Carport Planung

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Gut geplant zum Carport

Die Planung eines Carports ist ein Prozess, der mehrere Schritte umfasst. Ein gezieltes Vorgehen ist dabei der beste Weg, dass am Ende der Traumcarport entsteht, der allen Wünschen der Bauherren in vollem Maße gerecht wird. Eine „Anleitung“ für die Carport-Planung in sieben Schritten:

Bauplan © Thomas Söllner, fotolia.com
Bauplan © Thomas Söllner, fotolia.com

Schritt eins: Was ist gewünscht?

Zu Beginn ist es wichtig, dass die Bauherren sich ihrer eigenen Vorstellungen bewusstwerden. Ein Carport soll es sein – das ist klar. Doch welches Bild hat man im Kopf, wenn man sich das fertige Bauwerk vorstellt?

  • Ist eine einfache Konstruktion ausreichend oder soll ein komplizierter Grundriss überdacht werden?
  • Welches Material findet den Vorzug?
  • Soll die Bedachung blickdicht oder transparent sein?
  • Welche Dachform soll der Carport haben?
  • Wie viel Platz muss unter dem Carport sein?
  • Wird ein zusätzlicher Abstellraum benötigt?
  • Soll der Carport als Solar-Carport Strom erzeugen?

All das sind Fragen, deren Antworten es den Bauherren erleichtern, sich zielgerichtet bei Fachfirmen zu informieren.

Tipp: Am besten geht man ganz offen an die Planung des Carports heran. Ein Brainstorming, bei dem man einfach erst einmal alle Gedanken aufschreibt, hilft, seine eigenen Vorstellungen und Wünsche klarer zu fassen. Im Anschluss kann dann aussortiert werden, was wirklich notwendig ist.

Schritt zwei: Kontakt zum Bauordnungsamt suchen

Schon bald nach dem Entschluss, einen Carport bauen zu wollen, sollten die Bauherren Kontakt zu dem jeweils zuständigen Bauordnungsamt aufnehmen. Die entscheidende Frage ist: Wird eine Baugenehmigung für das Vorhaben benötigt oder nicht. Denn dies unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland und kann sogar von Stadt zu Stadt unterschiedlich geregelt sein. Für diesen ersten Kontakt genügt ein kurzer Anruf. Der Mitarbeiter des Amtes kann dann auch genau darüber informieren, welche Unterlagen gegebenenfalls eingereicht werden müssen.

Baurecht © zerbor, fotolia.com
Baurecht © zerbor, fotolia.com
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Schritt drei: Firma für die Ausführung suchen

Der Carport kann von zahlreichen Experten aufgebaut werden. Mögliche Partner sind beispielsweise:

  • Zimmereibetriebe
  • Dachdecker
  • Garten- und Landschaftsbauer
  • Schlosser
  • Wintergartenanbieter

Welcher Handwerker der richtige ist, hängt von dem Konstruktionsmaterial ab. Auch die Entscheidung, ob ein Bausatz gewählt wird oder ein frei geplanter Carport gewünscht ist, ist entscheidend. So kann es sein, dass mancher Betrieb den Aufbau eines Carportbausatzes übernimmt, die freie Planung allerdings nicht. Hier helfen erneut die Vorüberlegungen, die die Bauherren zur Ausführung ihres Traum-Carports angestellt haben.

Versierte Handwerker können den Aufbau des Carports selbstverständlich auch in Eigenleistung übernehmen. Bei Bausätzen können sie sich dabei sicher sein, dass die Konstruktion allen Anforderungen an Statik und Stabilität genügt. Bei einem frei geplanten Carport ist dazu ein fundiertes Fachwissen nötig. Zumindest die statischen Berechnungen müssen durch einen Fachmann gewährleistet werden.

Schritt vier: Konkrete Gestaltung planen

Ist der passende Partner gefunden, gibt es zahlreiche Entscheidungen zu treffen. Waren die Vorüberlegungen zu Dachform, Material oder Größe noch ganz unverbindlich, müssen sie jetzt konkretisiert werden. Auf diese Weise ergibt sich ein maßgeschneidertes Konzept, das genau zum eigenen Grundstück passt.

