Das Wichtigste in Kürze
- Ausschwenkende Schwingtore und nach außen öffnende Flügeltore brauchen Platz vor der Garage.
- Decken-Sektionaltore brauchen Platz unter der Decke und einen passenden Sturz; Rolltore und Seiten-Sektionaltore lassen die Decke frei.
- Für eine beheizte Garage vergleichen Sie U-Werte ganzer Tore gleicher Größe; das Material allein sagt wenig über die Dämmung.
- Welche Torart passt, klärt ein genaues Aufmaß von Öffnung, Seitenanschlägen, Sturz und Decke.
Die Frage nach der richtigen Torart kann nicht generell beantwortet werden. Denn bei der Entscheidung können sowohl ästhetische, als auch funktionale Aspekte im Vordergrund stehen. Eine der gängigsten Formen des Garagentores ist das Schwingtor. Der steife Torflügel wird dabei mithilfe eines Federzug-Systems nach oben aufgeschwungen. Die klassischste Art des Garagentores ist hingegen das Flügeltor, das vom Grundprinzip einer doppelflügeligen Tür entspricht. Beide dieser Torarten benötigen zum Öffnen im Außenbereich vor der Garage etwas Platz.

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Beim Flügeltor öffnen sich die Türflügel nach außen – ansonsten wäre im Inneren der Garage viel Parkfläche verschenkt –, das Schwingtor greift beim Aufschwingen im unteren Bereich etwas aus. Diese Torarten sind also meist nicht geeignet, wenn die Zufahrt direkt vor dem Tor vom Tor weg ansteigt, da sie in diesem Fall nicht geöffnet werden könnten.
Mit Sektionaltoren und Rolltoren stehen zwei Torarten zur Verfügung, die diese Problematik nicht aufweisen. Das Sektionaltor besteht aus mehreren größeren Elementen – den Sektionen – die sich in der Regel in horizontaler Richtung über die gesamte Breite der Garagenöffnung ziehen. Diese Sektionen werden beim Öffnen nach oben unter die Garagendecke geschoben. Diese Torart ist daher besonders platzsparend. Sie braucht dafür Platz unter der Decke und einen Sturz über der Öffnung, dessen Höhe vom Beschlag abhängt.

Rolltore ähneln von ihrem Grundprinzip einem Rollladen. Zunächst scheint es sich hierbei lediglich um ein Sektionaltor mit deutlich schmaleren Sektionen zu handeln. Diese Lamellen werden beim Öffnen allerdings nicht unter die Garagendecke geschoben, sondern aufgerollt. Der Rollkasten sitzt je nach Modell hinter, in oder vor der Öffnung, sodass die Decke frei bleibt.

Viele Torarten lassen sich realisieren, sofern Zufahrt, Sturz, Seitenanschläge und Decke genug Platz bieten. Dann entscheidet vor allem der Geschmack der Garagenbesitzer über die Ausführung – neben Bedienung und Dämmung. Ihnen steht neben der technischen Ausführung auch die gesamte Bandbreite an Tormaterialen zur Verfügung. Dies können Stahl, Aluminium, Holz oder sogar Kunststoff sein. Durch Lackierungen und Anstriche lässt sich allerdings bei allen Materialien eine große Gestaltungsvielfalt erreichen.
Kurz gefragt
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Welche Torarten infrage kommen, klärt ein genaues Aufmaß: Breite und Höhe der Öffnung, die Seitenanschläge, der Sturz über der Öffnung, die Deckenhöhe und die Einbautiefe; bei ausschwenkenden Toren auch die Zufahrt. Wie Sie dabei vorgehen, zeigt die Anleitung Garagentoröffnung ausmessen.
Welche Torart passt zur Einbausituation?
1. Steigt die Zufahrt direkt vor dem Tor vom Tor weg an?
2. Ist unter der Garagendecke Platz für Laufschienen und das geöffnete Tor?
3. Reicht der Sturz über der Öffnung für den Beschlag des gewünschten Tors?

Besonders praktisch ist es, das Garagentor mit transparenten Elementen zu versehen. Dies ist vor allem bei Sektionaltoren und Flügeltoren möglich. Sektionaltore und Schwingtore bieten außerdem die Möglichkeit, eine so genannte Schlupftür mit einzuplanen. Diese ermöglicht den Zugang, ohne dass dazu das gesamte Tor geöffnet werden muss.
Für alle vier Torarten gibt es elektrische Antriebe; welche Art passt, hängt vom Tormodell ab: bei Schwing- und Decken-Sektionaltoren meist ein Deckenantrieb, bei Rolltoren oft ein Rohrmotor. Flügeltore gibt es teils nur handbetätigt. Rolltore werden häufig schon mit Antrieb geliefert. Worauf es beim Garagentorantrieb ankommt, erklärt unser Ratgeber.
Soll die Garage beheizt werden, sollte das Garagentor ebenso wie die Wände gut gedämmt sein. Holz besitzt zwar von Natur aus einen gewissen Dämmwert. Besser dämmen bei Hörmann zum Beispiel Sektionaltore, bei denen die einzelnen Sektionen mit Dämmstoff ausgeschäumt sind. Vergleichen Sie den U-Wert, den der Hersteller für das ganze Tor angibt.
Wärmedämmung: U-Werte ganzer Tore im Vergleich
Das Wichtigste in Kürze Garagentore unterscheiden sich vor allem in der Öffnungsart: Schwing-, Flügel-, Sektional- und Rolltor, dazu Varianten wie… weiterlesen




