Das Wichtigste in Kürze
- Betongaragen: Beschädigten Außenputz oder Anstrich instand setzen; Dach und Dachablauf halbjährlich kontrollieren.
- Stahlgaragen: Rost früh prüfen und Schäden je nach vorhandener Zink- und Lackschicht mit geeigneten Mitteln ausbessern.
- Holzgaragen: Lasur je nach Produkt und Wetterseite erneuern, Risse im Anstrich schnell schließen.
- Aluminiumtore rosten nicht wie Stahl, benötigen aber Oberflächenpflege; auch ihre Mechanik sollte nach Herstellerangaben geprüft werden.
Garage: Unterschiedliche Materialien verlangen verschiedene Pflegemaßnahmen
Bei der Garagenwartung sollte immer auch das Material selbst in Augenschein genommen und entsprechend gepflegt werden. Dabei ist der Wartungsaufwand der verschiedenen Materialien sehr unterschiedlich:

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- Bei Betongaragen sollten Außenputz und Anstrich auf Schäden geprüft und bei Bedarf instand gesetzt werden. Geeignete Beschichtungen dienen nicht nur der Optik, sondern können die Wände auch vor eindringender Feuchtigkeit schützen. Wichtiger für die Funktion ist das Dach: Die Fachvereinigung Betonfertiggaragen, der Branchenverband, empfiehlt, Dach und Dachablauf halbjährlich zu warten.


- Bei Stahlgaragen hängt die Pflege vom vorhandenen Korrosionsschutz ab. Verzinkte Flächen brauchen keinen pauschalen Neuanstrich; beschädigte Lackschichten sollten passend zum Beschichtungssystem ausgebessert werden. Kleinere Schadstellen, an denen sich Rost zeigt, können auch kleinflächig abgeschliffen und ausgebessert werden. Wie schnell ungeschützter Stahl korrodiert, hängt unter anderem von Feuchtigkeit und Salzbelastung ab. Grundsätzlich gilt aber: Rost an der Stahlgarage ist nie ein gutes Zeichen. Denn wenn der Rost nicht entfernt wird, korrodiert das Material immer weiter, bis es irgendwann durchgerostet ist.
- Bei Holzgaragen ist der Pflegeaufwand unter den Materialien meist am größten. Die Lasur des Holzes sollte je nach Produkt und Wetterseite regelmäßig erneuert werden, um den Witterungsschutz dauerhaft zu gewährleisten. Wie Sie Holz schon durch die Bauweise schützen, zeigt der Ratgeber Holzschutz im Außenbereich.
Stahlgarage: Welche Schutzschicht ist beschädigt?
Verzinkt Zink
Bei stückverzinkten Bauteilen kleine blanke Stellen reinigen und mit geeigneter Zinkstaubbeschichtung in der Regel mindestens 100 µm dick ausbessern; Zinkspray ist dafür meist ungeeignet. Bei bandverzinktem Blech Herstellervorgaben beachten.
Verzinkt und lackiert Duplex
Ist nur der Lack beschädigt, freiliegendes Zink nach Beschichtungsvorgabe vorbereiten und geeignet überstreichen. Ist auch die Zinkschicht beschädigt, zunächst den Korrosionsschutz passend zum Bauteil wiederherstellen.
Nur lackiert Lack
Rost und losen Lack gründlich entfernen, anschleifen und nach Herstellerangabe neu beschichten; hier schützt nur die Beschichtung.

Bei lackierten Holzgaragen sollten Sie die Beschichtung auf Risse im Lack prüfen. Denn ist ein Riss in dieser Schutzschicht, kann Feuchtigkeit in das Holz eindringen. Da es sich bei Holz um ein natürliches Material handelt, kann es in diesem Fall bei anhaltender Feuchte faulen. Dringt über längere Zeit Feuchtigkeit in Holzbauteile ein, können aufwendige Reparaturen nötig werden. Sind tragende Teile weich oder verformt, sollte ein Fachbetrieb den Schaden prüfen.
Pflegen oder prüfen lassen?
Am Zustand der Oberfläche lässt sich oft ablesen, was als Nächstes zu tun ist.
WennFeine, trockene Risse bis 0,4 mm an Betonfertiggaragen
Dann Beobachten
Bei Betonfertiggaragen können solche Risse normgerecht sein. Bei tropfendem Wasser, Abplatzungen oder zunehmender Rissbreite sollten Sie Hersteller oder Fachbetrieb einschalten.
WennLack blättert, darunter zeigt sich Rost
Dann Neu beschichten
Rost und losen Lack entfernen und die Stelle passend zur Schutzschicht ausbessern, bevor die Korrosion weiterwandert.
WennLasur an der Wetterseite fleckig abgewittert
Dann Nachstreichen
Fläche reinigen und nach Vorgabe des verwendeten Lasursystems vorbereiten: Lose Schichten entfernen; ob Anschleifen nötig ist, hängt vom Produkt und Zustand ab.
WennHolz an tragenden Teilen weich oder dauerhaft feucht
Dann Fachleute rufen
Fäulnis kann die Tragfähigkeit mindern; lassen Sie die Stelle von einem Zimmerer oder Tragwerksplaner prüfen.
Faustregel: Kleine Oberflächenschäden können Sie oft selbst beheben; bei Wassereintritt, erheblicher Korrosion oder Schäden an tragenden Teilen Fachleute hinzuziehen.

Behandlung des Garagentores
Die Wartung der Materialien schließt selbstverständlich das Garagentor mit ein. Hier gilt dasselbe wie für die anderen Bereiche der Garage. Ob und wann ein Tor neu gestrichen werden sollte, hängt von Material, vorhandener Beschichtung, Oberflächenzustand und Herstellerangaben ab.
Aluminium ist als Material für das Garagentor rostbeständig. Reinigen Sie die Oberfläche nach Herstellerangaben und bessern Sie Schäden an einer vorhandenen Beschichtung bei Bedarf aus. Die Mechanik – etwa Federn, Seile, Laufschienen und gegebenenfalls ein Antrieb – sollte nach Herstellerangaben geprüft werden. Arbeiten an gespannten Federn und Seilen gehören in sachkundige Hände.
Das Wichtigste in Kürze Ein neuer Anstrich lohnt sich, solange das Tor technisch einwandfrei läuft; die Vorbehandlung richtet sich nach… weiterlesen




