Carport Materialvergleich

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Carport Materialvergleich: Vor- und Nachteile sowie Kosten von Carports aus Holz, Stahl und Aluminium

Holz, Stahl oder doch lieber Aluminium: Das ist die Frage, mit der sich Bauherren vor der Wahl für ein Carport Material ausreichend Zeit nehmen sollten. Denn die Materialwahl hat weitreichend Folgen. Diese betreffen vor allem den Anschaffungspreis aber auch den Wartungsaufwand sowie die Lebensdauer des Carports. Auch in Bezug auf das gewünschte Design spielt das Carport Material eine große Rolle. Denn auch, wenn der Carport zu allererst dem Schutz des Autos dienen soll, so sollte dieser doch auch optisch auf das Wohnhaus abgestimmt sein. Dieser Artikel zum Thema Carport Materialvergleich bietet einen übersichtlichen Leitfaden für die Entscheidungsfindung:

Carport Materialien: Unterschiedliche Vor- und Nachteile
Carport Materialien: Unterschiedliche Vor- und Nachteile

Hintergrund: Was sollten Bauherren zum Thema Carport wissen?

Ein Carport dient vorrangig dazu, um das Auto oder ein anderes Fahrzeug vor Wind und Wetter geschützt abzustellen. Vielfach wird er heute entweder als preisgünstige Alternative zur Garage genutzt oder als Abstellplatz für den Zweitwagen. Carports können entweder an ein bestehendes Gebäude, also an das Wohnhaus oder eine Garage, angebaut oder freistehend errichtet werden.

Ob für einen Carport eine Baugenehmigung erforderlich ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Denn Baurecht ist Länderrecht. Das bedeutet, das die jeweilige Landesbauordnung Aufschluss darüber gibt, ob eine Baugenehmigung oder eine Bauanzeige gefordert ist oder ob die Errichtung des Carports genehmigungsfrei erfolgen kann. Zur Sicherheit sollte vor dem Baubeginn immer das zuständige Bauamt in die Planung mit einbezogen werden.

Carport Materialwahl: Auch eine Frage des Stils
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Carport Materialvergleich 1: Welche Materialien stehen für die tragende Konstruktion zur Auswahl?

Grundsätzlich haben Bauherren die Wahl zwischen den Materialien Holz, Stahl und Aluminium, um die tragende Konstruktion von ihrem PKW-Unterstand zu errichten. Daher sollen in diesem Carport Materialvergleich die Vor- und Nachteile dieser drei Materialien dargestellt werden.

Material: Holz

Carport aus Holz © U. J. Alexander, fotolia.com
Carport aus Holz © U. J. Alexander, fotolia.com

Bei einem Carport aus Holz handelt es sich um einen Klassiker. Ein solches Carport-Modell hat viele Vorteile aber auch einige Nachteile.

Vorteile:

  • Geringer Anschaffungspreis für Basismodelle
  • Holz ist ein nachhaltiger Rohstoff
  • Holz ist auch für Heimwerker leicht zu bearbeiten
  • Carport aus Holz kann auch nachträglich noch leicht erweitert werden (etwa durch Seitenwände)
  • Viele Designmöglichkeiten umsetzbar

Nachteile:

  • Ein Holz-Carport ist sehr pflegeintensiv: Meist muss er jedes Jahr gestrichen werden.
  • Anfällig für Befall mit Schädlingen oder Schimmel
  • Hohe laufende Kosten

Material: Aliminium

Carport aus Aluminium © Kenny, fotolia.com
Carport aus Aluminium © Kenny, fotolia.com

Carports aus Aliminium besitzen eine hohe Stabilität bei einem geringen Gewicht. Zudem besitzen Aluminium-Carports eine moderne Optik.

Vorteile:

  • Geringes Gewicht
  • Witterungs- und rostbeständig
  • Gute Stabilität (Statik)
  • Vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten
  • Lange Lebensdauer
  • Sehr wartungsarm

Nachteile:

  • Hohe Anschaffungskosten
  • Anfällig gegenüber Streusalz
  • Lässt sich nachträglich nur schwer erweitern (etwa um Seitenwände)

Material: Stahl

Carports vor Reihenäuser © schulzfoto, fotolia.com
Carports aus Stahl © schulzfoto, fotolia.com

Stahl besitzt eine Traglast und hält daher auch starken Belastungen durch Sturm oder Schnee stand.

Vorteile:

  • Hohe Anschaffungskosten aber dabei nahezu wartungsfrei
  • Witterungs- und rostbeständig
  • Gute Stabilität (Statik)
  • Lange Lebensdauer

Nachteile:

  • Recht hohes Gewicht
  • Schwer zu bearbeiten
  • Lässt sich nachträglich nur schwer erweitern (etwa um Seitenwände)

Carport Materialvergleich 2: Welche Materialien stehen für die Dachkonstruktion zur Auswahl?

Auch bei der Dacheindeckung haben Bauherren unterschiedliche Materialoptionen. Außerdem hat die Materialwahl bei der Dacheindeckung ebenfalls einen großen Einfluss auf die Kosten. Daher gehört zum Carport Materialvergleich auch die Dacheindeckung. Welches Material für die Dacheindeckung geeignet ist, hängt auch von der gewählten Dachkonstruktion ab. Zudem muss das Material für die Dacheindeckung bei der Statik berücksichtigt werden, da das Gewicht der Materialien zum Teil sehr unterschiedlich groß ist.

