Das Wichtigste in Kürze
- Als tragendes Material ist Kunststoff bei Garagentoren selten; meist steckt er als Dämmschaum, Beschichtung oder Scheibe im Tor.
- Für die Dämmung zählt das ganze Tor: Beim Hörmann LPU 67 Thermo hat die Lamelle rund 0,3, das komplette Tor rund 1 W/(m²·K).
- Kunststoffscheiben bringen Tageslicht, können aber verkratzen; Dämmwerte und geprüfter Einbruchschutz gelten oft nur ohne Fenster.
Garagentore aus Kunststoff – der Exot unter den Tormaterialien
Auf den ersten Blick scheint es logisch: Ein Rolltor entspricht von seinem Aufbau einem klassischen Rollladen, somit dürfte doch auch das Material Kunststoff hier eine weite Verbreitung haben. Rolltore werden allerdings in der Regel aus Aluminium hergestellt. Dennoch spielt Kunststoff auch beim Bau von Garagentoren eine Rolle.
Wo steckt Kunststoff im Garagentor?
1Unsichtbar im Tor
2Sichtbar am Tor
Dämmkern, Dekorfolie und Scheiben sind aus Kunststoff, das tragende Torblatt besteht meist aus Stahl oder Aluminium.

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Garagentore aus Vinyl
Nordamerikanische Hersteller bieten Garagentore mit einer Außenhaut aus dem Kunststoff Vinyl (PVC) an, kombiniert mit Stahlteilen und Polyurethan-Schaum. Dieser Kunststoff lässt sich komplett durchfärben, sodass kleinere Kratzer kaum auffallen. Das Material ist sehr robust und widerstandsfähig. Gleichzeitig bietet es eine gewisse Flexibilität.
Wärmedämmung durch Kunststoffe
Soll eine Garage beheizt werden, sollte sie gut gegen Wärmeverluste geschützt sein. Diese Wärmedämmung lässt sich mit Hilfe von Kunststoffen wie Polyurethan-Schaum erzielen. Die Lamellen eines Rolltores oder die Sektionen eines Sektionaltores werden dazu mit dem Kunststoff ausgeschäumt. Auf diese Weise kann anschließend deutlich weniger Wärme über das Tor aus der Garage verloren gehen.
Wie gut ein Tor insgesamt dämmt, hängt aber nicht nur vom Schaum ab. Hörmann gibt für die Lamelle seines 67 Millimeter dicken Sektionaltors LPU 67 Thermo einen U-Wert von rund 0,3 W/(m²·K) an, für das komplette Tor ohne Verglasung dagegen rund 1 W/(m²·K). Den Unterschied machen unter anderem Zarge, Ränder und Fugen zwischen den Torgliedern, beim Einbau kommen Luftundichtigkeiten und der Anschluss ans Mauerwerk hinzu. Rolltore dämmen meist schwächer als Sektionaltore, mehr dazu im Vergleich Rolltor oder Sektionaltor.

Transparente Elemente für Sektionaltore

Gerade Sektionaltore lassen sich sehr leicht mit Fenstern oder transparenten Elementen versehen. Auf diese Weise kann das Tageslicht in die Garage gelangen und vielfältige Nutzungen ermöglichen. Als Material für diese transparenten Bereiche bietet sich Kunststoff an und wird häufig eingesetzt. Dabei stehen sowohl klare als auch an Milchglas erinnernde Materialien zur Verfügung.
Kunststoffscheiben haben aber auch Nachteile: Ohne kratzfeste Beschichtung verkratzen sie leichter als Glas. Säubern Sie sie deshalb nur mit Wasser, mildem Reiniger und einem weichen Tuch, Tipps dazu im Ratgeber Garagentor reinigen. Außerdem gelten die U-Werte in Herstellerdatenblättern meist für Tore ohne Verglasung, und manche einbruchhemmend geprüfte Ausführung gibt es nur ohne Fenster.
Klare Scheiben, Strukturscheiben oder keine Fenster?
| Kriterium | Klare Scheiben | Strukturierte Scheiben | Ohne Fenster |
|---|---|---|---|
| Tageslicht | viel | lichtstreuend | keins |
| Einblick von außen | möglich | eingeschränkt | keiner |
| Pflege | weich und mild reinigen, Kratzer fallen auf | weich und mild reinigen | wie das übrige Tor |
| Dämmung und Einbruchschutz | U-Wert und RC-2-Nachweis für diese Ausführung prüfen | U-Wert und RC-2-Nachweis für diese Ausführung prüfen | Datenblattwerte meist ohne Verglasung; RC 2 nur bei geprüftem Modell |
Das Wichtigste in Kürze Sektionaltore öffnen senkrecht unter die Decke oder als Seiten-Sektionaltor entlang der Wand; vor der Garage brauchen… weiterlesen




