Doppelgarage

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Doppelgaragen: Viel Platz fürs Auto – und mehr

Im Jahr 2017 gab es in deutschen Haushalten rund 2,1 Millionen mit 3 oder mehr Pkws im Haushalt, bei rund 17,5 Millionen sind im Haushalt 2 Fahrzeuge zu finden. Zusätzliche Stellplätze auf dem Hausgrundstück sind deshalb in vielen Fällen sinnvoll und notwendig. Ist auf dem Grundstück ausreichend Platz vorhanden, ist die Entscheidung für eine Doppelgarage immer eine gute Option – selbst dann, wenn man nicht über zwei Fahrzeuge verfügt, die untergesellt werden möchten.

Berechnen Sie den Raum für die Grage lieber großzügig
Wenn Platz vorhanden ist kann eine Doppelgarage geplant werden

Die zusätzliche überbaute Fläche bietet wertvollen Stauraum. Beispielsweise finden Fahrräder, die Winter- bzw. Sommerreifen, sperrige Gartenmöbel oder andere Gegenstände in der Garage ihren Platz. Auch eine Werkstatt kann in einem Teil der Garage eingerichtet werden, sodass sich kleinere Arbeiten am Auto direkt vor Ort durchführen lassen.

Doppelgarage © Ralf Geithe, fotolia.com
Doppelgarage © Ralf Geithe, fotolia.com

Die volle Auswahl an Materialien

Als Doppelgarage werden Garagen mit einer Breite von mindestens 4,0 m bezeichnet. Wie Einfachgaragen sind auch die Doppelgaragen in verschiedenen Materialvarianten erhältlich. Bauherren haben somit die Wahl zwischen Fertiggaragen aus

  • Beton
  • Stahl
  • Holz
Welches Material für die Fertiggarage sollte gewählt werden?
Welches Material für die Fertiggarage sollte gewählt werden?

Die Vorzüge und Nachteile der einzelnen Bauweisen entsprechen denen einer Einzelgarage. Und selbstverständlich ist es auch eine Option, die Doppelgarage individuell mauern und auf das jeweilige Grundstück anpassen zu lassen oder direkt ans Wohnhaus anzubauen. Aufgrund der großen Grundfläche einer Doppelgarage eignet sich diese auch besonders gut als freistehende Garage mit angegliederter Einliegerwohnung oder zusätzlichem Stauraum unter dem Garagendach.

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Ein Tor oder zwei Tore – das ist die Frage

Doppelgarage aus Holz © Blende8, fotolia.com
Doppelgarage aus Holz © Blende8, fotolia.com

Für das Garagentor der Doppelgarage gibt es verschiedene Varianten. Möglich sind:

  • ein einzelnes Tor, das sich über die gesamte Breite der Garage zieht
  • zwei Tore, die nebeneinanderliegen und in der Mitte durch einen Pfeiler voneinander getrennt werden

Der Innenraum der Garage ist bei beiden Varianten in aller Regel nicht unterteilt. So kann der Platz ganz individuell und nach Bedarf genutzt werden.

In modernen Doppelgaragen kommen heute in der Regel Sicherheitstore zum Einsatz. Besonders bei durchgehenden Toren eignen sich Sektional- oder Rolltore besonders gut. In das Sektionaltor lässt sich auf Wunsch eine Tür einbauen. So kann die Garage betreten werden, ohne dass das Garagentor komplett geöffnet werden muss.

Besonders bei individuell geplanten Garagen sollten für das Garagentor Standardmaße verwendet werden. Dies spart im Vergleich zu individuellen Größen deutlich Kosten. Bereits bei der Planung sollte deshalb das spätere Garagentor ausgewählt und das entsprechende Öffnungsmaß beachtet werden. Häufige Standardmaße für Doppelgaragentore sind:

  • 4500 x 2125 mm
  • 4500 x 2250 mm
  • 4750 x 2125 mm
  • 4750 x 2250 mm
  • 5000 x 2125 mm
  • 5000 x 2250 mm

Für Standardgaragentore gibt es keine gesetzlichen Vorgaben. Je nach Hersteller und Torart (Schweingtor, Sektionaltor oder Rolltor) können die Standardabmessungen deshalb unterschiedlich sein.

Tipp: Ein durchgehendes Tor sieht sehr elegant aus. Wenn die Doppelgarage allerdings von zwei Fahrzeugen genutzt wird, kann der partielle Zugang Vorteile bieten. Auch wenn ein Teil der Garage als Lager oder Werkstatt dient, ist eine Zwei-Tor-Lösung sinnvoll, damit die Seite mit der Lager- bzw. Werkstattfläche blickdicht verschlossen bleibt.

