Fertiggarage gebraucht kaufen

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Ratgeber: Fertiggarage gebraucht kaufen

Die Vorteile, die eine Garage bieten, sind vielfältig: Das Auto ist vor Wind und Wetter sowie vor Diebstahl und Vandalismus geschützt. Folglich gewähren die meisten Versicherungsunternehmen Rabatte auf die Prämien. Zusätzlich lassen sich Fahrräder, Gartengeräte und Grill in der Garage unterstellen. Oder sie wird sogar als Hobbyraum oder Werkstatt genutzt.

Aber: Eine Garage, auch eine Fertiggarage, ist finanziell eine große Anschaffung. Hinzu kommen Zusatzkosten für Fundament, Zufahrt etc. Da stellt sich die Frage: Ist es nicht sinnvoll, günstig eine gebrauchte Fertiggarage zu kaufen? Wie bei allen Fällen von Second-Hand-Käufen ist diese Frage nicht so einfach zu beantworten. Dieser Artikel vermittelt Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Aspekte, die Sie beim Kauf einer gebrauchten Fertiggarage beachten sollten.

Reihengaragen © GM Photography, fotolia.com
Gebrauchte Fertiggaragen: Wirklich ein Schnäppchen © GM Photography, fotolia.com

Fertiggarage ist nicht gleich Fertiggarage: ein Überblick

Die Aussage „Ich möchte eine gebrauchte Fertiggarage kaufen“ ist genauso unspezifisch wie die Aussage „Ich möchte ein gebrauchtes Auto kaufen“. Denn: Fertiggaragen gibt es in unterschiedlichen Formen, Größen, aus unterschiedlichen Materialien und mit ganz unterschiedliche Ausstattungen. Bevor Sie sich auf die Suche einer gebrauchten Fertiggarage machen, sollte Sie sich also ganz genau überlegen, welche Kriterien Sie an die Garage stellen.

Größen

Fertiggaragen gibt es als Einzelgarage, als Doppelgarage, als Garage mit Abstellkammer sowie als Großraumgarage. Zudem gibt es keine fest definierten Maße für die eben aufgeführten Garagenarten. Vielmehr können auch Fertiggaragen heutzutage meist individuell konfiguriert werden. Bei der Auswahl der passenden Gebraucht-Fertiggarage geht es also um zwei Aspekte:

  • Wie soll die Garage genutzt werden (für ein oder mehrere Autos)?
  • Wie viel Platz ist auf dem Grundstück vorhanden? Hier kann es mitunter um wenige Zentimeter gehen, die darüber entscheiden, ob eine Garage passt oder nicht.
  • Gibt es baurechtliche Aspekte, aufgrund derer eine maximale Grundfläche oder Höhe nicht überschritten werden darf?

Form

Garagen sind weit mehr als reine Nutzräume: Es gibt sie in unterschiedlichen Formen und Designs. Dies betrifft insbesondere die Dachform. Man unterscheidet vor allem zwischen folgenden Arten:

  • Flachdach
  • Satteldach
  • Pultdach
  • Tonnendach
  • Solardach

Materialien

Fertiggaragen gibt es in einer großen Vielzahl von Materialien, die sich in puncto Optik, Preis, Langlebigkeit und Transportfähigkeit stark unterscheiden. Zu den gängigsten Materialien zählen:

  • Fertiggaragen aus Beton
  • Fertigagaragen aus Stahl
  • Fertiggaragen aus Holz
  • Fertiggaragen aus Blech
Risse im Beton bei einer Fertiggarage
Risse im Beton bei einer Fertiggarage: Hier lohnt der Kauf nicht

Ausstattungsmerkmale

Eine Garage ist schon längst nicht mehr ein reiner Raum, um darin ein Auto unterzustellen. Dementsprechend sind Fertiggaragen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Ausstattungsmerkmale erhältlich. Hierzu zählen:

  • Ausstattung mit Türen oder Fenstern
  • Unterschiedliche Qualitäten bei dem Garagentor (Rolltor, Schwingtor, Sektionaltor)
  • Motorbetriebener Antrieb des Tors
  • Lüftungssystem der Garage
  • Heizung
  • Anzahl der Steckdosen
  • Ausstattung mit Solarpanels
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Die Kostenfrage: Wie viel kostet die gebrauchte Fertiggarage?

