Frischekur fürs Garagentor

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Garagentore sind der Witterung in der Regel schutzlos ausgesetzt und bekommen auch die ein oder andere Schramme oder Beule ab, Garagentore aus Metall können bei Beschädigungen am Lack oder an der Verzinkung rosten. Ist das Tor technisch noch einwandfrei, dann lohnen sich ein neuer Anstrich und kleine Reparaturen an Torblatt, Halterung und Öffnungsmechanik.

Garagentor streichen © megakunstfoto, fotolia.com
Garagentor streichen © megakunstfoto, fotolia.com

Kleine Reparaturen für dauerhafte Funktionalität

Schönheitsreparaturen am Garagentor sowie kleinere Reparaturen an der Mechanik lassen sich oft recht leicht durchführen. Am Anfang der Arbeiten sollte eine Sichtprüfung des Tors sowie eine Funktionsprüfung stehen. Am Torblatt selbst können Macken, Schrammen und Beulen mit Schleifpapier, entsprechenden Spachtelmassen oder Reparaturkits ausgebessert werden. Klemmt die Mechanik, dann können folgende Arbeiten nötig sein:

  • Reparatur der Schlossmechanik
  • Ausrichten des Garagentors
  • Austausch von Torfedern oder Behandlung mit Entrostungsmittel bei schwergängigen und verrosteten Federn.
  • Erneuerung der Laufrollen
  • Erneuerung von Verbindungsmitteln und Befestigungen
Tipp: Bei Schäden am elektrischen Garagentorantrieb sollten nur erfahrene Bauherrn Hand anlegen. Besser ist es, für diese Reparaturarbeiten einen Fachbetrieb zu beauftragen.
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Das Material entscheidet über den Anstrich

Soll das Garagentor einen neuen Anstrich erhalten, hängt das Vorgehen vom Grundmaterial ab. Garagentore aus Stahlblech brauchen eine andere Behandlung als verzinkte Modelle, Aluminiumtore oder Tore aus Holz oder Kunststoff. Grundsätzlich bei allen Materialien gleicht ist, dass die Torfläche sauber, trocken und tragfest sein muss. Vor dem Anstrich ist also eine gründliche Reinigung nötig. Altanstriche müssen ab- oder zumindest angeschliffen werden, gleiches gilt für Roststellen. Kleinere Macken in der Oberfläche sollten vor dem Anstrich ebenfalls beseitigt werden.

Garagentor aus Stahlblech streichen

  • Blättert die Farbe am Tor, entstehen Roststellen, die entsprechend vorbehandelt werden müssen. Die befallenen Stellen werden abgeschliffen und mit Rostumwandler behandelt.
  • Anschließend wird die komplette Fläche in zwei Schichten mit Rostschutzfarbe behandelt.
  • Ist der Rostschutz getrocknet, sollte die Oberfläche für eine gute Haftung der Farbe nochmals mit feinem Schleifpapier aufgeraut werden.
  • Schließlich erfolgt die Endlackierung – ebenfalls in zwei Schichten. Die erste Schicht dient als Zwischenanstrich, muss sehr gut trocknen und sollte ebenfalls angeraut werden, bevor der Schlussanstrich erfolgt.

Anstrich für verzinktes Garagentor

  • Verzinkte Oberflächen werden lediglich von Schmutz und abblätternder Farbe gereinigt. Geschliffen wird hier nicht, da dies die Verzinkung, die als Rost- und Witterungsschutz dient, beschädigt.
  • Für eine gründliche Reinigung kommt ein spezieller Zinkreiniger zum Einsatz. Die saure Lösung wird mit viel klarem Wasser nachgespült.
  • Auf die saubere und trockene Oberfläche wird eine spezielle Grundierung für verzinkte Oberflächen in 2 gleichmäßigen Schichten aufgetragen.
  • Vor dem Lackieren mit einem geeigneten Lack wird die Grundierung nochmals aufgeraut. Auch hier empfiehlt es sich, die erste, vollständig trockene Schicht vor dem Schlussanstrich anzurauen.

Garagentor aus Aluminium streichen

  • Das saubere Aluminiumtor wird mit feinem Schleifpapier behandelt, um den Altanstrich zu entfernen.
  • Anschließend wird die Oberfläche mit Silikonreiniger behandelt und mit Haftgrund für Aluminium 2-fach gestrichen.
  • Die grundierte Oberfläche wird angeraut und entstaubt.
  • Die Lackierung erfolgt wiederum in zwei Schichten mit einem geeigneten Aluminium-Lack. Vor dem Auftrag des Schlussanstrichs wird die Zwischenschicht ebenfalls angeraut.

