Carport für Wohnmobile

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Carport für Wohnmobile: Worauf es bei einem XXL Unterstand für Wohnwagen oder Wohnmobil ankommt

Carport fürs Wohnmobile sind, wie der Name schon sagt, Unterstände für Wohnmobile und Wohnwagen. Dabei handelt es sich um Prinzip um XXL-Varianten der klassischen Carports, wie sie von vielen Menschen als alternativer Unterstand für ihre PKWs verwendet werden. Allerdings ergeben sich aus der enormen Größe eines Wohnmobil Carports einige Besonderheiten. Diese beziehen sich auf die Art der Konstruktion und das Baurecht. Außerdem ist es natürlich auch eine Platzfrage, ob und wo auf einem Grundstück ein Carport für Wohnmobile platziert werden kann. Im folgenden erfahren Sie die Antworten zu den wichtigsten Fragen rund um die Variantenvielfalt, Vorteile, rechtliche Aspekte und das Thema Statik rund um Wohnmobil-Carports.

Wohnmobil © 4th Life Photography, stock.adobe.com
Gut geschützt vor Regen, Schnee und UV-Strahlung steht das Wohnmobil im Carport © 4th Life Photography, stock.adobe.com

Hintergrund: Welche Arten von Wohnmobil-Überdachungen gibt es?

Im Prinzip handelt es sich bei einem Carport für Wohnmobile um eine Sonderform des klassischen Carports. Das bedeutet, es handelt sich dabei um eine Konstruktion aus Stützen und einem Dach. Die Länge, Höhe und auch Breite eines Caravan Carports besitzen jedoch deutliche andere Dimensionen, als die eines herkömmlichen Caravans für PKW. Daraus ergeben sich in Bezug auf die Konstruktionsweise entsprechend höhere Anforderungen. Auch in Bezug auf baurechtliche Anforderungen sowie den Preis unterscheidet sich der Wohnmobil-Unterstand vom PKW-Unterstand.

Caravan-Carports gibt es sowohl als Einzel- als auch als Mehrfach-Unterstände. Aufgrund des hohen Platzbedarfs dürften Carports für mehrere Wohnmobile auf Privatgeländen jedoch die Ausnahme darstellen. Außerdem können Wohnmobil-Carports entweder frei stehend auf dem Grundstück platziert oder an ein Gebäude angebaut werden. Zudem gibt es unterschiedliche Materialien, aus denen ein Carport für einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil errichtet werden kann: Neben dem Klassiker Holz können auch Stahl oder Aluminium verwendet werden. Für das Dach kommen, insbesondere bei angebauten Caravan-Carports auch Glas oder Doppelstegplatten aus Kunststoff in Betracht.

Zudem können Unterstände für Caravane mit unterschiedlichen Dacharten ausgestattet werden:

  • Flachdach
  • Pultdach
  • Satteldach
  • Tonnendach
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Einsatzgebiete: Was sind die Vorteile von einem Carport für Wohnmobile?

Wer einen Wohnwagen oder ein Wohnmobil besitzt, nutzt diese meist nur für Urlaubsreisen, vielleicht noch für Kurztrips am Wochenende. Die restliche Zeit des Jahres wartet der Caravan auf seinen nächsten Einsatz. Das Problem ist, dass Wohnmobile und Wohnwagen nicht als Langzeitparker auf öffentlichen Parkplätzen oder am Straßenrand abgestellt werden dürfen. Das Abstellen über einen längeren Zeitraum ist daher nur auf angemieteten Stellplätzen oder auf dem eigenen Grundstück möglich. Da ein Wohnwagen oder Wohnmobil leicht mehrere zehntausend Euro wert sind, ist das Risiko von Diebstahl oder Beschädigung auf angemieteten aber unbewachten Parkplätzen meist zu hoch.

Ein Carport bietet dem Caravan zwar keinen Schutz vor Diebstahl, kann diesen jedoch vor anderen Beschädigungen und vorzeitiger Alterung schützen:

  • Regen und Schnee werden abgehalten
  • Schutz vor herabfallenden Gegenständen bei starkem Wind
  • Sonnenschutz und damit Schutz vor Ausbleichen des Lacks
  • Dank der Umlüftung wird das Risiko der Rostbildung reduziert

Zudem kann der Caravan im Schutz des Carports be- und entladen werden. Auch Reparaturen können im Trockenen erfolgen.