Tipp: Wichtig ist dabei, auch an den Untergrund zu denken. Mit dem Anbieter sollte geklärt werden, welcher Untergrund benötigt wird und wer die Vorbereitung übernimmt. Ansonsten drohen Kosten, die zuvor nicht mit einkalkuliert worden sind.

Die Bauherren sollten mehrere Angebote einholen. Diese lassen sich dann leicht bezüglich des Preises und der angebotenen Leistungen vergleichen.

Schritt fünf: Baugenehmigung einholen

Verlangt das zuständige Bauordnungsamt eine Baugenehmigung für den Carport, muss diese vor Beauftragung und Beginn der Arbeiten eingeholt werden. Was das Amt für die Erteilung einer Baugenehmigung an Unterlagen verlangt, kann ebenfalls von Amt zu Amt variieren. In der Regel zählen dazu auf jeden Fall:

Baugenehmigung © Marco2811, fotolia.com
Baugenehmigung © Marco2811, fotolia.com
  • Eine genaue Skizze des Vorhabens
  • Das entsprechende, ausgefüllte Antragsformular

Ist eine Baugenehmigung vorgeschrieben, ist deren Einholung wichtig. Denn ansonsten handelt es sich bei dem Carport um einen Schwarzbau. Einerseits droht dann der Abriss, wenn sich jemand beschwert. Außerdem kann es im Schadensfall zu Regressforderungen kommen.

Schritt sechs: Baugrund vorbereiten

Die Vorbereitung des Baugrundes ist ein zentraler Schritt in der Planung und dem Bau des Carports. Der Untergrund muss so gestaltet sein, dass er das Fahrzeug, das unter dem Dach geparkt werden soll, dauerhaft trägt. Außerdem müssen die von der Konstruktion verursachten Kräfte wie Gewicht, Wind- und Schneelast über ein richtig dimensioniertes Fundament in den Untergrund abgeleitet werden.

Die Vorarbeiten am Untergrund können durch eine Fachfirma mit ausgeführt werden. Es biete sich hier allerdings auch die Möglichkeit zur Eigenleistung, um die Baukosten gering zu halten. Für den Aufbau eines tragfähigen Untergrundes sind folgende Arbeiten notwendig:

  • Ausheben der Stellfläche (in der Fachsprache „auskoffern“)
  • Einbringen einer Schotterschicht
  • Einbringen einer Splitt- oder Sandschicht
  • Einbringen der Deckschicht

Die Deckschicht kann beispielsweise aus Pflastersteinen oder verfüllten Rasengittersteinen bestehen. Ein Pflaster kann alternativ auch in einer Estrichschicht anstelle von Sand oder Splitt verlegt werden.

Eine – im Falle eines Carports eher unübliche – Alternative für die Vorbereitung des Baugrundes, ist das Gießen einer lastabtragenden Gründungsplatte. Diese fungiert dann gleichzeitig als Fundament für den Carport. Gängigere Varianten des Fundaments sind beim Carport Punkt-, Streifen- oder Ringfundamente. Bei Punktfundament erhält jeder tragende Pfosten der Konstruktion ein eigenes kleines Fundament, beim Streifenfundament werden zwei Betonstreifen links und rechts an den seitlichen Abmessungen des Carports gegossen. Bei einem Ringfundament sind diese Fundamentstreifen an der Vorder- und der Rückseite des Carports miteinander verbunden.

Die genauen Abmessungen des Fundaments müssen im Vorfeld mit dem Hersteller beziehungsweise Planer des Carports abgestimmt werden, damit am Ende alles genau passt.

Schritt sieben: Bauausführung

Ist der Baugrund vorbereitet, kann der Aufbau des Carports beginnen. Die tragenden Pfosten werden auf dem Fundament verankert, die Konstruktion mit weiteren Balken und Querverstrebungen ausgesteift. Bei einem Bausatz dauern diese Arbeiten dank eines hohen Vorfertigungsgrades nur wenige Tage, unter Umständen sogar nur einen Tag. Die Ausführung eines frei geplanten Carports kann länger dauern.

Carport Aufbau © Ingo Bartussek, fotolia.com
Carport Aufbau © Ingo Bartussek, fotolia.com
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