Neuanstrich für Garagentore aus Holz

Garagentore aus Holz können je nach gewünschtem Ergebnis lackiert oder lasiert werden. Die Vorgehensweisen sind ähnlich:

  • Das gereinigte und von loser Farbe befreite Tor wird gründlich angeschliffen, um alte Lack- und Lasurschichten zu entfernen.
  • Schadhafte Stellen am Holz werden mit Holzspachtel ausgeglichen.
  • Entstehen nach der Vorbehandlung rohe Stellen im Holz werden diese mit verdünntem Lack oder verdünnter Lasur in 2 bis 3 Durchgängen vorgestrichen und nach dem Trocknen nochmals angeschliffen.
  • Soll das Garagentor lackiert werden, wird eine zum Schlussanstrich passende Grundierung aufgetragen, für lasierte Oberflächen erfolgt die Grundierung mit Holzlasur als Basisanstrich.
  • Der Schlussanstrich erfolgt mit wetterfestem Lack oder Lasur in mindestens zwei Schichten. Jede Zwischenschicht sollte nach dem Trocknen angeraut werden.
Tipp: Für ein einwandfreies Ergebnis muss jede aufgetragene Schicht gründlich trocknen, bevor der Neuanstrich erfolgt. Ein Anschleifen der getrockneten Schichten verbessert die Haftung des Folgeanstrichs.

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Sonderfall: Garagentor aus Kunststoff

Garagentore aus Kunststoff rosten zwar nicht, können jedoch trotzdem im Laufe der Zeit unansehnlich oder schadhaft werden. Wichtig bei diesem Material: Kunststoff darf nicht geschliffen werden, da Kratzer auf der Oberfläche entstehen, die kaum mehr zu beseitigen sind. Die Oberfläche wird gründlich gereinigt, bei Bedarf mit Spezialreiniger für hartnäckige Verschmutzungen. Das saubere und trockene Material wird anschließend mit geeignetem, wetterfesten Lack in ein bis zwei Lagen beschichtet.

Tipp: Besonders gute Ergebnisse lassen sich durch das Ansprühen erzielen. Dabei wird das komplette Tor aus einer Entfernung von ca. 30 cm mit Lackfarbe eingesprüht.

Folieren statt Streichen

Statt mit einem Neuanstrich kann ein Garagentor auch durch das Aufbringen von Folien aufgepeppt werden. Die Folien werden auf die gründlich gereinigte, staub- und fettfreie Oberfläche des Tors aufgeklebt und verleihen ohne großen Aufwand eine neue attraktive und individuelle Optik.

  • Billboardfolien sind fotorealistische Druckfolien, die mit einem robusten Klettband am Tor befestigt werden. Der große Vorteil dieser Montagevariante: Das optisch täuschend echte Motiv kann jederzeit und ohne großen Aufwand ausgetauscht werden. Geeignet sind die Fotofolien für Schwing-, Flügel- und Sektionaltore. Für den letzten Tortyp muss die Folie aufgetrennt und einzeln an den Segmenten befestigt werden.
  • Mit einer Vollfolierung erhält das Garagentor einen neuen „Anstrich“. Das Garagentor wird dazu vollflächig mit Folie in der gewünschten Farbe oder mit einem bestimmten Motiv beklebt. Auch hier ist eine gründliche Vorbereitung der Oberfläche wichtig, damit die Folie vollflächig haftet. Professionell ausgeführt, bildet eine Folierung über lange Zeit eine optisch ansprechende und wetterfeste Garagentorbeschichtung.

Billboard- oder Vollfolierung – die Unterschiede

Eigenschaften Vorteile Nachteile
Billboardfolie Die Folie wird flächig mit Klettband auf das Tor aufgeklebt.
  • leicht anzubringen und auszutauschen
  • auch für Sektionaltore geeignet
  • abgedeckte Bereiche bleichen aus.
  • Großer Aufwand bei der Montage auf Sektionaltoren
  • nicht für Rolltore geeignet
Vollfolierung Die Torfläche inklusive aller Strukturen wird vollflächig mit Folie beklebt.
  • langlebig und wetterfest
  • für die individuelle und dauerhafte Torgestaltung geeignet
  • in verschiedenen Farben oder als Motiv erhältlich
  • Hoher Preis
  • aufwändig in der Montage
  • Tiefenwirkung von Motiven wird durch Torstruktur zerstört
Tipp: Gerade beim Aufkleben von Motivfolien muss sehr exakt gearbeitet werden, um die Wirkung nicht zu zerstören. Dies gilt an den Rändern und vor allem auch im Bereich des Torgriffs.

Garagentor beplanken

Eine weitere Variante, dem Garagentor eine ganz neue Optik zu verleihen, bietet eine Beplankung, zum Beispiel mit Holz, Kunststoff oder Blech. Dazu werden auf die vorhandenen Tore spezielle Elemente aufgebraubt oder geklebt. Bei der Materialwahl ist insbesondere bei elektrisch betriebenen Garagentoren das Gewicht zu beachten. Je nach Anschlag und Zargenausbildung muss auch die Materialstärke genau bemessen werden.

Im Handel sind vorgefertigte Elemente erhältlich, alternativ kann in einen Fertigrahmen zur Selbstbeplankung das gewünschte Material passgenau eingefügt werden. Die Wahl der Befestigungsmittel ist vom Beplankungsmaterial abhängig: Schwere Baustoffe wie Holz oder Stahl sollten gedübelt werden, Leichtbaumaterialien wie Verkleidungsplatten aus Kunststoff oder Aluminiumbleche können auch geklebt werden.

Tipp: Die Beplankungsmethode ist nur für Schwing- und Flügeltore geeignet.
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