  • Bitumenbahnen oder Bitumenschindeln: Hierbei handelt es sich um eine sehr preisgünstige Lösung, die zudem ein sehr geringes Gewicht hat.
  • Dachziegel oder Dachsteine: Diese Eindeckungsart verleiht dem Carport einen hochwertigen Look. Das Gewicht von Dachziegeln und Dachsteinen ist recht hoch.
  • Glas (Sicherheitsglas): Glas hat den Vorteil, dass der Bereich unterhalb des Carports mit Tageslicht versorgt wird. Das ist insbesondere dann von Vorteil, wenn es sich um einen an das Wohnhaus angebauten Carport handelt und ein Fenster oder die Haustür mitüberdacht wird.
  • Doppelstegplatten: Dieses Material bietet eine preisgünstige und leichtere Alternative zum Glasdach.
  • Metalldach: Ein Dach aus Stahl oder Aluminium verleiht einem Carport eine sehr moderne Optik. Auch lassen sich mit diesem Material sehr aufwändige Dachformen, wie Tonnendächer, gestalten.
Das Dach bestimmt den Charakter des Carports
Das Dach bestimmt den Charakter des Carports

Welche Aspekte sollten beim Carport Materialvergleich zusätzlich bedacht werden?

Welches Material für ein Carport-Projekt das Optimale ist, hängt auch davon ab, welches Design umgesetzt werden soll. Dies betrifft insbesondere folgende Aspekte:

  • Größe des Carports
  • Dachform
  • Seitenelemente
  • Integrierte Geräteschuppen
Aluminium-Holz-Carport © schulzfoto, fotolia.com
Materialien kombinieren: Aluminium-Holz-Carport © schulzfoto, fotolia.com
Carport aus Metall und Glas © U.J. ALexander, stock.adobe.com
Materialien kombinieren: Carport aus Metall und Glas © U.J. ALexander, stock.adobe.com

Zum Teil kann es auch sein, dass das Baurecht Vorgaben in Bezug auf die Materialwahl macht. Das kann insbesondere in Denkmalschutz-Gebieten der Fall sein.

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Kosten: Wie wirkt sich die Carport Materialwahl auf die Kosten aus?

Wie hoch die Kosten für einen Carport aus einem bestimmten Material sind, hängt von vielen Faktoren ab. Hierzu zählen natürlich vor allem die Größe und das Design sowie die Qualitätsstufe des ausgewählten Materials. Daher dienen die nachfolgend aufgeführten Kosten auch nur als erste Orientierungshilfe.

Kosten für Carport Konstruktion

  • Holz: zwischen 500 – 7.500 Euro
  • Aluminium: 1.200 – 6.000 Euro
  • Stahl: 2.000 – 8.000 Euro

In allen Bereichen gibt es immer auch günstigere Angebote, bei denen jedoch das Risiko sehr hoch ist, dass es sich um mindere Qualität handelt. Je nach Design und Größe können Carports natürlich auch noch deutlich teurer werden. Wird der Carport nicht selbst errichtet, sondern von Fachleuten, so fallen auch hierfür zusätzliche Kosten an. Grundsätzlich sollte mit einem Arbeitsaufwand von einem halben bis einem Tag für den Aufbau eines Carports durch Fachleute gerechnet werden.

Kosten für Carport Dach

Da hier die Kosten nur sehr schwer allgemein zu formulieren sind, werden hier nachfolgend die Faktoren aufgeführt, die die Kosten beeinflussen:

  • Größe der Dachfläche: Menge an benötigtem Material zur Dacheindeckung
  • Dachform des Carports: Aufwand bei den Eindeckungsarbeiten (Arbeitskosten)
  • Höhe des Carports: ggf. ist ein Gerüst für die Dacheindeckung erforderlich

Weitere Kosten: Welche Faktoren spielen zusätzlich zur Materialwahl eine Rolle?

Zusätzlich zu den Kosten für die Konstruktion und die Dacheindeckung entstehen bei der Errichtung eines Carports weitere Kosten. Diese müssen bei der Budgetplanung des Carports unbedingt mit einberechnet werden. Hierbei geht es insbesondere um folgende Kosten:

  • Falls erforderlich (unbedingt vor Baubeginn bei Bauamt erfragen): Bauantrag
  • Fundamente für die Posten
  • Bodenbelag des Carports
  • Entwässerungssystem
  • Beleuchtung
  • Dachbegrünung
  • Solardach

Fazit

Beim Carport Materialvergleich geht es natürlich vorrangig um die Frage: Holz, Stahl oder Aluminium. Doch auch andere Materialfragen gilt es zu klären. Diese betreffen die Bereiche Dacheindeckung und Bodenbeläge.

Wichtig: Für den Bau eines Carports fallen noch weitere Kosten an. Bauherren sollten insbesondere folgende Dinge bedenken:

  • Bauantrag (inkl. Statik), falls erforderlich
  • Kosten für Aufbau des Carports sowie die Dacheindeckung
  • Zusatzkosten für Sonderwünsche (Seitenelemente, Entwässerungssysteme, Dachbegrünungen, Solar etc.)
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