Garage Heizung

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Garage mit Heizung: Welche Möglichkeiten gibt es? Und: Wann macht das Sinn?

Wohnraum ist knapp und so mancher Hauseigentümer kommt auf die Idee, die Garage seines Hauses nicht nur zum Unterstellen des Autos zu nutzen: Viele Menschen nutzen die Garage als eine Art erweiterten Keller. Hier werden Dinge gelagert, die nur selten verwendet werden. Oder die Garage wird zur Werkstatt oder zum Sport- und Hobbyraum umfunktioniert. Selbst als Wohnraum, etwa als Arbeitszimmer oder Gästezimmer, soll die Garage mitunter genutzt werden. Damit dies möglich ist, muss die Garage auch im Winter durch eine Heizung auf angenehme Temperaturen gebracht werden können. Doch auch Autoliebhaber möchten, dass in der Garage keine Minusgrade herrschen, damit das Auto vor Frostschäden geschützt ist. Aber: Wie lässt sich eine Garage mit einer Heizung ausstatten? Was ist möglich und sinnvoll? Und: Was ist zulässig?

Elektroheizung in der Garage © Kirill Gorlov, stock.adobe.com
Frostschutz für die Autos: Eine Elektroheizung für die Garage erfordert einen Stromanschluss © Kirill Gorlov, stock.adobe.com

Heizung für die Garage: Welche Einsatzgebiete gibt es für die Garagen-Heizung?

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen eine Garage nur dem einen Zweck diente: dem Unterstellen des Autos, um dieses vor Wind und Wetter, Beschädigung und Diebstahl zu schützen. Inzwischen werden Garagen ähnlich wie Dachböden und Kellerräume ganz vielseitig umgenutzt:

  • Stellplatz für exklusive Autos: Ob es sich um einen Oldtimer handelt oder ein exklusives modernes Auto – oftmals ist es wichtig, für ein anspruchsvolles Raumklima zu sorgen. Denn Frost und hohe Luftfeuchtigkeit setzen den wertvollen Fahrzeugen zu.
  • Garage als Kellerersatz: In der Garage wird oftmals all das gelagert, was im Haus selbst keinen Platz findet. Das reicht von Gartenmöbeln über Vorräte bis hin zu Farben und Reinigungsmitteln. In diesem Fall ist es erforderlich, dass dauerhaft Temperaturen über dem Gefrierpunkt herrschen.
  • Hobbyraum: Die Garage lässt sich auch als Werkstatt für Schraub- und Bastelarbeiten oder als Künstleratelier nutzen. Auch zum Partyraum wird eine Garage gerne umgebaut. Hier sollten sich die Temperaturen für die Zeit der Nutzung auf Temperaturen im deutlich zweistelligen Bereich bringe lassen.
  • Zusätzlicher Wohnraum: In einer Garage werden von manchen Hauseigentümern auch ein Homeoffice, ein Gästezimmer oder sogar ein Jugendzimmer eingerichtet. Eine Garagen Heizung muss in solchen Fällen den gleichen Anforderungen entsprechen, wie die Heizung im restlichen Wohnhaus.
Minusgrade und hohe Luftfeutigkeit in der Garage sind suboptimal
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Rechtliches: Was gibt es zum Thema Garage Heizung aus rechtlicher Sicht zu bedenken?

Bei einer Garage handelt es sich um einen umbauten Raum, der entweder in das Haus integriert, an das Haus angebaut oder frei auf dem Grundstück platziert ist. Der Verwendungszweck ist in den allermeisten Fällen ganz klar auf einige wenige Nutzungsmöglichkeiten begrenzt. Diese sind:

  • Unterstellen von PKW oder anderen Fahrzeugen
  • Unterstellen von Fahrrädern, sofern das Auto auch noch Platz in der Garage findet
  • Abstellen von Gartengeräten, sofern das Auto auch noch Platz in der Garage findet
Wichtig zu wissen: Die Nutzung der Garage ist rechtlich geregelt
Wichtig zu wissen: Die Nutzung der Garage ist rechtlich geregelt

Der Hintergrund dieser Regelung ist einfach: Die Garage soll lediglich dem Zweck dienen, der Parkplatznot auf den Straßen entgegenzuwirken. Zudem wird eine Garage eine spezielle Baugenehmigung erteilt, für die wesentlich geringere Anforderungen gelten als für eine Baugenehmigung für einen Wohnraum. Dies gilt insbesondere auch in Bezug auf die Anforderungen an Dämmung und Sicherheit. Wer eine Garage anderweitig nutzen möchte, benötigt daher in den meisten Fällen eine Genehmigung beim Bauamt.