Kosten und Preise © foto-tech, stock.adobe.com
Was kostet eine gebrauchte Fertiggarage © foto-tech, stock.adobe.com

Aus dem bisher gesagten ergibt sich, dass die Frage nach dem Preis einer Fertiggarage sich nicht pauschal beantworten lässt. Grundsätzlich gilt es folgende Faktoren bei dem Preis einer gebrauchten Fertiggarage zu beachten:

  • Größe der Fertiggarage
  • Material der Fertiggarage
  • Form des Daches
  • Alter der Fertiggarage
  • Zustand der Fertiggarage
  • Art und Umfang der Ausstattungsmerkmale
  • Anschaffungspreis der Garage

Um ein Gespür dafür zu erhalten, ob die Preisvorstellung eines Verkäufers angebracht ist oder nicht, sollten Interessenten mehrere vergleichbare Gebraucht-Fertiggaragen recherchieren und die Preise vergleichen.

Grundsätzlich kann man jedoch davon ausgehen, dass der Preis für eine Fertiggarage aus Beton deutlich höher ist als der für eine gebrauchte Blech-Fertiggarage. Hierbei wird unterstellt, dass die Fertiggaragen hinsichtlich Größe und Zustand vergleichbar sind. Allerdings kann man auch gebrauchte Betonfertiggaragen finden, die die bisherigen Eigentümer für einen symbolischen Preis abgeben oder sogar verschenken. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass zu dem Anschaffungspreis noch weitere Kosten hinzukommen:

  • Transportkosten: Diese liegen bei einer Betongarage bei 500 bis 1000 Euro.
  • Montagekosten: Lassen sich die Garagen zerlegt transportieren, wie etwas eine Holzgarage, dann muss diese zunächst demontiert und später wieder montiert werden. Großraumgaragen aus Beton können zudem nicht an einem Stück transportiert werden. Hier ist die Montage besonders kostspielig.
  • Fundament: Eine Fertiggarage kann nicht einfach auf den Boden abgestellt werden, sondern auf einem Fundament.
  • Zufahrt: Es sei denn, die Fertiggarage soll als reine Werkstatt oder als Abstellraum genutzt werden, muss noch eine Zufahrt errichtet werden, die stabil genug ist, dass diese von einem Auto befahren werden kann.
  • Sanierungskosten: Je nach Alter und Zustand muss die gebrauchte Fertiggarage saniert werden. Hierdurch können Kosten in sehr unterschiedlicher Höhe entstehen.
Holzgarage © Astrid Gast, fotolia.com
Gebrauchte Fertiggaragen aus Holz lassen sich leicht abbauen und vor Ort wieder aufbauen. Die Transportkosten sind hier deutlich geringer als bei einer Fertiggarage aus Beton © Astrid Gast, fotolia.com

Die Risiken: Worauf ist beim Kauf einer gebrauchten Fertiggarage zu achten?

Beim Kauf einer gebrauchten Fertiggarage ist die Situation nicht anders als beispielsweise beim Kauf eines Gebrauchtwagens: Sie können ein Schnäppchen machen oder eben auch nicht. Um die Risiken zu minimieren, müssen Sie diese kennen. Zu den größten Fallstricken beim Kauf einer gebrauchten Fertiggarage zählen die folgenden:

