Rechtliche Fragen

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Das gute Recht – von der Baugenehmigung bis zur richtigen Versicherung

Einfach mal eine Garage oder ein Carport errichten? So einfach ist das in Deutschland nicht. Denn der überdachte Stellplatz ist eine bauliche Veränderung, die einer Baugenehmigung bedarf oder zumindest beim zuständigen Bauordnungsamt angezeigt werden muss. Welche der beiden Varianten erforderlich ist, hängt dabei vom Bundesland ab, in dem das Bauwerk errichtet werden soll. Teilweise schwanken die Vorgaben sogar von Kommune zu Kommune. So ist eine der ersten Fragen, die sich Bauherren nach der Entscheidung für eine Garage oder einen Carport stellen müssen: Benötige ich eine Baugenehmigung? Die notwenigen Informationen erhalten die Interessenten beim zuständigen Bauordnungsamt.

Baurecht © zerbor, fotolia.com
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Ob Baugenehmigung oder nicht – Recht und Gesetz gelten immer

Bei der Baugenehmigung handelt es sich vor allem um eine wichtige Formalität. Ist sie verlangt, sollten die Bauherren sie in jedem Fall einholen. Denn es ist nicht sicher, ob eine Baugenehmigung nachträglich noch erteilt wird, wenn der Schwarzbau auffallen sollte. Außerdem kann es zu Strafen kommen. Und das Schlimmste: Ist der Bau nicht genehmigt und wird er es auch nachträglich nicht, muss er wieder abgerissen werden. Die Baugenehmigung einzuholen spart somit viel Ärger und möglicherweise auch Geld.

Baugenehmigung © Marco2811, fotolia.com
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Was genau zu einer Baugenehmigung zählt, kann ebenfalls variieren. Auch hier erteilt das zuständige Bauordnungsamt die entsprechende Auskunft. In der Regel gehören zu den verlangten Unterlagen:

  • der ausgefüllte Vordruck für den Bauantrag
  • eine Skizze des Vorhabens
  • ein aktueller Lageplan des Baugrunds vom Katasteramt

Unabhängig davon, ob die Baugenehmigung notwendig ist oder nicht, muss das Bauwerk selbstverständlich allen Regeln der aktuellen gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Dabei gibt es vor allem zwei maßgebliche Gesetze, die für Garage und Carport zum Tragen kommen:

  • das Baurecht und
  • das Nachbarschaftsrecht

Das Baurecht bezieht sich auf das Bauwerk an sich. Es muss die notwendige statische Qualität aufweisen und fachgerecht ausgeführt sein, sodass es keine Gefahr für die Eigenheimbesitzer oder für Dritte darstellt. Das Nachbarschaftsrecht regelt, wie weit ein Bauwerk beispielsweise von der Grundstücksgrenze entfernt sein muss. Soll die Garage genau auf der Grundstücksgrenze stehen, ist die Einwilligung des Nachbarn notwendig.

Zusätzliche Vorgaben können durch einen Bebauungs- oder Gebietsentwicklungsplan entstehen. Mit diesen Planungen legt eine Kommune aus übergeordneter städtebaulicher Sicht fest, was in verschiedenen Gebieten statthaft ist.

Tipp: Auch wenn ein Carport oder eine Garage allen gesetzlichen Regelungen entspricht, ist es besser, die Nachbarn in die Planungen mit einzubeziehen. So können auch sie sich auf die bauliche Veränderung ihres Nachbargebäudes einstellen und Ärger wird im Sinne einer guten Nachbarschaft von vornherein vermieden.

Baugenehmigung Garage Ja/Nein: Von Bundesland zu Bundesland andere Bestimmungen

Wir haben für Sie die die wichtigsten Regeungen für den Bau einer Garage oder den Bau eines Carports nach Bundesländer getrennt zusammengfasst:

Das Bauwerk steht – was gibt es jetzt zu beachten?

Versicherungen benachrichtigen © Gina Sanders, fotolia.com
Versicherungen benachrichtigen © Gina Sanders, fotolia.com

Ist die Baumaßnahme abgeschlossen, stellt sich die Frage nach der Versicherung. Eigenheimbesitzer sollten nicht einfach davon ausgehen, dass die Versicherung des Carports oder der Garage über die bestehende Hausversicherung abgedeckt ist. Vielmehr sollten sie den Kontakt zu ihrer Versicherungsgesellschaft aufnehmen und den neuen Bestandteil des Eigenheims anzeigen. Im persönlichen Gespräch lässt sich dann klären, ob sich die bestehende Versicherung auf das neue Bauwerk erweitern lässt oder ob eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen werden muss.

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