Vor dem Einbau der Heizung in die Garage und dem Beginn gegebenenfalls weiterer Arbeiten, sollte das Gespräch mit dem zuständigen Bauamt geführt werden. Wird eine Garage aufwändig in einen Wohnraum umgebaut, ohne dass eine Genehmigung hierfür erteilt wurde, können Bußgelder fällig werden oder sogar die Pflicht zum Rückbau bestehen.

Garage mit Heizung © Pavlo Tovtin, stock.adobe.com
Ist die Garage in das Haus integriert, kann die Garage unter Umständen über die Zentralheizung mitbeheizt werden. © Pavlo Tovtin, stock.adobe.com

Herausforderungen: Welche Probleme gibt es bei der Beheizung einer Garage?

Ganz gleich, ob bei einer Fertiggarage oder einer frei geplanten Garage: Sie wurde zum Zweck der Unterstellung eines oder mehrerer Autos errichtet. Dementsprechend erfüllt sie auch nicht die Anforderungen, die an Räume gestellt werden, die dem Aufenthalt von Menschen dienen. Ziel einer Garage ist es, vor Wind und Wetter zu schützen und Unbefugten den Zugang zu erschweren. Damit es Sinn macht, eine Garage mit einer Heizung auszustatten, sollten jedoch folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

Beheizte und gedämmte Garage: Auch an die Belüftung denken
Beheizte und gedämmte Garage: Auch an die Belüftung denken
Garage mit gedaemmter Decke © schulzfoto, stock.adobe.com
Garage mit gedämmter Decke: Die Heizenergie sollte nicht zu schnell verloren gehen © schulzfoto, stock.adobe.com

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Überblick: Welche Heizungsarten stehen zu Auswahl?

Die Beheizung einer Garage ist auf unterschiedlichen Wegen zu erzielen. Sie unterschieden sich stark in Bezug auf Anschaffungskosten, Betriebskosten sowie den Aufwand, der für die Montage erforderlich ist. Nachfolgend werden die verschiedenen Heizungsarten mit ihren Vor- und Nachteilen vorgestellt.

Klassische Elektroheizung

Zu den klassischen Elektroheizungen zählen Heizlüfter sowie Elektro-Konvektoren. Diese Gräte lassen sich bereits für unter 100 Euro im Baumarkt kaufen. Sie werden einfach in die Steckdose eingesteckt und können sofort verwendet werden. Sie eignen sich für den kurzfristigen Einsatz und können daher immer dann verwendet werden, wenn die Garagen Heizung in einer Werkstatt, einem Hobbyraum oder einer Partygarage eingesetzt werden soll. Voraussetzung ist jedoch, dass ein Stromanschluss vorhanden sein muss. Alternativ kann auf dem Dach der Garage eine kleine Solaranlage montiert werden, mit der die Elektroheizung betrieben wird. In diesem Fall muss auf jeden Fall eine Elektroheizung verwendet werden, die über eine Speicherfunktion verfügt.

Solaranlage auf Garagendach © reimax16, fotolia.com
Solaranlage auf Garagendach liefert Strom für die Elektroheizung © reimax16, fotolia.com

Vorteile:

  • Geringe Anschaffungskosten
  • Bei kurzfristiger Betriebsdauer sind die Betriebskosten überschaubar
  • Geringer Wartungsaufwand

Nachteile:

  • Nicht für Dauereinsatz geeignet
  • Soll der gesamte Raum beheizt werden, so dauert dies recht lange

Infrarotstrahler

Bei Infrarotstrahlern handelt es sich um eine Sonderform der Elektroheizung: Während eine klassische Elektroheizung die Raumluft erwärmt, erwärmt ein Infrarotstrahler über unbedenkliche elektromagnetische Wellen die Körper, auf die diese treffen. Wird ein Infrarotstrahler also über einem Arbeitsplatz installiert, so werden dieser sowie die dort arbeitende Person gewärmt. Indirekt erfolgt zudem eine Erwärmung der Raumluft.

