Das Wichtigste in Kürze
- Eine abschließbare Garage erschwert Diebstahl; ein offener Carport kann bei guter Luftzirkulation das Abtrocknen nasser Fahrzeuge erleichtern.
- Eine Garage schützt besser vor Schnee und Eis; ein Carport hält Niederschlag von oben ab, verhindert vereiste Scheiben aber nicht zuverlässig.
- Ob Sie vor dem Bau von Garage oder Carport eine Genehmigung oder Kenntnisgabe benötigen, richtet sich nach Landesrecht; örtliche Vorgaben gelten weiter.
- Vergleichen Sie Angebote mit gleichem Leistungsumfang: Fundament, Lieferung, Montage und Tor sind nicht immer enthalten.

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Die Frage, ob ein Carport oder eine Garage die richtige Wahl ist, ist nicht leicht zu beantworten. Denn beide Varianten des überdachten Unterstellplatzes für das eigene Auto bieten ihre spezifischen Vor- und Nachteile. Weder die Garage noch der Carport kann daher als erste oder zweite Wahl bezeichnet werden.


Im Vergleich zum Carport ist das Auto in einer verschlossenen Garage besser vor Übergriffen durch Diebe und sonstige dunkle Gesellen geschützt. Ein Auswahlkriterium kann daher sein, ob ein solcher Schutz vor Diebstahl und Einbruch am eigenen Wohnort notwendig ist. Wenn ja, ist die Garage die bessere Stellplatz-Option.
Der Carport hat hingegen den Vorteil des Witterungsschutzes bei durchgehender, hervorragender Belüftung. Gerade bei Regenwetter kann das Fahrzeug zügig unter dem Carport abtrocknen, was Korrosion vorbeugen kann; ob Rost entsteht, hängt auch vom Zustand des Korrosionsschutzes ab. Auch in einer Garage kann ein nasses Fahrzeug abtrocknen, wenn Feuchtigkeit durch ausreichende Lüftung entweichen kann. Allerdings bleibt das Fahrzeug im Carport immer ein Stück weit zugänglich.

Eine Garage schützt das Fahrzeug besser vor Schnee und vereisten Scheiben. Ein Carport hält Niederschlag von oben ab; bei seitlichem Schneefall oder Frost können Scheiben trotzdem vereisen. Gegen seitlichen Niederschlag kann beim Carport gegebenenfalls die Wetterseite mit einer Seitenwand verschlossen werden. Klären Sie vorher, ob eine Seitenwand nach Landesrecht und Bebauungsplan zulässig ist.

Garage und Carport können allerdings nicht nur dem Fahrzeug, sondern auch zahlreichen weiteren Gegenständen wie Fahrrädern, Gartengeräten und Ähnlichem eine Heimat bieten. Auch diese Dinge sind bei einer Garage von Vornherein durch das vorhandene Tor geschützt. Die Garage muss dafür ausreichend Platz bieten; als reiner Lagerraum darf sie aber nicht ohne Weiteres dienen. Allerdings lassen sich auch Carports von Anfang an mit einem zusätzlichen Geräteraum planen, sodass auch bei ihnen ausreichender Stauraum zur Verfügung steht; die Zulässigkeit des Geräteraums ist bei der Planung mitzuprüfen.

Kurz gefragt
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Schließlich ist die Wahl zwischen Garage und Carport dann auch eine Frage des persönlichen Geschmacks und der technischen Voraussetzungen. Beide Formen sollten in ihrer Gestaltung möglichst auf das Eigenheim eingehen, an das sie angeschlossen werden. Auf diese Weise entsteht eine geschlossene Einheit und ein optisch stimmiges Gesamtbild. Ein Carport kommt dabei vielfach filigraner daher als eine komplett geschlossene Garage.
Vor der Entscheidung vor Ort prüfen
Gegenüber der Garage ist die Konstruktion eines Carports in aller Regel leichter. Welche Fundamente und Pfostenverankerungen nötig sind, richtet sich dennoch nach Statik, Baugrund, Schnee- und Windlasten sowie Frostbeanspruchung. Allerdings ist zu beachten, dass sowohl für Garage als auch für einen Carport je nach Bundesland und Kommune eine Baugenehmigung erforderlich sein kann. Bebauungsplan und Abstandsflächen gelten auch bei verfahrensfreien Vorhaben.
Beim Preisvergleich lohnt der Blick auf den Leistungsumfang: Fundament, Lieferung, Montage und Tor sind nicht in jedem Angebot enthalten. Welche Posten dazugehören, zeigt der Ratgeber Kosten Garage und Carport.
Um die richtige Entscheidung zu treffen ist es wichtig, die eigenen Anforderungen und Bedürfnisse genau zu kennen. Denn die Stärken… weiterlesen