Außerdem kann sich das Vorhandensein eines Carports positiv auf die Höhe der Autoversicherung auswirken. Zwar sind mögliche Einsparungen in der Regel bei einer Garage größer, doch auch ein Carport kann bereits die Kosten drücken. Denn ein Carport bietet je gerade Schutz vor Schäden am Wohnmobil oder Wohnwagen und verringert damit auch das finanzielle Risiko der Versicherung.

Im Gegensatz zu einer Caravan-Garage bietet ein XXL-Carport den Vorteil, dass dieser deutlich preisgünstiger ist. Zudem ist die Konstruktion eines Carports weniger anspruchsvoll als die einer großen Garage. Und schließlich ist die Gefahr von Rostbildung in einem Carport geringer als in einer Garage.

Wohnmobilgarage © ZAPF
Die Wohnmobilgarage als Alternative zum Carport © ZAPF

Planung: Worauf ist bei der Auswahl eines Caravan-Unterstands zu achten?

Neben den grundsätzlichen Überlegungen zu Materialwahl und Form des Daches, gibt es noch weitere Punkte bei der Planung eines Wohnmobil-Unterstandes zu bedenken:

  • Größe: Wie hoch, breit und lang soll der Carport werden? Dies hängt natürlich von dem aktuellen Caravan-Modell ab. Allerdings sollte auch überlegt werden, ob in absehbarer Zeit ein größeres Modell angeschafft werden soll. Außerdem sollte überlegt werden, ob seitlich neben der Stellfläche Platz zum Arbeiten an dem Caravan sowie be- und entladen im geschätzten Bereich vorhanden sein soll.
  • Ausstattungsmerkmale: Ein Carport kann mit Seitenelementen als Sicht- oder Wetterschutz ausgerüstet werden. Auch der Anbau eines Gerätehauses, in dem Zubehör für den Caravan gelagert werden kann, ist möglich.
  • Bodenbelag: Anders bei einer Garage müssen Bauherren sich bei einem Carport auch Gedanken darüber machen, wie der Bodenbelag ausgestaltet werden soll. Gerade bei einem großen, schweren Gefährt wie einem Caravan muss hier neben der Optik auf die Belastbarkeit geachtet werden.
Wichtige Punkte bei der Planung eines Caravan-Carports
Wichtige Punkte bei der Planung eines Caravan-Carports

Baurecht: Welche rechtlichen Fragen sind rund um den Bau eines Wohnmobil-Carports erforderlich?

Die Frage, ob für einen Caravan-Carport eine Baugenehmigung erforderlich ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn die Antwort hängt von mehreren Aspekten ab:

  • Bundesland, in dem der Carport errichtet werden soll: Beim Baurecht gelten die jeweilige Landesbauordnung sowie Vorschriften von Länder und Kommunen. Es ist daher wichtig, vor Beginn der Baumaßnahmen Kontakt mit dem zuständigen Bauamt aufzunehmen. Hier erhalten Bauherren verlässliche Informationen zu den geltenden Regeln. Insbesondere wird darüber informiert, ob die Errichtung des geplanten Carports genehmigungsfrei ist oder eine Bauanzeige oder sogar eine Baugenehmigung erforderlich ist.
  • Größe des Carports: Auch die Größe des Carports, also sowohl die Grundfläche als auch die Höhe des Bauwerks, können einen Einfluss auf die Frage nach der Notwendigkeit einer Baugenehmigung haben.
  • Lage auf dem Grundstück: Je nachdem, ob der Carport direkt an der Grundstücksgrenze zum Nachbarn oder mittig auf dem eigenen Grundstück errichtet werden soll, ist ausschlaggebend.
Muss der Carport genehmigt werden: Am besten Sie fragen nach
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Sicherheit: Was ist eine Statik und ist sie für den Bau eines Carports für Wohnmobile erforderlich?

