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Carport Material

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Das Wichtigste in Kürze

  • Für das Tragwerk sind Holz, Aluminium und Stahl üblich; Holz braucht Holzschutz, Stahl einen intakten Korrosionsschutz.
  • Blickdichte Dächer spenden Schatten, transparente lassen Licht durch; für Glas über Kopf wird in der Regel Verbundsicherheitsglas verwendet.
  • Die nötige Dachneigung hängt von der Eindeckung ab; schwere Dachziegel brauchen zudem ein dafür bemessenes Tragwerk.

Carport: Beständige Materialien für Konstruktion und Bedachung

Die Materialien, die in einem Carport verbaut werden, müssen verschiedenen Anforderungen genügen:

  • Sie müssen die ausreichende konstruktive Standsicherheit mitbringen
  • Sie müssen dauerhaft beständig gegenüber Witterung sein
  • Sie müssen hohe ästhetische Ansprüche erfüllen
Carport Materialwahl: Auch eine Frage des Stils
Carport Materialwahl: Auch eine Frage des Stils
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Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Materialien für den Bau von Carports bewährt. Für die Konstruktion sind die gängigen Materialien:

  • Holz
  • Aluminium
  • Stahl
Carport Materialien: Unterschiedliche Vor- und Nachteile
Carport Materialien: Unterschiedliche Vor- und Nachteile

Alle drei Materialien bieten bei passender Bemessung eine hohe konstruktive Stabilität. Mit Ausnahme von Holz, das einen zusätzlichen Holzschutz benötigt – vor allem durch die Konstruktion; Anstriche müssen je nach Produkt und Bewitterung erneuert werden –, bringen sie außerdem eine sehr hohe Beständigkeit mit sich – Stahl allerdings nur mit intaktem Korrosionsschutz, etwa einer Feuerverzinkung.

Aluminium-Holz-Carport © schulzfoto, stock.adobe.com
Materialien clever kombinieren: Aluminium-Holz-Carport © schulzfoto, stock.adobe.com

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Garage und Carport: Verschiedene Dachformen sind möglich
Garage und Carport: Verschiedene Dachformen sind möglich

Bei der Bedachung ist die grundsätzliche Frage, ob sie blickdicht oder transparent sein soll. Blickdichte Materialien haben den Vorteil, dass sie bei direkter Sonneneinstrahlung im Sommer die Aufheizung des unter dem Carport geparkten Autos verringern. Transparente Materialien beugen hingegen einer Verdunkelung der Fläche unter dem Carport vor, was von Vorteil sein kann, wenn sich Fenster in der Nähe des Carports befinden.

Stahl-Carports vor Reihenhäusern © schulzfoto, stock.adobe.com
Stahl-Carports vor Reihenhäusern © schulzfoto, stock.adobe.com

Bewährte blickdichte Materialien für die Bedachung eines Carports sind:

  • Bitumendachbahnen
  • Dachbahnen aus Kunststoff
  • Bitumenwellplatten
  • Bitumenschindeln
  • Wellblech
  • Metall
  • Dachsteine
  • Dachziegel
  • Dachschindeln

Die Auswahl der Materialien hängt dabei auch von der Dachform ab, die das Carport aufweist. Welche Dachneigung nötig ist, hängt außerdem von Eindeckung und Dachaufbau ab und steht in den Herstellerangaben; eine Übersicht bietet der Ratgeber Dachneigung und Dacheindeckung beim Carport.

Carport mit Bedachung aus Wellplatten aus Plexiglas © Nicolette Wollentin, stock.adobe.com
Carport mit Bedachung aus Wellplatten aus Plexiglas © Nicolette Wollentin, stock.adobe.com

Bewährte transparente Materialien für die Bedachung eines Carports sind:

  • Verbundsicherheitsglas (VSG)
  • Stegplatten aus Kunststoff
  • Wellplatten aus Plexiglas
Lichtdurchlässig und leicht: Stegplatten und Wellplatten
Lichtdurchlässig und leicht: Stegplatten aus Kunststoff und Wellplatten aus Plexiglas

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All diese Materialien bieten bei passender Dachneigung und fachgerechter Verlegung dauerhaften Schutz gegen Regen und Schnee von oben; vor seitlichem Schlagregen schützt das Dach allein nicht. Bei transparenten Materialien ist der Pflegeaufwand selbstverständlich etwas höher, um ihre Eigenschaft, Licht hindurch zu lassen, auf lange Sicht zu erhalten.

