Carport Konstruktion

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Das Carport Konstruktionsmaterial: Tragkraft für Dauerhaftigkeit

Standfestigkeit und Stabilität sind bei jeder Konstruktion zentrale Herausforderungen, die gewährleistet sein müssen. Bei einem Carport sind die auftretenden Kräfte aufgrund der Einfachheit der Konstruktion vergleichsweise gering, allerdings macht es schon einen Unterschied, ob das Dach mit einer leichten Bitumendachbahn oder schweren Betondachsteinen belegt ist. Mit den drei Konstruktionsmaterialien

  • Holz
  • Aluminium
  • Stahl

lässt sich die Konstruktion auf die jeweiligen Aufgaben anpassen. Jedes dieser Materialien bringt dabei seine eigenen spezifischen Eigenschaften sowie Vor- und Nachteile mit sich.

Holz: Natürliches Material mit Charme und Tragkraft

Wohl kaum ein zweites Material versprüht so viel Charme wie Holz. Es ist warm, ansprechend und wird von den meisten Menschen als schön empfunden. Hinzu kommt, dass es sich leicht verarbeiten lässt und eine hohe Tragkraft besitzt. Beeindruckend unter Beweis gestellt hat es diese konstruktive Stärke unter anderem als Stützmaterial in den Stollen von Bergwerken. Verglichen mit dieser Aufgabe sind die Anforderungen, die ein Carport an das natürliche Material stellt, sehr gering. Bei all diesen Vorteilen ist es kaum verwunderlich, dass die meisten Carports aus Holz errichtet wird.

Carport © GM Photography, fotolia.com
Carport aus Holz © GM Photography, fotolia.com

Für den tragenden unterbau des Carports eignen sich verschiedene Holzarten. Für Konstruktionszwecke ist Nadelholz wie Fichte und Tanne am verbreitetsten. Das hat mehrere Gründe:

  • Nadelholz wächst vergleichsweise schnell und ist daher günstiger als Laubholz
  • Durch das schnelle Wachstum ist es von seiner Grundstruktur flexibler
  • Nadelholz ist leichter als Laubholz, hat aber eine hohe konstruktive Festigkeit

Neben Nadelholz können allerdings ebenso Laubhölzer wie Eiche oder Buche zum Bau von Carports verwendet werden. Den Nachteil eines höheren Preises gleichen sie durch eine größere Robustheit gegenüber Witterungseinflüssen ein.

Die im Vergleich zu Stahl und Aluminium geringe Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit ist der größte Nachteil, den Holz aufweist. Holz ist ein natürliches, nachwachsendes Material, das mit der Zeit verrottet. In der Natur ist diese Eigenschaft mit der Rückfuhr der enthaltenen Nährstoffe verbunden und somit positiv. Beim der baulichen Nutzung ist sie negativ. Holz verlangt nach Holzschutz. Dieser kann

  • konstruktiv oder
  • chemisch

erfolgen. Konstruktiver Holzschutz verhindert, dass Feuchtigkeit an das Holz gelangt. Dies wird beispielsweise durch Dachüberstände erreicht. Ebenso zählen Bodenanker, die den Kontakt des Holzes mit dem feuchten Erdreich verhindern, zum konstruktiven Holzschutz. An chemischem Holzschutz stehen verschiedene Lasuren und Anstriche zur Verfügung. Darüber hinaus sind Nadelhölzer, die für den Einsatz im Außenbereich vorgesehen sind, meist schon ab Werk mit einer so genannten Kesseldruckimprägnierung versehen. Durch Anstriche lässt sich Holz auch in seiner Farbgestaltung dem Gusto der Bauherren anpassen.

Tipp: Da Holzschutz und Anstriche regelmäßig erneuert werden müssen, ist die Wahl von Holz immer auch mit einem höheren Wartungsaufwand verbunden. Dies sollte Bauherren im Vorfeld ihrer Entscheidung im Blick haben.
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Die Vor- und Nachteile von Holz im Überblick

Vorteile und Nachteile © Wogi, fotolia.com
Vorteile und Nachteile © Wogi, fotolia.com

Vorteile

  • Hohe ästhetische Qualität
  • Hohe konstruktive Festigkeit
  • Leichte Verarbeitung

Nachteile

  • Mangelnde Dauerhaftigkeit ohne entsprechende Schutzmaßnahmen
  • Relativ hoher Pflegeaufwand