Eine Statikberechnung gibt Auskunft darüber, ob ein Gebäude den zu erwartenden Belastungen standhalten wird. Mit anderen Worten: ob das Gebäude sicher ist. Um herauszufinden, ob es sich bei einem Gebäude um eine statisch einwandfreie, also sichere und tragfähige Konstruktion handelt, sind aufwändige Berechnungen notwendig. Und das auch schon bei einem vergleichsweise simplen Bauwerk wie einem Carport. Bei einem Caravan Carport besteht gegenüber dem klassischen Carport die Herausforderung in der Größe der Konstruktion. In fasten jedem Winter gibt es Beispiele von Hallenkonstruktionen, die unter den Schneelasten zusammenbrechen. Hier wurde die Statik nicht ausreichend berechnet – oder Sanierungsarbeiten sind ausgeblieben, so dass das Gebäude nicht mehr den in der Statik zugrundeliegenden Daten entsprach.

Ob eine Statikberechnung für die Errichtung eines Caravan-Carports erforderlich ist, hängt von zwei Dingen ab:

  • Grundsätzlich ist es immer sinnvoll, ein Gebäude nur mit geprüfter Statik zu errichten. Denn sonst kann es sein, dass der Carport bei einem Unwetter oder durch die Schneelast einfach zusammenbricht.
  • Aus rechtlicher Sicht ist eine Statik zumindest immer dann erforderlich, wenn eine Baugenehmigung beantragt werden muss.
  • Auch aus Haftungsgründen ist es sehr sinnvoll, eine Statik für einen Caravan-Carport erstellen zu lassen. Sollte es aufgrund eines Unwetters zu eine Schaden an dem abgestellte Fahrzeug kommt, kann das Fehlen einer Statik dazu führen, dass die Versicherung nicht bezahlt.
Frei geplanter Carport: Statik und Konstruktion gehören zusammen
Frei geplanter Carport: Statik und Konstruktion gehören zusammen

Bei der Berechnung einer Statik muss eine Vielzahl von Aspekten berücksichtig werden. Daher sollte diese immer von einer Fachfirma erstellt werden. Verzichtet werden kann auf die Beauftragung eines Fachfirma nur dann, wenn die Wahl auf einen Caravan-Carport von der Stange fällt. Denn diese Fertig-Carports besitzen alle bereits eine Statik.

Von der Stange, frei geplant durch eine Fachfirma oder selbst gebaut: Was sind die Vor- und Nachteile dieser Varianten der Wohnmobil-Unterstände?

Grundsätzlich haben Bauherren die Wahl, ob sich Bauherren für einen Fertig-Carport für ihren Caravan entscheiden, eine Architekten oder Tischler-Betrieb mit der Kreation beauftragen oder selbst einen Unterstand planen. Da es sich bei einem Wohnmobil-Unterstand jedoch um ein recht großes Bauwerk handelt, sollten nur wirklich versierte Heimwerker sich an den Selbst-Bau wagen. Selbst der Aufbau eines Caravan-Carports durch den Laien kann schnell eine Herausforderung werden. Denn aufgrund der Größe gehört auch der Aufbau eines Fertig-Carports in die Hände von Fachleuten, um Unfällen während des Aufbaus oder während des Betriebs zu verhindern.

Bei der Entscheidung zwischen einem Fertigcarport und einem frei geplanten Carport geht es primär um gestalterische und finanzielle Aspekte. In gestalterischer Hinsicht bietet ein frei geplanter Carport einen weit größeren Spielraum. Hier kann der Unterstand beispielsweis optimal auf die Optik des Hauses abgestimmt werden. Fertig-Carports hingegen sind in der Regel günstiger als die frei geplanten.

Fazit

Die Anschaffung eines Caravan-Carports ist für Besitzer eines Wohnmobils oder Wohnwagens eine sinnvolle Investition, um den Caravan vor Wind und Wetter zu schützen. Bauherren haben die Wahl zwischen einen Selbstbau, wovon abzuraten ist, einem fertig-Carport sowie einem frei geplanten Carport. Auch bei den Materialien und dem Design haben Bauherren die Wahl.

Wichtig: Vor dem Beginn der Arbeiten sollten Bauherren Kontakt zum zuständigen Bauamt aufnehmen, um abzuklären, ob eine Baugenehmigung oder Bauanzeige erforderlich ist und welche anderen rechtliche Aspekte zu bedenken sind.
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