Wohnmobil Garage

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Garage XXL: Wohnmobilgarage sorgfältig planen

Ob für den Kurzurlaub, den Familienurlaub oder die Fernreise: Wohnmobile sind ideal, um die Welt zu erkunden und zugleich ein Stück „Zuhause“ mitnehmen zu können. Doch was geschieht mit dem Wohnmobil oder auch dem Wohnwagen in der Zeit zwischen den Urlauben? Grundsätzlich ist es zwar zumindest für Wohnmobile erlaubt, diese am Straßenrand zu parken. Doch es gibt gute Gründe, das Wohnmobil in einer Garage unterzubringen. Was die Vor- aber auch Nachteile einer Wohnmobilgarage sind, welche Alternativen es gibt und worauf Sie noch achten sollten, erfahren Sie hier.

Wohnmobilgarage © ZAPF
Wohnmobilgarage © ZAPF

Ein Überblick: Welche Arten von Garagen gibt es?

Eine Wohnmobilgarage ist grundsätzlich mit einer klassischen Garage für PKW vergleichbar. Sie ist lediglich deutlich größer, um ausreichend Platz für ein Wohnmobil zu bieten. Daher gibt es auch bei Wohnmobilgaragen eine große Vielfalt an Materialien und Formen, die zur Wahl stehen.

Zunächst einmal gibt es die Unterscheidung zwischen Fertiggaragen und einer frei geplanten Garage. Für eine Fertiggarage spricht der geringere Zeitaufwand. Denn die Fertiggarage wird vormontiert angeliefert und mit einem Kran an dem gewünschten Ort aufgestellt. Wichtig ist, dass hierfür eine ausreichend befestigte Zufahrt zum Aufstellungsort vorhanden sein muss. Eine frei geplante Garage hat den Vorteil, dass diese – im Rahmen des geltenden Baurechts – ganz individuell auf die Wünsche der Bauherren abgestimmt gestaltet werden kann. Zudem kann diese auch auf Grundstücken errichtet werden, die für einen großen Krank nicht zugänglich sind.

Beim Material haben Bauherren insbesondere die Wahl zwischen folgenden Optionen:

  • Beton
  • Holz
  • Stahlblech
  • Mauerwerk

Jedes Material hat seine spezifischen Vor- und Nachteile.

Auch bei der Dachform haben Bauherren die Wahl:

  • Flachdach
  • Satteldach
  • Tonnendach

Je nach Dachform können unterschiedliche Dacheindeckungsmaterialien verwendet werden:

  • Beton
  • Stahlblech
  • Dachziegel
  • Bitumenbahnen
  • Solarpanels (bei einer Solargarage)
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Wohnmobilgarage: Vor- und Nachteile

Grundsätzlich darf ein Wohnmobil einfach im öffentlichen Raum geparkt werden. Soweit dies nicht durch die StVO anders geregelt ist, dürfen Sie Ihr Wohnmobil also auf öffentlichen Parkplätzen oder am Straßenrand abstellen. Doch die Unterbringung des Wohnmobils bietet etliche Vorteile – aber eben auch einige Nachteile.

Vorteile:

  • Wohnmobil wird für Diebstahl und Beschädigung geschützt
  • Wohnmobil wird vor den Witterungseinflüssen geschützt
  • Wohnmobil erhitzt sich im Sommer nicht so stark und kühlt im Winter weniger aus; daher ist es auch sofort fahrbereit und muss z.B. nicht von Schnee und Eis befreit werden
  • Wohnmobil wird vor Tieren geschützt: Hier sind insbesondere Marder zu nennen, die Kabel durchbeißen können
  • Eine Garage sorgt für Vergünstigungen beim Versicherungstarif.
  • Durch den Schutz des Wohnmobils vor Wind, Wetter und Beschädigung trägt eine Wohnmobilgarage zu dessen Werterhalt bei.
  • Arbeiten am Wohnmobil inklusive Ein- und Ausladen sind bei jedem Wetter möglich.
  • Mehrfachnutzen: Eine Wohnmobilgarage lässt sich auch für Kleinbusse, Wohnwagen oder Boote nutzen.

Nachteile:

  • Hoher Platzbedarf: Aufgrund der Größe von Garage und Einfahrt beansprucht eine Wohnmobil-Garage viel Platz auf dem Grundstück.
  • Kosten: Die Kosten für die Garage, die Montage, das Fundament sowie die Zufahrt und ggf. den Bauantrag summieren sich leicht auf eine große vierstellige oder kleine fünfstellige Summe. Eine kostengünstigere Variante ist hier der Carport.
  • Planungsaufwand: Eine Baugenehmigung kann erforderlich sein.
  • Feuchtigkeitsstau: In der Garage ist meist nur wenig Lüftung möglich. Feuchtigkeit kann sich stauen und so zu Rostbildung führen.

