Dachneigung und Dacheindeckung beim Carport

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Dachneigung und Dacheindeckung beim Carport

Vom Flachdach bis zum Satteldach – für Carports ist fast jede Dachneigung denkbar. Ausschlaggebend für die Wahl sind Optik, Nutzung und Dacheindeckung. Auf jeden Fall wichtig ist es, das Dach so zu gestalten, dass der Carport seine Hauptfunktion erfüllt, nämlich das Fahrzeug vor Regen, Hagel und Schnee oder auch übermäßiger Sonneneinstrahlung zu schützen.

Auf alle Fälle wichtig: Ein Entwässerungssystem

Ob Flach- oder Steildach: Jeder Carport braucht eine funktionierende Entwässerung. Wie diese gestaltet wird, hängt vorwiegend von der Dachneigung ab. So werden Flachdächer häufig über einen innenliegenden Abfluss entwässert. Dieser ist an ein Fallrohr angeschlossen, dass das Wasser in die Kanalisation oder eine Regengrube abgeleitet wird. Dächer mit größerer Dachneigung lassen sich über eine Regenrinne, die an der oder den Traufseiten angebracht ist, entwässern. Auch hier erfolgt die Ableitung über ein Fallrohr. Das aufgefangene Wasser kann zur Gartenbewässerung oder bei entsprechender Installation als Brauchwasser genutzt werden.

Wichtig für die Entwässerung ist auch die Dachneigung
Wichtig für die Entwässerung ist auch die Dachneigung

Geneigt sein müssen allerdings nicht nur die Dachflächen. Auch die Stellfläche selbst sollte eine Neigung besitzen, damit Regen- oder Kondenswasser vom Fahrzeug oder im Winter bei der Schneeschmelze sauber abließen kann und sich unter dem Carport keine Pfützen bilden.

Tipp: Auch Flachdächer brauchen eine Mindestneigung in Richtung des Abflusses, damit auf dem Dach kein Wasser stehen bleibt.
Carport aus Holz © Hermann, stock.adobe.com
Das Flachdach ist die üblichste und einfachste Dachform fürs Carport © Hermann, stock.adobe.com
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Carport mit Flachdach

Das Flachdach gehört zu den klassischen Dachformen für Carports. Als Eindeckung für Flachdächer mit einem Mindestgefälle von 2 bis 3 Grad eignen sich:

  • Bitumenbahnen oder auch Dachpappe bieten eine kostengünstige und langlebige Eindeckung für ein Flachdachcarport dar. Die Bahnen werden auf einer flächigen Unterkonstruktion aus Holz oder OSB-Platten verlegt, die Ränder werden mit einer Attika aus Metall abgedeckt und abgedichtet. Durch eine Holzverschalung auf der Unterseite entsteht im Carport eine ansprechende Optik.
  • EPDM-Folie besteht aus Kautschuk und ist speziell für Carports oder Garagendächer geeignet. Die Folie wird auf einer Holzverschalung aufgeklebt, abgedichtet und an den Carporträndern mit einer Attika abgedeckt und fixiert. Wie bei der Bitumenbahn ist die Folie durch eine Unterverschalung aus Holz nicht sichtbar. EPDM-Folie kann in einem Stück bestellt werden, dadurch entstehen auf der Dachfläche selbst keine Fugen. Die Folie ist auch unter Gründächern als Abdichtung geeignet.
  • EPDM-Folie wird in großen Formaten verlegt
    EPDM-Folie wird in großen Formaten verlegt
  • Begrünte Carportdächer werden meist extensiv bepflanzt. Auf einer entsprechenden Unterkonstruktion mit Abdichtung wird das Substrat aufgebracht, in dem die Pflanzen wachsen. Wichtig bei dieser Variante des Daches: Die Carportkonstruktion muss für die zusätzlichen Lasten konstruiert sein.

Carports mit Flachdach eignen sich auch ausgezeichnet als Balkon, der direkt vom Wohngebäude aus betreten werden kann. Auch hier darf das Gefälle, Abdichtung und Entwässerung nicht vergessen werden. Die Dachkonstruktion liegt in diesem Fall unter dem Terrassenbelag.

