Feuchtigkeit in der Garage – Wie lässt sie sich vermeiden?

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Garagen schützen das Fahrzeug vor der Witterung, vor Diebstahl und Vandalismus. Gerade der erste Punkt kann sich jedoch auch ins Gegenteil verkehren: Durch mangelnde Belüftung in der Garage kann sich vor allem in der kalten und nassen Jahreszeit Feuchtigkeit ansammeln. Und die führt zu Rost beim Fahrzeug und zu Schimmel im Innenraum. Um diese Phänomene zu vermeiden, muss eine Garage gut belüftet sowie baulich mängelfrei und korrekt konstruiert sein. Doch Bauherrn können noch mehr tun, um für ein trockenes Klima in der Garage zu sorgen.

Schimmel an der Wand © Verband privater Bauherren e.V.
Schimmel an der Wand © Verband privater Bauherren e.V.

Regelmäßig und gründlich lüften!

Fertiggaragen verfügen in der Regel über eine Standardbelüftung in Form von verdeckten Öffnungsschlitzen im Tor sowie Lüftungsöffnungen in den Rück- und Seitenwänden. Unter normalen Witterungsbedingungen reicht die Zwangslüftung aus, um die Garage trocken zu halten. Anders sieht es in der Winterzeit oder bei langen Regenperioden aus: Die Luftfeuchtigkeit in der Garage steigt, Wasser kondensiert an den kalten Innenwänden der Garage und auf dem Boden bilden sich Pfützen. Hält dieser Zustand länger an, beginnt das Fahrzeug zu rosten und in der Garage bildet sich Schimmel. Um dies zu vermeiden, muss die Garage regelmäßig stoßgelüftet werden. Dazu sollte das Tor ein- bis zweimal täglich für 5 bis 10 Minuten geöffnet werden, um Durchzug zu erreichen bei trockener Witterung und auf geschützten Grundstücken kann das Tor auch über längere Zeit offenbleiben und ermöglicht so die Abtrocknung der Feuchtigkeit im Inneren.

Tipp: Ein zusätzliches Fenster sorgt für weitere und effektive Lüftungsmöglichkeiten, da dann bei geöffnetem Garagentor eine Querlüftung möglich ist.

Wie feucht ist es in der Garage – Feuchtigkeit messen und Klarheit schaffen!

Wer unsicher ist, ob die Feuchtigkeit in der eigenen Garage zu hoch ist, kann dies per Feuchtigkeitsmessung überprüfen. Hygrometer messen die relative Luftfeuchtigkeit im Innenraum, optimal sind Werte zwischen 50 und 55 %, denn dann ist weitgehend sichergestellt, dass das Auto und alle in der Garage gelagerten Gegenstände auch wirklich trockenstehen. Allerdings sieht die Realität oft anders aus: Werte zwischen 70 bis 95 % sind die Regel, damit steigt die Gefahr von Korrosion am Fahrzeug und Schimmelbildung in der Garage.

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Luftentfeuchter einsetzen!

Lässt sich die Luftfeuchtigkeit in der Garage auch durch regelmäßiges Lüften nicht auf einen verträglichen Wert absenken, kann der Einsatz eines Luftentfeuchters sinnvoll sein. Für herkömmliche frostfreie Kleingaragen eignen sich Adsorptionstrockner, die der Luft über spezielle Trocknungsmittel die Feuchtigkeit entziehen. Wichtig bei der Auswahl ist ein eingebauter Hygrostat, das den Trockner in Abhängigkeit von der Luftfeuchtigkeit steuert.

Tipp: Luftentfeuchter werden mit Strom betrieben. Beim Dauereinsatz treibt die nötige Energie die Stromkosten deutlich nach oben!

Garage sauber halten – Vor allem im Winter ein Muss!

Herbstlaub und Dreckecken sind ideale Feuchtigkeitsnester und perfekte Nährböden für Schimmel. In der nassen Jahreszeit in die Garage eingetragener Schmutz ist eine zusätzliche Feuchtigkeitsquelle. Deshalb sollte die Garage so sauber wie möglich gehalten werden. Dies beinhaltet regelmäßiges Fegen und Matten zum Abstreifen der Schuhe. Auch das Fahrzeug sollte so sauber wie möglich in die Garage eingefahren werden.

Grobreinigung des Fahrzeugs

Eis und Schnee am Fahrzeug machen dieses zur Feuchtigkeitsquelle. Bevor ein Auto in die Garage eingeparkt wird, sollte es deshalb von Schnee und Eisklumpen befreit werden. Fallen Klumpen erst in der Garage selbst ab, weil es draußen zu kalt ist, sollten diese schnell entfernt werden, so dass sich kein Schmelzwasser auf dem Garagenboden bilden kann.

Tipp: Auf beschichteten, versiegelten oder gefliesten Böden kann Restfeuchtigkeit gut mit einem Abzieher entfernt werden.

Regelmäßige Garagenwartung

Zusätzlich zum Feuchtigkeitseintrag durch das nasse Auto und die Witterungsbedingungen im Winter können auch Abdichtungsschäden zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit führen. Schäden an der Flachdachabdichtung, am Betonboden oder an der Entwässerung sollten deshalb so früh wie möglich behoben werden. Durch eine regelmäßige Sichtkontrolle der betreffenden Stellen halten sich Aufwand und Kosten für die Mängelbeseitigung meist in Grenzen und die Garage bleibt dauerhaft trocken.

Gute Belüftung von Anfang an – die richtige Planung

Damit die Feuchtigkeit in der Garage im Griff zu behalten ist, sollte bereits bei der Planung auf eine ausreichende Belüftung geachtet werden. Ein zusätzliches Fenster zur vorhandenen Zwangslüftung stellt eine wirksame Maßnahme dar und ermöglicht bei geöffnetem Garagentor eine Querlüftung. Damit sich Feuchtigkeit am Garagenboden gar nicht erst ansammeln kann, sollte der Boden mit einem Gefälle Richtung Garagentor geplant werden, so kann Schmelz- und Regenwasser leicht abfließen.

Für die Klimabedingungen im Winter wirkt sich außerdem eine Versiegelung oder Beschichtung des Garagenbodens positiv aus. Vor allem in unbeheizten Garagen kann es sonst zu Frostschäden am Betonboden kommen. Die dann entstehenden Risse schränken die Funktionsfähigkeit ein und sind außerdem ideale Sammelstellen für weitere Feuchtigkeit, die sich nur schwer wieder entfernen lässt.

Tipp: Damit Feuchtigkeit gar nicht erst eindringen kann, muss die Garage gut abgedichtet sein. Das gilt vor allem für die häufig eingesetzten Flachdächer, aber auch für die Entwässerungsanlage.
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