Carport mit Bogendach © oka, stock.adobe.com
Carport mit Bogendach © oka, stock.adobe.com
Tipp: Die Auswahl der Materialien ist nicht nur eine Frage der Funktionalität, sondern auch der Ästhetik. Die Bauherren haben hier die Möglichkeit, ihre individuellen Vorlieben und ihren persönlichen Stil zum Ausdruck zu bringen. Materialauswahl ist dabei immer eine Aufgabe, die Zeit beansprucht und entsprechend sorgfältig ausgeführt werden sollte. Hilfreich kann dabei sein, das eigene Haus in Augenschein zu nehmen, und zu überlegen, welche Ergänzung am harmonischsten ins Gesamtbild passen würde. Bei einem modern gestalteten Haus können modern anmutende Materialien wie Aluminium und Stahl, bei einem klassisch gestalteten Eigenheim natürliche Materialien wie Holz die richtige Wahl sein.

Konstruktion und Dach zusammen wählen

Tragwerk und Eindeckung hängen zusammen: Die Eindeckung bestimmt Gewicht und nötige Neigung des Dachs, und das Tragwerk muss beides samt Schnee und Wind am Standort tragen. Bei einem Bausatz gilt die Typenstatik des Herstellers nur für die darin vorgesehene Eindeckung und die angesetzten Lasten. Welches Material passt, hängt außerdem davon ab, was Ihnen am wichtigsten ist.

Welches Material passt zu Ihrem Wunsch?

WennMöglichst wenig Pflege

Dann Aluminium oder feuerverzinkter Stahl

Schutz intakt halten

Die natürliche Oxidschicht schützt Aluminium; Stahl schützt ein intakter Korrosionsschutz wie eine Feuerverzinkung. An Straßen mit Streusalz regelmäßig abspülen und Schäden am Korrosionsschutz ausbessern.

WennNatürliche Holzoptik gewünscht

Dann Holz mit konstruktivem Holzschutz

Pflege einplanen

Pfostenanker vermeiden Bodenkontakt; der Stützenfuß muss auch vor Spritzwasser geschützt sein, Wasser ablaufen und das Holz abtrocknen können. Anstriche je nach Produkt und Bewitterung erneuern.

WennHelle Stellfläche, etwa wegen Fenstern in der Nähe

Dann Transparente Eindeckung

Neigung beachten

Für Stegplatten sind Produkt und Dachlänge maßgeblich: Exolon empfiehlt bis 6 Meter mindestens 5 Grad, Gutta nennt 7 Grad; Glas über Kopf in der Regel als Verbundsicherheitsglas nach DIN 18008. Laub und Schmutz bleiben sichtbar.

WennSchatten im Sommer oder ein Dach wie am Haus

Dann Blickdichte Eindeckung

Gewicht prüfen

Bei Dachbahnen zählt auch die nötige Unterlage zum Dachgewicht; Blech kann je nach Ausführung vergleichsweise leicht sein. Das Flächengewicht von Dachziegeln variiert je nach Modell und Deckung erheblich; Dachneigung und Tragwerk müssen zum gewählten System passen.

Faustregel: Fragen Sie vor dem Kauf, ob die Typenstatik die gewünschte Eindeckung und die Schnee- und Windlasten an Ihrem Standort abdeckt.

Quellen: Informationsdienst Holz (baulicher Holzschutz); DIN EN ISO 1461 (Feuerverzinken); Herstellerangaben Exolon, Gutta (Stegplatten), Braas (Dachziegel); DIN 18008-2 · Stand: Oktober 2026
Aluminium-Holz-Carport © schulzfoto, stock.adobe.com
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Das Wichtigste in Kürze Holz lässt sich gut bearbeiten; bewitterte Stützenfüße brauchen Spritzschutz – bewährt sind rund 30 Zentimeter über… weiterlesen

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