Garage Kosten

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Kosten einer Garage – wie der Preis für die Garage entsteht

Die Kosten, die ein Eigenheimbesitzer für eine Garage einkalkulieren muss, sind von verschiedenen Faktoren abhängig und setzen sich aus mehreren Leistungen zusammen. Zunächst gilt: Handelt es sich bei der Garage um ein Standardmodell des jeweiligen Herstellers,wird es günstiger – Sonderwünsche kosten extra. Die wichtigsten Kriterien, die den Preis einer Fertiggarage bestimmen, sind:

  • das Material (Beton, Stahl, Holz oder Mauerwerk)
  • die Bauweise (Fertiggarage oder gemauerte bzw. individuell geplante Garage)
  • ie Größe (Einzel- oder Doppelgarage)
  • Sonderwünsche wie Fenster, Seitentür oder spezielle Dachformen und Dacheindeckungen
  • Spezielle Wünsche beim Garagentor, zum Beispiel erhöhter Einbruchschutz, elektrische Torantriebe
  • Schließsysteme
  • Anschlüsse für Strom und Wasser
Kosten © Gina Sanders, fotolia.com
Kosten © Gina Sanders, fotolia.com

Stahl und Holz in der Regel günstiger als Beton

Bei den Materialien beginnen sowohl Stahl- als auch Holzfertiggaragen bei einem Preis von etwa 1.000 bis 1.500 Euro. Fertiggaragen aus Beton sind deutlich teurer, die reinen Gebäudekosten liegen bei mindestens 5.000 Euro. Allerdings ist zu beachten, dass die Betonfertiggarage sich durch eine sehr hohe Stabilität und lange Lebensdauer auszeichnet. Bei Holzgaragen kommt es auf die Stärke der eingesetzten Holzbauteile an. Je dicker das Material, umso teurer wird das Bauwerk. Eine Garage in Holzständerbauweise wird individuell geplant und liegt daher ebenfalls im höheren Preissegment. Wer eine Stahlgarage wünscht, die die Optik einer Betongarage hat, liegt preislich mit dem Betonmodell in etwa gleich.

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Bei der Planung die Nutzungsdauer beachten

Garage Anbau © schulzfoto, fotolia.com
Garage: Die Nutzung und Maße genau planen © schulzfoto, fotolia.com

Selbstverständlich ist eine Doppelgarage teurer als eine Einzelgarage. Und auch ein hochwertiges Garagentor mit elektrischem Torantrieb hat seinen Preis. Bei der Auswahl sollten Bauherren ebenso die Nutzungsdauer des Bauwerks im Blick behalten. Hohe Qualität behält ihren Wert über einen langen Zeitraum hinweg. Da die Garage in der Regel über Jahrzehnte genutzt werden soll, zahlt sich diese Qualität im Endeffekt aus. Und sollte das Eigenheim irgendwann einmal verkauft werden müssen, ist die Garage ein Pluspunkt beim Wertgutachten.

Anschlüsse vom Fachmann für volle Funktionalität

Ist ein elektrischer Torantrieb geplant oder soll die Garage auch für andere Zwecke genutzt werden, ist eine entsprechend Elektro- und Wasserinstallation einzuplanen, mindestens sollte die Garage über eine eigene Beleuchtung verfügen. Die Anschlüsse für Wasser und Strom sollten von Fachhandwerkern ausgeführt werden. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass alles einwandfrei funktioniert und hohen Sicherheitsstandards entspricht. Bei einem Schaden an der Garage trägt die Gebäudeversicherung in vielen Fällen nur dann die Kosten, wenn die Installationen fachgerecht und von zertifiziertem Personal durchgeführt wurde. Für Elektriker und Installateur sind Summen im dreistelligen Bereich ins Budget mit einzuplanen.

Elektroinstallation © marco2811, fotolia.com
Elektroinstallation: Am besten vom Fachmann © marco2811, fotolia.com

Vorbereitung des Baugrunds nicht vergessen

Auf keinen Fall sollten Bauherren die vorbereitenden Maßnahmen unterschätzen. Die Vorbereitung des Baugrunds mit Ausschachten der Fundamente, Einbau einer Schotterschicht, dem Gießen des Fundaments und der Gestaltung des Untergrunds – beispielsweise als Beton-Bodenplatte oder gepflasterte Fläche – hat seinen Preis. Auch die Zuwegung, die häufig als Pflasterfläche geplant wird, muss mit eingerechnet werden.

Werden die Arbeiten an Baufirmen vergeben, ist es sinnvoll, sich vergleichbare Angebote bei mehreren Bauunternehmer einzuholen, bevor man in die weitere Garagenplanung übergeht. So ist einem bösen Erwachen bei den Kosten vorgebeugt.

Tipp: Die Vorbereitung des Baugrundes bietet eine sehr gute Gelegenheit für Eigenleistung. Wer selbst ausschachtet oder den Schotter für den tragfähigen Untergrund verteilt, kann bares Geld sparen. Grundvoraussetzung ist allerdings immer, dass alle Arbeiten fachgerecht ausgeführt werden.

Gesamtkosten einer Garage – die Kosten im Überblick

Leistung Kosten Stahlgarage Kosten Betonfertiggarage Kosten Holzgarage Kosten gemauerte Garage
Fundamentkosten 1.300 bis 1.600 Euro 1.300 bis 1.600 Euro 1.300 bis 1.600 Euro 1.300 bis 1.600 Euro
Garagenkosten 900 bis 3.500 Euro 5.000 bis 6.000 Euro 1.500 bis 3.000 Euro 1.100 bis 3.000 Euro
Montage-/ Baukosten 300 bis 500 Euro 300 bis 500 Euro 6.200 bis 7.200 Euro
Gesamtkosten 2.500 bis 5.600 Euro 6.600 bis 8.100 Euro 2.800 bis 4.600 Euro 8.600 bis 11.800 Euro

Hinzu kommen Installationskosten für Wasser und Strom, wie viel Geld Bauherrn dafür aufwenden müssen, hängt vom Umfang der Installation und den vorhandenen bzw. nötigen Hausanschlüssen ab. Muss zur Garage ein gesondertes Erdkabel bzw. eine Wasserzuleitung verlegt werden, müssen auch diese Kosten miteingerechnet werden. Neben den reinen Baukosten für die Garage kommen Kosten für einen eventuell nötigen Bauantrag, den Entwurfsverfasser sowie die Planung und Ausführung der Zuwegung hinzu.

Kosten für die Zuwegung

Auch für diese Leistung gilt hinsichtlich der Kosten: Es kommt darauf an! Die Größe der Zufahrt ist ebenso entscheidend wie besondere Bedingungen und das gewählte Pflastermaterial. Folgende Beispielberechnung, bei der für die Zufahrt eine Fläche von 80 m² angenommen wird, gibt einen ersten Anhaltspunkt:

Leistung Kosten in Euro
Bagger und Bodenaushub 850 bis 1.200
Unterbau für die Pflasterdecke inklusive Verdichten 1.000 bis 1.300
Pflasterdecke verlegen 1.500 bis 1.900
Einschlemmen der Fugen mit Sand 20
Personalkosten für 20 Personen und ca. 20 Arbeitsstunden 1.800
Gesamtkosten für die Zufahrt 5.170 bis 6.220
Tipp: Auch bei der Pflasterung der Zufahrt können die Kosten durch verschiedene Eigenleistungen gesenkt werden. Erfahrene und geschickte Bauherrn können die Pflasterarbeiten auch selbst durchführen, dann fallen lediglich die Materialkosten an.
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