Aluminium: Modern und dauerhaft für exklusive Carports

Neben Holz hat sich Aluminium fest unter den Konstruktionsmaterialien für Carports etabliert. Das Leichtmetall hat eine sehr hohe konstruktive Stabilität bei vergleichsweise geringem Gewicht. Das silbrige Aussehen wird als sehr ansprechend und modern empfunden. Somit lassen sich aus Aluminium auch sehr moderne Carport-Formen fertigen. Durch Einbrennlackierungen ist es zudem möglich, das Metall in nahezu jeder Farbgebung einzufärben. Somit sind der Gestaltung keinerlei Grenzen gesetzt. Aluminium ist resistent gegenüber Feuchtigkeit und daher ohne weitere Pflegemaßnahmen sehr dauerhaft. Lediglich die Reinigung ist in regelmäßigen Abständen notwendig, was allerdings vor allem ästhetische Gründe hat.

Carport aus Aluminium © Kenny, fotolia.com
Carport aus Aluminium © Kenny, fotolia.com

Die hohen Anforderungen bei der Verarbeitung sind hingegen ein Nachteil von Aluminium. Für einen Laien ist es praktisch unmöglich, das Metall flexibel anzupassen. Aluminium-Carports werden aus diesem Grund vorwiegend als Bausatz angeboten. Flexibel angepasste Carports aus Aluminium sind hingegen Sache eines darauf spezialisierten Fachbetriebs.

In Punkto Optik ist noch zu erwähnen, dass das Metall zwar nahezu unbegrenzt dauerhaft ist, in unbehandelter Form allerdings bereits nach einem relativ kurzen Zeitraum eine natürliche Patina ansetzt. Diese vermeidet fortan die Korrosion des Metalls, wird von den Meisten allerdings als optisch unschön empfunden.

Die Vor- und Nachteile von Aluminium im Überblick

Vorteile und Nachteile © Wogi, fotolia.com
Vorteile und Nachteile © Wogi, fotolia.com

Vorteile

  • Hohe konstruktive Festigkeit bei vergleichsweise geringem Gewicht
  • Moderne und ästhetische Optik
  • Durch Einbrennlackierungen in nahezu jeder Farbe erhältlich
  • Witterungsbeständig ohne weitere Schutzmaßnahmen
  • Geringer Pflegeaufwand

Nachteile

  • Relativ unflexibel in der Verarbeitung
  • Unbehandeltes Aluminium bildet eine Patina

Stahl: Ein Material für Jahrzehnte – und darüber hinaus

Besonders robust und dauerhaft ist ein Carport aus Stahl. Für den Bau einer solchen Konstruktion stehen zwei Arten des Materials zur Verfügung:

  • Edelstahl
  • verzinkter Stahl

Edelstahl behält dauerhaft sein metallisches Aussehen und rostet nicht. Er ist sehr beständig gegenüber Witterung und ermöglicht eine sehr moderne Gestaltung. Preislich ist Edelstahl allerdings sehr teuer.

Stahl Carports vor Reihenäuser © schulzfoto, fotolia.com

Verzinkter Stahl ist durch eine Zinkschicht vor Korrosion geschützt. Er lässt sich lackieren und damit farblich genau den Wünschen der Bauherren anpassen. An Schadstellen der Verzinkung kann der Stahl anfangen zu rosten.

Eine Stahlkonstruktion hat ein sehr hohes Gewicht. Dieses muss bei der Vorbereitung des Untergrundes und des Fundaments berücksichtigt werden. Hinzu kommt, wie bei Aluminium, dass eine Verarbeitung von Stahl für Laien nahezu unmöglich ist. Eine Stahlkonstruktion ist bei Carports somit fast ausschließlich eine Sache für den Fachmann. Einmal errichtet überzeugt ein Carport aus Stahl dann allerdings durch seine Robustheit, Dauerhaftigkeit und einen geringen Pflegeaufwand.

Die Vor- und Nachteile von Stahl im Überblick

Vorteile und Nachteile © Wogi, fotolia.com
Vorteile und Nachteile © Wogi, fotolia.com

Vorteile

  • Hohe konstruktive Festigkeit
  • Robust und auf lange Sicht witterungsbeständig
  • Durch Lackierungen gut farblich gestaltbar
  • Geringer Pflegeaufwand

Nachteile

  • Hohes Gewicht
  • Verarbeitung nur durch Fachleute möglich

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