber nicht immer verhindern.
Kritisch wird es in der Winterzeit oder bei langen Regenperioden: Die Luftfeuchtigkeit in der Garage steigt, Wasser kondensiert an den kalten Innenwänden der Garage und auf dem Boden bilden sich Pfützen. Hält dieser Zustand länger an, steigt die Rostgefahr am Fahrzeug und in der Garage bildet sich Schimmel. Um dies zu vermeiden, muss die Garage regelmäßig stoßgelüftet werden.

Dazu sollte das Tor bei starkem Schneefall mehrmals täglich für 10 bis 15 Minuten ganz geöffnet werden, um Durchzug zu erreichen. Bei trockener Witterung und auf geschützten Grundstücken kann das Tor auch über längere Zeit offenbleiben und ermöglicht so die Abtrocknung der Feuchtigkeit im Inneren. Bei warmer, feuchter Außenluft und kühler Garage kann zusätzliches Lüften dagegen Kondensat fördern.
Wie feucht ist es in der Garage – Feuchtigkeit messen und Klarheit schaffen!
Wer unsicher ist, ob die Feuchtigkeit in der eigenen Garage zu hoch ist, kann dies per Feuchtigkeitsmessung überprüfen.
Hygrometer messen die relative Luftfeuchte. Bleibt sie über längere Zeit hoch, steigen Rost- und Schimmelrisiko; mit Streusalz rostet Stahl schon bei geringerer Feuchte. Richtwerte zeigt der Kasten.
Feuchte in der Garage: Richtwerte

Luftentfeuchter einsetzen!
Lässt sich die Luftfeuchtigkeit in der Garage auch durch regelmäßiges Lüften nicht auf einen verträglichen Wert absenken, kann der Einsatz eines Luftentfeuchters sinnvoll sein. Für kühle, frostfreie Kleingaragen eignen sich Adsorptionstrockner, die der Luft über spezielle Trocknungsmittel die Feuchtigkeit entziehen. Sie arbeiten laut Stiftung Warentest weitgehend temperaturunabhängig, brauchen aber meist mehr Strom als Kondensationsgeräte. Wichtig bei der Auswahl ist ein eingebauter Hygrostat, der den Trockner in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit steuert.
Garage sauber halten – Vor allem im Winter ein Muss!
Herbstlaub und Dreckecken halten Feuchtigkeit fest und können Schimmel begünstigen. In der nassen Jahreszeit in die Garage eingetragener Schmutz ist eine zusätzliche Feuchtigkeitsquelle. Deshalb sollte die Garage so sauber wie möglich gehalten werden. Dies beinhaltet regelmäßiges Fegen und Matten zum Abstreifen der Schuhe. Auch das Fahrzeug sollte so sauber wie möglich in die Garage eingefahren werden.
Kurz gefragt
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Grobreinigung des Fahrzeugs
Eis und Schnee am Fahrzeug machen dieses zur Feuchtigkeitsquelle. Bevor ein Auto in die Garage eingeparkt wird, sollte es deshalb von Schnee und Eisklumpen befreit werden, besonders in den Radkästen. Fallen Klumpen erst in der Garage selbst ab, weil es draußen zu kalt ist, sollten diese schnell entfernt werden, so dass sich kein Schmelzwasser auf dem Garagenboden bilden kann.

Regelmäßige Garagenwartung
Zusätzlich zum Feuchtigkeitseintrag durch das nasse Auto und die Witterungsbedingungen im Winter können auch Abdichtungsschäden zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit führen. Schäden an der Flachdachabdichtung, am Betonboden oder an der Entwässerung sollten deshalb so früh wie möglich behoben werden. Durch eine regelmäßige Sichtkontrolle der betreffenden Stellen werden Mängel früh erkannt, bevor Aufwand und Kosten für die Beseitigung steigen.
Ob Wasser eindringt oder nur Kondensat entsteht, verrät oft das Muster: Zeitweises Kondensat bildet sich flächig an Decke, Wänden und Tor, vor allem nach Temperatursprüngen – bei Betonfertiggaragen laut Fachvereinigung bauphysikalisch bedingt und kein Mangel; anhaltende Nässe sollte dennoch untersucht werden. Eindringendes Wasser zeigt sich eher an einer bestimmten Stelle, die nach Regen feucht wird. Wie Sie Schäden an der Abdichtung erkennen, zeigt der Ratgeber Abdichtung der Garage prüfen.
Woher kommt die Feuchtigkeit?
Die Maßnahme hängt davon ab, wo und wann das Wasser auftaucht.
WennBeschlag flächig an Decke, Wänden und Tor nach einem Temperatursprung
Dann Wetterabhängig lüften
Zeitweiliges Kondensat kann bei Betonfertiggaragen unbedenklich sein: Öffnungen freihalten und passend lüften. Bleibt die Nässe bestehen, Ursache prüfen lassen.
WennPfützen unter dem Auto nach Schnee oder Regenfahrt
Dann Schnee entfernen, Wasser abziehen
Schnee vor dem Einfahren entfernen, besonders aus den Radkästen; Restwasser mit dem Abzieher wegschieben.
WennNasse Stelle an Wand, Decke oder Fuge nach Regen
Dann Abdichtung prüfen
Dach, Anschlüsse, Fugen und Entwässerung kontrollieren; die Eintrittsstelle klären und festgestellte Schäden gezielt beheben lassen.
WennWasser läuft unter dem Tor herein
Dann Einfahrt prüfen
Gefälle der Zufahrt, Torabschluss und eine vorhandene Rinne kontrollieren; bei Schlagregen beachten, dass Garagentore nicht stets regendicht sind.
Faustregel: Erst die Ursache klären, dann die Maßnahme wählen.

Gute Belüftung von Anfang an – die richtige Planung
Damit die Feuchtigkeit in der Garage im Griff zu behalten ist, sollte bereits bei der Planung auf eine ausreichende Belüftung geachtet werden. Ein zusätzliches Fenster zur vorhandenen Grundlüftung stellt eine wirksame Maßnahme dar und ermöglicht bei geöffnetem Garagentor eine Querlüftung.
Damit sich Feuchtigkeit am Garagenboden gar nicht erst ansammeln kann, lässt sich der Boden mit einem Gefälle Richtung Garagentor planen, so fließt Schmelz- und Regenwasser leichter ab. Vor dem Tor muss das Wasser dann geordnet ablaufen können, etwa über eine Rinne. Bei Betonfertiggaragen ist der Boden oft nur gering geneigt oder eben; dort läuft Wasser nicht von selbst ab, Schneematsch und Pfützen daher regelmäßig entfernen.

Für die Klimabedingungen im Winter wirkt sich außerdem eine dafür geeignete Versiegelung oder Beschichtung des Garagenbodens positiv aus. Vor allem in unbeheizten Garagen kann es sonst zu Frost- und Tausalzschäden am Betonboden kommen. Die dann entstehenden Risse schränken die Funktionsfähigkeit ein und sind außerdem ideale Sammelstellen für weitere Feuchtigkeit, die sich nur schwer wieder entfernen lässt.

Das Wichtigste in Kürze Schimmel entsteht, wenn es in der Garage dauerhaft zu feucht ist: Erst die Feuchtequelle finden, dann… weiterlesen




