Das Wichtigste in Kürze
- Prüfen Sie Dachfläche, Nähte, Dachränder und Abläufe regelmäßig; bei Betonfertiggaragen empfiehlt der Branchenverband eine halbjährliche Dachwartung.
- Schäden an der Dachabdichtung zeigen sich innen oft erst spät als feuchte Stelle an der Decke.
- Bei Steildächern auf verrutschte Ziegel, Schindeln und den First achten.
- Feuchte am Fuß einer Holzwand kann von einer defekten Sperrschicht, aber auch von Spritzwasser kommen.
- Zeitweiliges Kondensat kann nach Temperatursprüngen auftreten; bleibt die Garage feucht, sollten Sie die Ursache prüfen lassen.
Für eine lange Lebensdauer: Abdichtungsschäden bei der Garage erkennen
Die Abdichtung ist ein zentraler Bestandteil jeder Garage. Sie verhindert am Dach, dass Feuchtigkeit in die tragende Konstruktion eindringen und dort Schäden verursachen kann. Ebenso verhindert eine Abdichtung im Bodenbereich, dass Feuchtigkeit von außen in Wände und Boden der Garage eindringt. Bei der Wartung sollten die Eigentümer die Abdichtungen der Garage genau in Augenschein nehmen. Zeigen sich Schadstellen, besteht dringender Handlungsbedarf.

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Bitumenabdichtungen genau betrachten
Garagen aus Holz oder auch gemauerte Garagen sind am Dach – sofern sie ein Flachdach haben – in der Regel mit Bitumendachbahnen abgedichtet. Bitumenbahnen werden häufig mehrlagig verlegt; je nach System gibt es auch einlagige Ausführungen. Ihre Nähte und Überlappungen werden systemgerecht verklebt oder verschweißt.
Auf der einen Seite kann der Eigentümer der Garage schauen, ob die Bitumenabdichtung in der Fläche bereits irgendwelche schadhaften Stellen aufweist. Darüber hinaus sind die Nahtstellen, an denen die Dichtbahnen aneinanderstoßen, die Schwachstellen der Abdichtung. Hier dürfen keine Risse oder ähnliches auftreten. Dasselbe gilt auch für Abdichtungen aus Kunststoffbahnen.
Anfällig sind außerdem Dachränder, Wandanschlüsse und Dachabläufe: Hier treffen Bahnen auf andere Bauteile, und Laub staut das Wasser. Bei Betonfertiggaragen gehört die Dachabdichtung im Regelfall zum werkseitig hergestellten Bauprodukt; die Fachvereinigung Betonfertiggaragen, der Branchenverband, empfiehlt, Dach und Dachablauf halbjährlich zu warten. Wie ein Garagendach aufgebaut ist, zeigt der Ratgeber Garagendach.
Abdichtung prüfen: die typischen Schwachstellen

Eine schadhafte Abdichtung ist im Inneren der Garage über einen längeren Zeitraum noch nicht erkennbar. Irgendwann zeigen sich allerdings feuchte Stellen an der Decke, was auf einen größeren Schaden hindeuten kann. Gerade bei Holzgaragen oder Deckenkonstruktionen aus Holz bedeutet Feuchtigkeit eine große Gefahr für das Material.
Nicht jede feuchte Decke bedeutet allerdings ein Leck: Nach Temperatursprüngen kann sich in unbeheizten Garagen zeitweise Kondensat auf Decke und Wänden bilden. Laut Fachvereinigung Betonfertiggaragen ist zeitweiliges Kondensat bei Betonfertiggaragen für sich genommen kein Mangel; anhaltende Feuchte sollte dennoch abgeklärt werden. Ein Leck zeigt sich eher als begrenzte Stelle, die nach Regen oder Tauwetter feucht wird.
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Dachwartung bei Steildächern

Bei Steildächern kommt es auf die Art des Bedachungsmaterials an, wie die Wartung vonstattengehen sollte:
- Ist das Steildach mit Bitumenwellplatten oder Bitumenschindeln belegt, sind die Übergänge der einzelnen Elemente in Augenschein zu nehmen. Außerdem ist die Abdeckung am First eine Stelle, an der sich leicht Schäden erkennen lassen.
- Bei eingedeckten Dächern, deren Bedachung aus Dachziegeln, Dachschindeln oder Dachsteinen besteht, sollte man auf Fehlstellungen der einzelnen Elemente achten. Verrutschte Ziegel oder Schindeln bergen die Gefahr, dass Lücken entstehen, durch die Feuchtigkeit in den Dachstuhl eindringen kann.
Abdichtung im Bodenbereich

Im Bodenbereich müssen vor allem Garagen aus Holz vor Feuchtigkeit aus dem Untergrund geschützt werden. Dazu wird in der Regel zwischen dem Boden und der unteren Kante der Garagenwände eine Abdichtung aus Bitumenbahnen eingebaut. Diese verhindert aufsteigende Feuchtigkeit. Zeigen sich feuchte Stellen im unteren Bereich der Holzwand, kann die Abdichtung defekt sein.
Häufig ist aber Spritzwasser die Ursache, wenn das Holz zu nah am Boden sitzt – die Holzschutznorm nennt im Regelfall mindestens 30 cm Abstand zum Gelände. Lassen Sie klären, woher die Feuchte kommt, bevor Sie die Abdichtung erneuern. Dringt Wasser dagegen unter dem Tor ein, liegt es oft an der Fuge zur Zufahrt – mehr dazu im Ratgeber Garagentoreinfahrt abdichten.
Feuchte Stelle: ausbessern oder Abdichtung erneuern?
1. Tritt die Feuchte bei Regen oder Tauwetter an einer bestimmten Stelle auf?
2. Ist die Schadstelle klein und klar erkennbar, etwa ein Riss an einer Naht oder eine offene Anschlussfuge?
3. Ist die Dachhaut großflächig spröde, rissig oder voller Blasen?
Das Wichtigste in Kürze Erst die Ursache klären: Feuchte in der Garage kann auch von Kondenswasser, Anschlüssen oder verstopften Abläufen… weiterlesen