Das Dach bestimmt den Charakter des Carports
Das Dach bestimmt den Charakter des Carports

Carport mit Pultdach oder Satteldach

Pultdächer sind einseitig geneigte Dächer, die auch für Carports geeignet sind und eine moderne, ansprechende Optik bieten, Satteldächer sind nach beiden Seiten hingeneigt. Zusätzlich entsteht bei größeren Neigungen Platz unter dem Dach, der bei Bedarf als Lager- und Stauraum genutzt werden kann. Die ideale Dachneigung von Pultdächern liegt zwischen 7 und 15 Grad, für Satteldächer zwischen 15 und 25 Grad. Größere Dachneigungen sind bei entsprechender Konstruktion ebenfalls möglich. Welche Dacheindeckung geeignet ist, hängt von der Dachneigung ab:

  • Trapezbleche sind leicht und benötigen deshalb auch nur eine einfache Unterkonstruktion, zum Beispiel aus Dachlatten. Durch die eingearbeiteten Sicken fließt das Regenwasser gut zur Regenrinne auf der Traufseite ab. Die Bleche sind in vielen verschiedenen Farben erhältlich und eignen sich für Dachneigungen ab 5 Grad.
  • Ziegel können auf Dächern ab einer Neigung von 22 Grad verlegt werden, für einzelne Ziegelarten oder Eindeckungsformen sind auch höhere Dachneigungen erforderlich. Ist die Dachneigung zu gering, wird das Dach undicht und es regnet in das Carport hinein. Für diese Form der Dacheindeckung ist eine entsprechende Unterkonstruktion aus Sparren und Dachlatten erforderlich. Die Entwässerung erfolgt über eine Regenrinne. Besonders in schneereichen Gebieten sind Ziegeleindeckungen aufgrund ihrer hohen Belastbarkeit ideal.
  • Auch Pult- und Satteldächer können mit Bitumenbahnen oder EPDM-Folien eingedeckt werden. Hier gelten ähnliche Regeln wie beim Flachdach.
Tipp: Durch die Dachneigung wird der Carport mit Pultdach oder Satteldach insgesamt höher als eine Ausführung mit Flachdach. Dies ist insbesondere hinsichtlich der Genehmigungsfreiheit zu beachten.
Carport aus Holz mit Stehfalz Metalldach © Hermann, stock.adobe.com
Carport aus Holz mit Stehfalz Metalldach © Hermann, stock.adobe.com

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Andere Dachformen

Grundsätzlich können Carports in allen Dachformen überdacht werden, also auch mit Walmdach oder Tonnendach. Die geeignete Dacheindeckung richtet sich auch dann nach dem persönlichen Geschmack und der gewünschten Dachneigung. Zu beachten ist: Je aufwändiger die Dachform, umso aufwändiger ist auch die Carportkonstruktion. Auch hinsichtlich der Kosten besteht ein großer Unterschied zwischen einem einfachen Carport mit Flachdach und einer Konstruktion mit Steildach.

Sonderform: Carportdach aus Glas

Wird Glas als Dacheindeckung für einen Carport gewählt, bringt dies besondere Herausforderungen mit sich. So muss zwingend für Überkopfverglasungen Sicherheitsglas verwendet werden, eine entsprechend stabile Konstruktion ist ebenso erforderlich wie eine ausreichende Dachneigung, um einen Selbstreinigungseffekt zu erzielen. Optisch wirken diese Carports sehr modern, leicht und hell, allerdings hat das gläserne Dach auch Nachteile: Das Fahrzeug ist der UV-Strahlung ausgesetzt und heizt sich deshalb an warmen Tagen unter dem Carport stark auf. Aufgrund der erforderlichen stabilen Konstruktion und des hohen Materialpreises sind Glasdächer deutlich teurer als andere Dachmaterialien.

Tipp: Gemindert werden kann der Effekt der Aufheizung durch ein Milchglasdach.
Carport aus Metall und Glas © U.J. ALexander, stock.adobe.com
Ein Glasdach macht den Carport zum Hingucker © U.J. ALexander, stock.adobe.com

Dachform und Baugenehmigung

In vielen Fällen dürfen Carports genehmigungsfrei errichtet werden, die jeweiligen Vorschriften sind in den Landesbauordnungen zu finden. Meist gibt es hinsichtlich der Grundfläche, aber auch in Bezug auf die Höhe Grenzen. So endet die Genehmigungsfreiheit meist dann, wenn der Carport eine Höhe von 3,0 m überschreitet. Dies ist bei der Auswahl der Dachneigung mit zu beachten. Wird ein Satteldach gewählt, kann die maximale Höhe schnell überschritten werden und es muss ein Bauantrag für das Projekt gestellt werden.

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