Carportdach abdichten

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Carportdach abdichten

Ein Carport soll das Fahrzeug vor Regen und Nässe schützen. Diese Aufgabe kann es aber nur dann erfüllen, wenn das Carportdach auch richtig dicht ist. Dazu gibt es für Carports mit Flachdach grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Bitumenbahnen oder EPDM-Folien.

Abdichtung mit Bitumenbahnen

Der Klassiker unter den Dichtungsmitteln für Flachdächer ist nach wie vor Bitumen. Das Material wird in mehrlagigen Bahnen auf einer flächigen Verschalung verlegt und miteinander verschweißt. Um auch die Ränder abzudichten, wird dort ein Rahmen in Form einer Attika aus Blech angebracht, der die Abschlüsse der Bahnen überdeckt. Der Nachteil an Bitumenbahnen ist, dass sie in regelmäßigen Abständen repariert oder sogar erneuert werden müssen. Witterung, UV-Strahlung und mechanische Beschädigungen wirken sich im Laufe der Zeit negativ auf die Abdichtungsfunktion aus.

Auf den Randabschluss sollte besondere Aufmerksamkeit gerichtet werden
Auf den Randabschluss sollte besondere Aufmerksamkeit gerichtet werden

Verlegt werden die Bitumenbahnen im Schweißverfahren. Dazu werden die Bahnen mit einem Schweißbrenner erhitzt und kleben dann auf der Unterverschalung. Ebenso wird mit den Überlappungen auf der Dachfläche verfahren. Sobald das Material abgekühlt wird, ist es vollbelastbar. Bei gedämmten oder anderen besonders hitzeempfindlichen Unterbauten kommt das Kaltklebeverfahren zum Einsatz.

Garagendach abdichtung mit Bitumen © Dieter Pregizer, fotolia.com
Bitumenbahnen sind die Klassiker, wenn es um die Abdichtung von Carportdächern geht © Dieter Pregizer, fotolia.com

Zum Entfernen muss das Material entweder mühsam mit Hammer und Spachtel abgekratzt werden, eine andere Variante besteht im Einsatz von Trockeneis. Wird bereits vor 1970 verlegtes Bitumen entfernt, muss das Material auf den Teergehalt sowie einen eventuellen Asbestanteil überprüft werden.

Vorteile von Bitumenbahnen

Nachteile von Bitumenbahnen
  • Einfache Verlegung
  • Brandgefahr beim Verschweißen bzw. bei hoher Schichtdicke
  • Preisgünstig ( 5bis 9 Euro/ m²
  • Begrenzt haltbar (10 bis 15 Jahre)
Tipp: Als Synonym für Bitumenbahnen wird häufig der Begriff „Dachpappe“ verwendet.
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Abdichtung mit EPDM-Folie

EPDM-Folie ist ein moderner Abdichtungsstoff auf Kautschukbasis, der lange haltbar, dehnbar, UV- und ozonbeständig sowie ausgesprochen stabil ist. Das Material lässt sich auch als Schutzschicht gegen Durchwurzelung auf Gründächern einsetzen. Zur Verlegung auf dem Flachdach wird die Folie mit dem sauberen Untergrund und den seitlichen Blenden verklebt. Die Folien sind in großen Abmessungen erhältlich, so dass auf der Dachfläche selbst keine Schwachstellen in Form von Anschlussfugen entstehen. Werden mehrere Bahnen verlegt, werden die Fugen mittels Klebenahtbänder oder Vulkanisation verbunden.

EPDM-Folie wird in großen Formaten verlegt
EPDM-Folie wird in großen Formaten verlegt

Wichtig für die Verlegung ist, dass EPDM-Folie nicht unter Temperaturen von 10 Grad verarbeitet werden kann, da sich niedrigere Temperaturen negativ auf die Haftung des Flächenklebers auswirken.

Vorteile von EPDM-Folie Nachteile von EPDM-Folie
  • Dehnbar und elastisch
  • Teurer im Vergleich zu Bitumendachbahnen (8 bis 25 Euro/ m²)
  • Langlebig (rund 50 Jahre)
  • UV-, ozon- und chemikalienbeständig
  • Geringeres Gewicht als Bitumenbahnen
Tipp: Vor dem Verkleben sollte die Folie mindestens 20 Minuten auf dem Dach liegen, damit sie sich in Form legt.

Weitere Möglichkeiten der Carportabdichtung

Andere Möglichkeiten, das Carportdach abzudichten ist mittels Kunststoffbahnen oder Flüssigabdichtungen. Bei geneigten Carportdächern sorgt eine Dacheindeckung in Form von Trapezblechen, Dachziegeln oder anderen Materialien dafür, dass das Dach keine Feuchtigkeit durchlässt. Wichtig bei der Wahl der Dacheindeckung ist es zu prüfen, ob das Wunschmaterial auch für die vorhandene Dachneigung geeignet ist.

Bitumendachschindeln © bildlove, stock.adobe.com
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