Auto auf Auto – Doppelgarage in die Höhe gedacht

Neben den Doppelgaragen, die zwei Stellplätze nebeneinander bieten, gibt es auf dem Markt auch zahlreiche Systeme, um zwei Fahrzeuge übereinander zu platzieren, sie werden als Raum-Spargarage oder Parklift bezeichnet. Die Garage wird dafür im Inneren mit einer Art Aufzug oder einer Hebebühne versehen, der sich beispielsweise soweit neigen lässt, dass das jeweilige Auto hinein oder hinausfahren kann.

Parklift Garagen © ZAPF GmbH
Parklift Garagen © ZAPF GmbH

Diese Systeme verlangen allerdings um einiges mehr baulichen und technischen Aufwand und sind mit deutlich höheren Kosten verbunden. Beispielsweise muss der Baugrund für die Garage ausgeschachtet werden, um den notwendigen Platz in der Höhe zu bieten. Die günstigste Variante ist eine Doppelgarage, die die Fahrzeuge übereinander platziert. Doppelstockgaragen eignen sich für Hanggrundstücke und setzen voraus, dass die Garage von zwei Ebenen befahren werden kann.

Doppelstockgarage © ZAPF GmbH
Doppelstockgarage © ZAPF GmbH
Tipp: Parklifte oder Doppelstockgaragen können sich bei sehr hohen Grundstückspreisen, zum Beispiel in Ballungsgebieten, lohnen.

Baugenehmigung für die Doppelgarage

In vielen Bundesländern ist der Bau einer Garage bis zu einer bestimmten Grundfläche genehmigungsfrei, das heißt, es muss kein gesonderter Bauantrag gestellt werden. Doppelgaragen übersteigen häufig die maximale Fläche für die Verfahrensfreiheit, das heißt, ein Bauantrag wird erforderlich. Ausnahmen gibt es dann, wenn die Garage im Rahmen eines gültigen Bebauungsplans errichtet werden, dann sind in einigen Bundesländern Garagen bis zu einer Fläche von 100 m² genehmigungsfrei.

Garagen und Carports sind u. U. genehmigungsfrei bei Grundfläche kleiner als
Garagen und Carports sind u. U. genehmigungsfrei bei Grundfläche kleiner als

In Hessen dürfen nach HBO § 55 Garagen bis zu einer Grundfläche von 50 m² ohne Bauantrag errichtet werden, darunter fallen in der Regel auch Doppelgaragen. Neben der Genehmigungspflicht sind beim Bau einer Garage verschiedene weitere baurechtliche Aspekte zu beachten wie zum Beispiel:

  • Grenzbebauung
  • Abstandsflächen
  • Lage auf dem Grundstück und Zufahrt
  • Maximalhöhe

Die jeweiligen Regelungen sind in den Landesbauordnungen sowie den Garagenverordnungen der Bundesländer festgelegt. Im Zweifelsfall hilft eine Nachfrage beim zustänigen örtlichen Bauamt.

Baugenehmigung © Marco2811, fotolia.com
Baugenehmigung © Marco2811, fotolia.com
Tipp: Auch ohne Bauantrag müssen Garagen den baurechtlichen und öffentlich-rechtlichen Vorschriften entsprechen, das zuständige Bauamt bzw. die Gemeinde müssen von dem Vorhaben unterrichtet werden.

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Doppelgarage – doppelte Kosten?

Die gute Nachricht: Eine Doppelgarage ist in der Regel nicht so teuer wie zwei Einzelgaragen, als Faustregel können Bauherrn mit dem Faktor 1,5 bis 1,8 im Vergleich zur Einzelgarage rechnen. Die Preise variieren je nach Ausführung, Hersteller und Region. Folgende Kostenangaben können deshalb nur als grobe Beispiele angenommen werden:

Garagentyp (Flachdachausführung) Herstellungskosten (inklusive Anlieferung)
Doppelgarage aus Beton ab 7.000 Euro
Doppelgarage aus verzinktem Stahlblech ab 4.500 Euro
Doppelgarage aus Holz ab 2.000 Euro
Gemauerte Doppelgarage ab 20.000 Euro

Hinzu kommen die Kosten für das Fundament. Wird dieses durch ein Bauunternehmen errichtet, kommen zusätzliche Kosten von etwa 2.000 Euro hinzu, auch Extrazubehör für die Garage wie Sektional- oder Rolltore, zusätzliche Fenster und Türen oder spezielle Dachformen kosten extra.

Für die Anlieferung einer Fertiggarage ist eine entsprechende Zuwegung mit ausreichender Tragfähigkeit für die Transportfahrzeuge erforderlich, die Kosten, die dadurch entstehen, müssen ebenfalls in die Kalkulation mit einberechnet werden.

Tipp: Handwerklich geschickte Bauherren können einige der Arbeiten wie zum Beispiel die Fundamentherstellung auch als Eigenleistung übernehmen. Dadurch sinken die Gesamtkosten für die Garage. Bei allen Eigenleistungen sollten Bauherrn berücksichtigen, dass für diese Arbeiten keine Gewährleistung besteht. Die Kosten für eventuelle Baufehler und Schäden müssen Bauherrn selbst übernehmen.
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