Das Wichtigste in Kürze
- Hersteller wie Skan Holz, Karibu und Scheerer sehen Punktfundamente mit Pfostenankern vor.
- Punktfundamente sollten frostfrei gegründet werden, meist mindestens 80 Zentimeter tief.
- Einschlaghülsen passen nur bei festem Boden und wenn die Aufbauanleitung sie zulässt.
- Fundamentmaße und Anker sind anhand der Carport-Statik und des Baugrunds festzulegen.
Wie wird der Carport sicher verankert?
Ein Carport ist eine vergleichsweise leichte Konstruktion – unabhängig davon, welches Material für seine Errichtung verwendet wird. Daher ist in der Regel für den Carport auch keine aufwendig gegossene, durchgehende Bodenplatte notwendig.

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Schraub- oder Einschlaghülsen kommen nur infrage, wenn die Statik und die Aufbauanleitung sie für das konkrete Carport und den vorhandenen Baugrund vorsehen. Diese empfehlen sich allerdings nur bei einem sehr festen, tragfähigen Untergrund. In diesem Fall werden die Metallhülsen einfach in den Boden geschraubt oder geschlagen. In sie können dann die tragenden Balken gestellt und verschraubt werden. Vor dem Einsatz solcher Hülsen müssen Baugrund, Lastabtragung und Befestigungssystem zum vorgesehenen Carport passen; ist die Tragfähigkeit unklar, lassen Sie den Untergrund fachkundig beurteilen. Die Hülsen sind in der Regel auch nur für Holzkonstruktionen ausgerichtet. Ob sie für einen Carport zulässig sind, steht in der Aufbauanleitung: Hersteller wie Skan Holz und Karibu sehen einbetonierte Pfostenanker vor, Karibu nennt die H-Anker statisch erforderlich.
Eine bei Holzcarports verbreitete Form der Verankerung im Boden ist das Punktfundament. An den vorgesehenen Pfostenstandorten werden nach Fundamentplan Löcher ausgehoben und mit Beton gefüllt. Je nach Art der Konstruktion werden in diese Fundamentpunkte direkt so genannte H-Anker mit einbetoniert. Diese Metall-Fertigteile haben die Form des Buchstabens H. Der untere Teil ragt in das Fundament und sorgt für eine sehr feste Verbindung, der obere Teil dient dann dazu, die tragenden Pfosten des Carports zu verschrauben.
Zugleich hält der Anker das Holz vom Boden fern, damit der Pfosten nach Regen abtrocknen kann. Die Kosten je Punktfundament hängen unter anderem von Boden, Fundamentmaßen und Leistungsumfang ab. Lassen Sie Aushub, Betonieren und Ankersetzen im Angebot einzeln ausweisen; fragen Sie Arbeiten am vorhandenen Pflaster gesondert ab.

Kurz gefragt
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Alternativ zu den H-Ankern bietet das Punktfundament aus Beton die richtige Grundlage, um entsprechende Hülsen mit Dübel und Schraube zu fixieren. Die einzelnen Punktfundamente sollten jeweils eine Tiefe von mindestens 80 Zentimetern haben. Dabei handelt es sich um die Frosttiefe. Sie beschreibt, wie tief ein Eindringen des Frostes im Winter zu erwarten ist; in höheren Lagen kann sie tiefer liegen. Fundamente, die weniger tief in den Boden reichen, können durch starken Frost und das im Boden gefrierende Wasser angehoben werden und damit ihre Stabilität verlieren. Bei Fundamenten von mindestens 80 Zentimetern Tiefe sind sie in den meisten Regionen vor dem Anheben durch Frost geschützt. Größe und Betongüte der Fundamente legt die Statik des Carports fest.
Beispiel: Holzcarport auf der gepflasterten Zufahrt
Ein Einzelcarport aus Holz mit sechs Pfosten soll auf die vorhandene, gepflasterte Zufahrt. Die Aufbauanleitung sieht H-Pfostenanker in Punktfundamenten vor.
- Pflaster
- an den sechs Pfostenstellen öffnen und den Unterbau ausheben
- Fundamente
- frostfrei, meist mindestens 80 cm tief; Maße laut Aufbauanleitung oder Statik
- Anker
- H-Anker so setzen, dass zwischen Holz und Pflaster Luft bleibt (Scheerer: 2 cm)
- Aushärten
- laut Anleitung mehrere Tage, Scheerer nennt 7 Tage
- Pflasterarbeiten
- Öffnen und Wiederherstellen bei der Angebotseinholung gesondert berücksichtigen Beispiel
Ergebnis: Die Fundamente werden nach den Vorgaben für den Bausatz hergestellt; das Öffnen und Wiederherstellen des Pflasters ist gesondert zu kalkulieren.


Eine dritte Möglichkeit für die Verankerung des Carports im Boden ist das so genannte Streifenfundament. Anders als beim Punktfundament wird dabei nicht für jeden tragenden Pfosten ein eigenes Fundament gegossen, sondern ein durchgehender Betonstreifen über die gesamte Länge des Carports.


Der Vorteil liegt darin, dass sich beim Streifenfundament leichter eine einheitliche Höhe erzielen lässt. Innerhalb eines dafür bemessenen Streifenfundaments können Ankerpositionen etwas flexibler gewählt werden; die vorgegebenen Pfostenpositionen und Randabstände der Befestigung bleiben maßgeblich. Dem stehen als Nachteile der höhere Aufwand beim Ausheben des Bodens und der größere Materialverbrauch beim Gießen des Fundamentes gegenüber.
Verankerungen im Vergleich
| Verankerung | Passt, wenn | Grenzen |
|---|---|---|
| Einschlag- oder Schraubhülse | Boden fest und tragfähig, leichte Holzkonstruktion | Nur bei Eignung für das konkrete Carport und den Baugrund; Statik prüfen |
| Punktfundament mit H-Anker | bei Skan Holz, Karibu und Scheerer vorgesehen | Fundamentmaße und Anker nach Statik; frostfrei gründen |
| Pfostenträger auf Beton gedübelt | vorhandenes Fundament oder tragfähige Betonfläche | Beton, Gründung und Dübel für Windzug und Querkräfte statisch nachweisen; Ximax: Bodenplatte nur mit Statiker |
| Streifenfundament | wenn Statik und Aufbauanleitung Streifenfundamente vorsehen | mehr Aushub und Beton |

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