  • Kein Gütesiegel: Anders als bei dem eingangs gewählten Vergleich mit dem Gebrauchtwagenkauf, gibt es bei einer gebrauchten Fertiggarage keine standardisierte Prüfung wie den TÜV beim Auto, der über den Zustand Aufschluss gibt.
  • Nicht ausreichende Recherche: Die Suche nach der passenden gebrauchten Fertiggarage wird in der Regel über das Internet erfolgen. Allerdings ist es schwer möglich, anhand einiger weniger Fotos den Zustand der Garage zu beurteilen. Im Zweifelsfall sollten Interessenten also beim Verkäufer weitere Informationen erfragen.
  • Mangelnde Qualität: Als Faustregeln gilt: Eine Beton-Fertiggarage hält rund 20 Jahre, eine Fertiggarage aus Stahl 35 Jahre. Allerdings hängt die Lebensdauer einer Fertiggarage maßgeblich davon ab, wie diese gepflegt und gewartet wird.
  • Transportrisiko: Schäden an der Garage, die während des Transports entstehen und nicht durch das Transportunternehmen zu verantworten sind, trägt der Käufer. Das Problem besteht darin, dass Beton-Fertiggaragen nach einigen Jahren nicht mehr stabil genug sind, um mit einem Kran auf den Transporter gehoben und später wieder abgesetzt zu werden. Hierbei kann es dazu kommen, dass die Garage einfach zerbricht.
  • Versteckte Kosten: Selbst wenn der Käufer ausreichend recherchiert hat und der Verkäufer wahrheitsgemäße Angaben zu den getätigten Sanierungsarbeiten gemacht hat, können doch verdeckte Schäden vorhanden sein. Diese verursachen dann unter Umständen massive Mehrkosten.
Fertiggarage Anlieferung © eyecat, fotolia.com
Neben dem Kaufpreis müssen Käufer die Kosten für den Transport der Fertiggarage bedenken. © eyecat, fotolia.com

So geht es: Sie finden Sie die richtige gebrauchte Fertiggarage?

Es ist also nicht ganz einfach, eine gebrauchte Fertiggarage zu finden, die nicht nur den eigenen Vorstellungen entspricht, sondern auch tatsächlich ein Schnäppchen ist. Hier erfahren Sie, wie Sie vorgehen sollten, um Fallstricken beim Kauf einer gebrauchten Fertiggarage zu entgehen:

  • Vorarbeit erledigen: Erstellen Sie eine Liste mit Kriterien, die Sie an die Fertiggarage stellen. Diese sollte folgende Punkte umfassen:
    • Max. Maße (Grundfläche, Höhe)
    • Material
    • Ausstattungsmerkmale
    • Preis (Endpreis inklusive etwaiger Sanierungsarbeiten sowie Transport- und Montagekosten)
  • Umfassende Recherche: Schauen Sie mehrere vergleichbare Fertiggaragen an und erfragen alle Informationen, die Sie benötige. Wichtige Informationen sind insbesondere:
    • Fotos von der Garage und zwar von Innen und Außen
    • Kopie des Kaufvertrages der neuen Fertiggarage
    • Liste mit Ausstattungsmerkmalen
    • Bedienungsanleitungen etc. falls vorhanden
    • Unterlagen zu durchgeführten Sanierungsarbeiten (falls vorhanden)
    • Vor-Ort-Besichtigung der Fertiggarage vor dem Abschluss des Kaufvertrages
  • Transport: Auch hier ist es wichtig, unterschiedliche Angebote einzuholen. Hierbei sollte einerseits auf den Preis und andererseits auf die Qualifikation geachtet werden (gilt insbesondere für Beton-Fertiggaragen, die per Kran auf den LKW gehoben werden).
Holzgarage im Rohbau © Astrid Gast, fotolia.com
Gebrauchte Fertiggaragen aus Holz lassen sich leichter ab- und aufbauen und transportieren als Betongaragen © Astrid Gast, fotolia.com

Der Kauf einer gebrauchten Fertiggarage erfordert also Zeit und ein gewisses Maß an Fachkenntnissen. Eine Alternative besteht darin, eine gebrauchte Fertiggarage von einem Hersteller zu erwerben. Diese nehmen gebrauchte Fertiggaragen in Anzahlung, wenn ein Kunde eine neue Garage erwirbt. Sicher ist es hier schwerer ein Schnäppchen zu machen, aber andererseits sind die Risiken auch geringer.

Fazit

Der Preis einer gebrauchten Fertiggarage liegt deutlich unter dem einer neuen Fertiggarage – ganz unabhängig von Größe, Material und Ausstattungsmerkmalen. Allerdings sollten Käufer sich über folgende Punkte bewusst sein:

  • Es ist zeitaufwändig, die passenden Fertiggarage zu finden
  • Fertiggaragen haben eine reduzierte Rest-Lebensdauer
  • Bei einer gebrauchten Fertiggarage müssen Zusatzkosten kalkuliert werden (Transportkosten, Fundament, Zufahrt, Sanierung)
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