Das Wichtigste in Kürze
- Nach der Montage werden Endlagen und Kraft modellabhängig eingelernt; Zahl und Reihenfolge der Lernfahrten stehen in der Anleitung.
- Handsender koppeln Sie je nach Funksystem am Antrieb oder durch Übertragung zwischen geeigneten Sendern; folgen Sie der Modellanleitung.
- Nach den Lernfahrten den Sicherheitsrücklauf mit dem Prüfkörper laut Anleitung prüfen; Hörmann nennt je nach Schutzeinrichtung etwa 50 oder 16 mm.
Garagentoröffner richtig programmieren
Elektrische Garagentorantriebe sind besonders komfortabel, lassen sie sich doch per Funk vom Fahrzeug aus bedienen. Damit die Technik funktioniert, muss der Handsender „eingelernt“ werden, und der Antrieb muss nach der Montage seine Endlagen und die nötige Kraft lernen. Die Programmierung des Garagentoröffners wird in den Herstelleranleitungen beschrieben und legt fest, welche Schritte Sie selbst durchführen dürfen. Nach den Lernfahrten muss laut Hörmann-Anleitung zum ProMatic 4 aber eine sachkundige Person die Schutzeinrichtungen prüfen.

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So funktioniert ein Funk-Garagentoröffner
Elektrische Garagentoröffner senden per Funk ein codiertes Signal an den Empfänger im Garagentorantrieb, der darauf mit einer voreingestellten Funktion – nämlich dem Öffnen oder Schließen des Garagentors – reagiert. Um zu erschweren, dass der Code von Einbrechern per Code-Grabbing abgefangen und anschließend benutzt wird, folgen moderne Systeme einem sogenannten Roll- oder Wechselcode, der nach jeder Betätigung des Senders verändert wird. Die Codes berechnen bei vielen Systemen sowohl Sender als auch Empfänger mit demselben geheimen Schlüssel und einem Zähler.

Handsender anmelden – eine Sache von Minuten
Grundsätzlich gibt es zwei Ausgangssituationen, die für das Programmieren eines Handsenders leicht unterschiedliche Vorgehensweisen erfordern:
- Wird ein elektrischer Garagenantrieb neu in Betrieb genommen und muss ein Handsender erstmals eingelernt werden, wird am Antrieb der Lernmodus durch einen Knopfdruck aktiviert. Anschließend wird der Handsender angemeldet, die erfolgreiche Programmierung wird durch eine Anzeige oder einen Anzeigeton bestätigt. Wie der Lernmodus aktiviert wird, hängt vom Modell ab und ist der Anleitung zu entnehmen.
- Soll ein zusätzlicher Handsender angemeldet werden, variiert die Vorgehensweise. Bei geeigneten Funksystemen lässt sich der Funkcode nach Herstelleranleitung vom bisherigen auf einen weiteren Handsender übertragen. Bei dieser Vorgehensweise sollte beachtet werden, dass sich das Tor unter Umständen öffnen kann! Nicht für alle Systeme ist die Code-Übertragung von Handsender zu Handsender möglich. Einige Modelle können nur direkt am Funkempfänger des Antriebs angelernt werden.

Endlagen und Kraft einlernen
Nach der Montage oder nach einem Reset muss der Antrieb seine Endlagen AUF und ZU sowie die nötige Kraft lernen. Je nach Hersteller geschieht das automatisch mit Lernfahrten, oder Sie speichern die Endlagen von Hand: Beim Hörmann ProMatic 4 fährt das Tor nach einem Druck auf die T-Taste drei komplette Zyklen und lernt dabei Verfahrweg und Kräfte. Beim Marantec Comfort 260/270/280 speichern Sie die Torpositionen AUF und ZU im Menü; anschließend fahren Sie das eingekuppelte Tor laut Anleitung dreimal ohne Unterbrechung von AUF nach ZU und zurück. Wie Sie den Antrieb selbst montieren, zeigt der Ratgeber Garagentorantrieb fürs Schwingtor selbst einbauen.
Antrieb programmieren in fünf Schritten
Tor einkuppeln
Führungsschlitten oder Laufwagen muss eingekuppelt sein. Torbereich frei halten, Personen und Fahrzeuge bleiben draußen.
Endlagen festlegen
Je nach Antrieb automatisch per Lernfahrt oder von Hand: Tor in Position AUF fahren und speichern, dann in Position ZU.
Kraft lernen lassen Abstand halten
Die Kraftlernfahrt genau nach Modellanleitung durchführen: ProMatic 4 fährt drei Zyklen, Comfort 260/270/280 drei Zyklen von AUF nach ZU und zurück. Bei NovoPort Speed ist die Kraftbegrenzung bis zum Abschluss deaktiviert; Torbereich freihalten.
Handsender einlernen
Handsender in der Reihenfolge der Modellanleitung koppeln: Bei Chamberlain beginnt dies am Antrieb; beim Marantec Comfort 260/270/280 gehört es bereits zur Schnellprogrammierung vor der Kraftlernfahrt.
Sicherheit testen Vor Betrieb prüfen
Den Sicherheitsrücklauf mit dem Prüfkörper laut Modellanleitung prüfen und monatlich kontrollieren. Hörmann nennt je nach Schutzeinrichtung etwa 50 oder 16 mm; bei Hörmann muss nach den Lernfahrten eine sachkundige Person die Schutzeinrichtungen prüfen; Marantec verlangt für die Inbetriebnahme Fachpersonal und eine Schließkraftmessung mit geeignetem Messgerät.
Zum Schluss prüfen Sie die Sicherheit: Ein Prüfkörper in der laut Anleitung vorgesehenen Höhe in der Tormitte muss beim zufahrenden Tor den Sicherheitsrücklauf auslösen: Marantec und Chamberlain nennen 50 mm, Hörmann je nach Schutzeinrichtung etwa 50 oder 16 mm. Geht ein Handsender verloren, löschen Sie alle Funkcodes am Antrieb und lernen die übrigen neu ein.
Beim Programmieren sicher bleiben
- Tor bewegt sichBeim Einlernen und beim Kopieren von Handsendern kann das Tor anlaufen. Niemand darf im Torbereich stehen.
- KraftbegrenzungWährend der ersten Lernfahrten ist die Kraftbegrenzung bei manchen Antrieben noch aus. Erst nach abgeschlossener Lernfahrt und erfolgreicher Sicherheitsprüfung darf das Tor regulär betrieben werden.
- Test nicht auslassenStoppt oder reversiert das Tor beim Prüfkörpertest nicht, nehmen Sie es nicht in Betrieb und lassen eine sachkundige Person die Sicherheit prüfen.
- Nur ein ZugangHat die Garage keine zweite Tür, brauchen Sie für Stromausfall oder Defekt eine Notentriegelung, die von außen erreichbar ist.
Funk-Garagentoröffner nachrüsten
Die Funkfernbedienung für den elektrischen Garagentorantrieb lässt sich bei einem vorhandenen Antrieb je nach Modell nachrüsten. Hat der Antrieb nicht bereits einen passenden Empfänger, muss am Garagentor ein kompatibler Funkempfänger installiert werden, der auf die Signale eines Handsenders reagiert. Ob das geht, hängt von der Antriebssteuerung und vom Funksystem ab.
Das Wichtigste in Kürze Ein Funkempfänger braucht einen elektrischen Antrieb; fehlt er, werden beide zusammen nachgerüstet.Frequenz und Funksystem von Empfänger… weiterlesen




