Das Wichtigste in Kürze
- Bei Betonfertiggaragen empfiehlt der Branchenverband, Dachabdichtung und vorhandenen Dachablauf zweimal im Jahr zu warten.
- Stahlgaragen regelmäßig ansehen und Roststellen an beschädigter Beschichtung schnell beseitigen.
- Bei Holzgaragen Feuchteschutz und vorhandene Anstriche kontrollieren; schadhafte Beschichtungen bei Bedarf ausbessern.
- Das Garagentor braucht Pflege; ein Tor mit Antrieb nach der Herstelleranleitung prüfen lassen, bei Hörmann einmal im Jahr.
- Vor dem Frost die Wasserleitung zur Garage absperren und entleeren.
Einmal aufgestellt ist eine Fertiggarage besonders pflegeleicht. Der tatsächlich entstehende Aufwand hängt allerdings stark von dem eingesetzten Material ab.
Bei einer Fertiggarage aus Beton besteht vergleichsweise wenig Pflege- und Wartungsaufwand. Regelmäßig sollte die Abdichtung des Daches überprüft werden. Daher sollten die Besitzer das Dach ihrer Garage regelmäßig unter die Lupe nehmen. Die Fachvereinigung Betonfertiggaragen, der Branchenverband, empfiehlt, Dach und Dachablauf halbjährlich zu warten.

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Zweimal im Jahr empfiehlt sich ein Kontrollgang. Grobe Verschmutzungen sollten die Garagenbesitzer entfernen. Auf diese Weise können sie auch leicht erkennen, ob die Abdichtungsbahnen eventuell schadhafte Stellen aufweisen. Wie bei jedem Bauwerk gilt auch hier: Je früher ein Schaden entdeckt und behoben wird, desto günstiger wird es.
Garagenpflege in Zahlen

Bei der Fassade der Garage stellen sich dieselben Herausforderungen wie bei einer verputzten Hausfassade: Mit den Jahren kann sie durch Wind und Wetter unansehnlich werden. Ein frischer Anstrich kann der Garage ebenso wie dem Eigenheim einen neuen und gepflegten Look verleihen. Dies ist in der Regel allerdings vor allem eine optische und ästhetische Frage. Die Funktionalität der Garage wird durch den Schmutz in aller Regel nicht beeinträchtigt.

Fertiggaragen aus Metall zeigen sich im Wartungsbedarf ebenso unspektakulär wie ihre Pendants aus Beton. Auch hier empfiehlt sich die regelmäßige Sichtkontrolle. Da die Metallgaragen in der Regel aus verzinktem oder lackiertem Stahlblech bestehen, können sich bei schadhafter Beschichtung Roststellen zeigen. Diese sollten so schnell wie möglich beseitigt werden, um größeren Schäden durch Korrosion vorzubeugen.

Unter den Materialien können Garagen aus Holz den höchsten Wartungsaufwand verursachen. Wie viel Schutz eine Holzgarage braucht, hängt von Holzart und Bauweise ab; neben geeigneten Beschichtungen schützt vor allem eine Konstruktion, die Regen ableitet und das Holz trocknen lässt.
Vorhandene Anstriche sollten regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf nach Herstellerangaben erneuert werden. Denn bereits kleine und unscheinbare Risse in der Oberfläche des Anstrichs können dazu führen, dass Feuchtigkeit eindringt und durch Verrottung schwerwiegende Schäden am Baumaterial verursacht. Wie rasch Feuchteschäden entstehen, hängt von Holzart, Konstruktion und Bewitterung ab; ein pauschaler Vergleich mit einer Metallgarage ist nicht möglich. Wer die natürliche Optik des Baustoffs Holz vorzieht, sollte sich von Beginn an der notwendigen Wartung bewusst sein.


Ein Bauteil der Garage, das ebenfalls in regelmäßigen Abständen etwas Zuwendung verlangt, ist das Garagentor. Die Laufschienen müssen sauber sein und alle Teile der Mechanik einwandfrei ineinandergreifen. Wenn das Tor klemmt oder eine Sicherheitsfunktion auffällig ist, stoppen Sie den Betrieb und lassen Sie die Ursache von einer sachkundigen Person prüfen; leicht zugänglichen Schmutz können Sie selbst entfernen.
Kurz gefragt
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Bei einem Tor mit Antrieb empfiehlt etwa Hörmann in der Anleitung zum ProMatic 4, die Sicherheitsfunktionen monatlich zu testen und die Anlage einmal im Jahr von einem Sachkundigen prüfen zu lassen; Federn und Seile stellt nur ein Sachkundiger ein. Maßgeblich ist die Anleitung Ihrer Toranlage. Welche Handgriffe Sie selbst übernehmen, zeigt der Ratgeber Garagentore: Pflege und Wartung.
Herbst-Check vor dem Winter
Und nicht zuletzt sollten Garagenbesitzer im Herbst an den Wasseranschluss denken, wenn sie ihre Garage mit einem solchen versehen haben. Verläuft der Anschluss im Freien relativ nah unter der Erdoberfläche, kann der Frost die Leitung im Winter im schlimmsten Fall zum Platzen bringen, wenn sich Wasser in ihr befindet. Daher sollte die Wasserzufuhr zur Garage vor dem Winter abgedreht, die Leitung entleert und der Wasserhahn in der Garage geöffnet werden. Wenn die frostgefährdeten Leitungsabschnitte vollständig entleert bleiben, sinkt das Risiko von Frostschäden deutlich.
Die GDV-Musterbedingungen (VGB 2022, Fassung Juni 2026) sehen für nicht beheizte Gebäudeteile in der kalten Jahreszeit vor, wasserführende Anlagen abzusperren, zu entleeren und entleert zu halten; ob dies für Sie vertraglich gilt, steht in Ihren Versicherungsbedingungen.
Das Wichtigste in Kürze Wer ein Garagentor betreibt, muss es verkehrssicher halten; verletzt er diese Pflicht schuldhaft, haftet er für… weiterlesen