Besonderheiten: Das kennzeichnet eine Wohnmobilgarage

Grundsätzlich handelt es sich bei einer Wohnmobilgarage einfach um eine sehr große Garage. Daher ist es vor allem interessant, welche Maße es gibt und mit welchen Kosten zu rechnen ist. Die nachfolgenden Beispiele beziehen sich auf Garagen für Caravane aus Stahl. Wohnmobilgaragen aus Beton sind etwas günstiger, allerdings weniger langlebig.

Einzelgaragen

  • Für kleine Wohnmobile: 2,95 x 5,95 x 2,60 m – ca. 4.000 Euro (Garagenbausatz inkl. Montage)
  • Für große Wohnmobile: 3,15 x 8,90 x 3,00 m – ca. 7.500 Euro (Garagenbausatz inkl. Montage)
  • Sondergröße (besonders breit und hoch): 3,95 x 8,90 x 3,20 m – ca. 15.500 Euro (Garagenbausatz inkl. Montage)

Doppelgaragen

  • Für kleine Wohnmobile: 5,85 x 5,95 x 2,60 m – ca. 7.500 Euro (Garagenbausatz inkl. Montage)
  • Für große Wohnmobile: 6,25 x 8,90 x 3,00 m – ca. 13.500 Euro (Garagenbausatz inkl. Montage)
  • Sondergröße (besonders breit und hoch): 7,95 x 8,90 x 3,20 m – ca. 21.500 Euro (Garagenbausatz inkl. Montage)

Garagentore

Um eine Caravan-Garage sicher verschließen zu können, muss diese mit sicher verschließbar sein. Es stehen folgende Torarten zur Verfügung:

  • Rolltor
  • Flügeltor
  • Schwingtor
  • Sektionaltor
Wichtig: Aufgrund der Größe der Tore einer Garage für Wohnmobile, haben diese in der Regel ein sehr hohes Gewicht. Grundsätzlich lassen sich diese natürlich manuell schließen. Komfortabler ist es jedoch, das Tor mit einem elektrischen Antrieb auszustatten. Dann öffnet und schließt sich die Garage auf Knopfdruck.

Bitte beachten: Weitere Kosten

Kosten und Preise © foto-tech, stock.adobe.com
Weitere Kosten beachten © foto-tech, stock.adobe.com

Bauherren sollten bedenken, dass beim Bau einer Wohnmobilgarage noch weitere Kosten anfallen, als die reinen Kosten für die Garage selbst. Hierzu zählen insbesondere:

  • Kosten für das Fundament
  • Kosten für die Zufahrt/Einfahrt
  • Kosten für Bauantrag (fällt in den meisten Bundesländern an)
  • Kosten für Zusatzausstattung wie Licht, Solar etc.

Achtung: Baurecht beachten

Baurecht © zerbor, fotolia.com
Baurecht beachten © zerbor, fotolia.com

Auch, wenn eine Garage kein bewohnbares Gebäude ist, so darf diese oftmals nicht einfach errichtet werden. In den meisten Bundesländern ist eine Baugenehmigung erforderlich. Um herauszufinden, ob und wenn ja in welcher Form, ein Bauantrag gestellt werden muss, sollten Bauherren bei ihrem Bauverwaltungsamt oder der Gemeinde beziehungsweise Kreisverwaltung nachfragen. Wichtig: Ein Bauantrag muss vor der Errichtung der Garage gestellt werden. Wird dieser erst im Anschluss an die Fertigstellung der Baumaßnahme gestellt, kann es passieren, dass die Garage zurückgebaut – also abgerissen – werden muss.

Welche Unterlagen für die Stellung eines Bauantrags erforderlich sind, variiert von Bundesland zu Bundesland. Bauherren, die sich für eine Fertiggarage entscheiden, können den Hersteller meist mit der Stellung des Bauantrags beauftragen. In der Regel sind folgende Unterlagen erforderlich:

  • Antragsformular: Dieses ist beim Bauamt vor Ort oder online erhältlich.
  • Aktuelle Flurkarte: Diese darf nicht älter als zwei Jahre sein und ist beim Katasteramt erhältlich. Auch hier gibt es inzwischen die Möglichkeit, diese online herunter zu laden.
  • Baubeschreibung inklusive Bauzeichnung von der Baumaßnahme: Diese wird von einem Statiker im Maßstab 1:100 erstellt.
Fragen Sie beim Bauamt nach © Thomas Reimer, stock.adobe.com
Fragen Sie im Zweifel lieber beim Bauamt nach © Thomas Reimer, stock.adobe.com

Zusammenfassung

Ein Wohnmobil hat meist einen größeren Wert. Daher macht es Sinn, das Wohnmobil vor Wind, Wetter und Diebstahl oder Beschädigung zu schützen, wenn Sie es nicht nutzen. Eine Caravan-Garage ist hier die ideale Lösung. Informieren Sie sich vor der Anschaffung insbesondere über folgende Punkte:

  • Soll es eine Fertiggarage oder eine frei geplante Garage sein?
  • Welche Materialien, welche Form, welche Größe soll es sein?
  • Ist auf dem Grundstück genug Platz?
  • Benötigen Sie eine Baugenehmigung?
  • Wie hoch sind die Gesamtkosten?
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