Vorteile:

  • Geringer Anschaffungspreis
  • Bei kurzfristiger Betriebsdauer sind die Betriebskosten überschaubar
  • Klar umgrenzter Bereich wird schnell erwärmt
  • Geringer Wartungsaufwand

Nachteile:

  • Keine Erwärmung des gesamten Raumes möglich (außer bei sehr kleinen Räumen)
  • Nicht für Dauereinsatz geeignet

Gas-Heizstrahler

Heizstrahler, die mit Gas betrieben werden, stellen eine andere günstige Möglichkeit dar, um eine Garage zu beheizen. Neben dem Heizstrahler muss eine Gasflasche angeschafft werden. Der Gas-Heizstrahler kann im Raum einfach verschoben werden. Er eignet sich zur zeitweisen Beheizung der Garage, etwas wenn eine Party darin gefeiert wird. Wichtig ist, dass der Gas-Heizstrahler für Innenräume zugelassen ist, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Vorteile:

  • Geringe Anschaffungskosten
  • Bei kurzfristiger Betriebsdauer sind die Betriebskosten überschaubar
  • Kein Stromanschluss erforderlich

Nachteile:

  • Gasflasche muss in Garage gelagert werden
  • Sicherheitsvorkehrungen müssen unbedingt eingehalten werden
  • Nicht für Dauereinsatz geeignet
Für eine dauerhafte Beheizung eignet sich am besten der Anschluss an die Zentralheizung
Für eine dauerhafte Beheizung eignet sich am besten der Anschluss an die Zentralheizung

Zentralheizung

Lässt sich die Garage an die Zentralheizung des Hauses anschließen, so handelt es sich hierbei um die komfortabelste Art der Garagen Heizung. Allerdings ist es meist sehr aufwändig, eine Garage nachträglich an das Heizungssystem anzuschließen. Lässt sich die Garage an die Zentralheizung anschließen, so kann die Garage als vollwertiger Wohnraum genutzt werden. Wichtig ist, dass die Garage dann entsprechend isoliert und mit Fenstern ausgestattet ist.

Vorteile:

  • Ideal zum Dauerbetrieb geeignet
  • Geringe Betriebskosten
  • Der ganze Raum kann erwärmt werden

Nachteile:

  • Hohe Anschaffungskosten
  • Wartung (der Gesamtanlage) erforderlich

Werkstattofen

Ein Werkstattofen aus Gusseisen lässt sich mit Holz, Kohle und Torf beheizen. Für den Betrieb ist ein Kamin-Anschluss erforderlich, der unbedingt von einem Schornsteinfeger abgenommen werden muss. Zudem eignet sich ein Werkstattofen nicht für den Einsatz in Räumen, in denen auch kleine Kinder sich aufhalten. Die Verletzungsgefahr ist dann sehr groß.

Vorteile:

  • Kein Stromanschluss erforderlich
  • Werkstattofen heizt schnell auf
  • Geringe Betriebskosten

Nachteile:

  • Nicht zum Dauereinsatz geeignet
  • Mittlere Anschaffungskosten (Ofen plus Kaminanschluss und Schornsteinfegerkosten)
  • Regelmäßige Wartung erforderlich

Entscheidungshilfe: Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl einer Heizung für die Garage?

Welche Garagen Heizung die richtige ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Damit die Garage in der gewünschten Weise genutzt werden kann, sollte die Garagen Heizung individuell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Die wichtigsten Kriterien bei der Auswahl sind:

  • Nutzungsart der Garage: Zu aller erst sollten Bauherren sich genau überlegen, warum sie eine Garagen Heizung wünschen. Sprich: Wie soll die beheizte Garage künftig genutzt werden?
  • Lage der Garage: Wandelt es sich um eine in das Haus integrierte, an das Haus angebaute oder eine freistehende Garage?
  • Zustand der Garage: Ist die Garage gedämmt beziehungsweise soll sie gedämmt werden? Gibt es Fenster? Existiert ein Stromanschluss?
  • Raumgröße: Hier geht es um die Quadratmeterzahl der Garage.
  • Raumhöhe: Da unterschiedlich warme Luftmassen im Raum zirkulieren, ist auch die Raumhöhe wichtig.
  • Soll die Garagen Heizung nur kurzfristig für Wärme sorgen? Soll der ganze Raum beheizt werden oder nur ein Bereich (Arbeitsbereich) beheizt werden? Welche Maximaltemperaturen sollen erreicht werden (Frostsicherheit oder Raumwärme)?

Fazit

Grundsätzlich ist es technisch immer möglich, eine Garagen Heizung in einer Garage nachzurüsten. Allerdings gibt es eine Vielzahl von Aspekten zu beachten, um abzuwägen, ob dies sinnvoll ist:

  • Rechtliche Aspekte: Ist die angestrebte Nutzungsart zulässig?
  • Finanzielle Aspekte: Wie groß ist das Budget für die Ausrüstung der Heizung mit einer Garage?
  • Bauliche Aspekte: Eignet sich die Garage für den Einbau einer Heizung? Wie viele zusätzliche Baumaßnahmen können/sollen erfolgen?
  • Anforderungen an die Heizungsart: Zu welchem Zweck soll die Heizung installiert werden?
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