Anlehncarport

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Einen Anlehncarport bauen

Ein Anlehncarport ist ein überdachter Stellplatz für Ihr Fahrzeug, der sich an eine bereits bestehende Wand anlehnt. Das kann die Wand Ihres Hauses, der Garage oder eine anderes Nebengebäudes auf Ihrem Grundstück sein. Der große Vorteil: Der Aufwand einen solchen Carport zu errichten ist weit geringer, als bei einem freist stehenden Carport. Nicht zuletzt in Sachen Statik ist der Aufbau verhältnismäßig unkompliziert. Und mit etwas handwerklichem Geschick ist ein solches Projekt durchaus selber zu bewerkstelligen – egal ob sie einen fertigen Bausatz wählen, oder eine ganz individuelle Konstruktion bevorzugen.

Anlehncarport © U.J. Alexander, stock.adobe.com
Ein Anlehncarport wird an eine bereits bestehende Wand angebracht © U.J. Alexander, stock.adobe.com

Bevor es losgeht: Anfrage beim Bauamt

Bereits in der Planungsphase sollten Sie sich informieren, ob Sie einen Anlehncarport überhaupt bei sich errichten dürfen. Je nach Bundesland und Gemeinde gibt es hier verschiedene Vorschriften. Häufig benötigen Sie eine Baugenehmigung, abhängig von der Größe in Kubikmetern und der überbauten Fläche. Auch die Entfernung zur Grundstücksgrenze spielt eine Rolle. Informieren Sie sich unbedingt bei dem für Sie zuständigen Bauamt, damit Sie hier auf der sicheren Seite sind – und am Ende nicht doch Ihren bereits errichteten Carport wieder abreißen müssen.

Holz oder Metall – welches Material wählen Sie für Ihren Anlehncarport?

Der Klassiker ist natürlich Holz, meistens wird für den Bau eines Carports Nadelholz verwendet. Die Vorteile sind der günstige Preis und die leichte Bearbeitung. Allerdings müssen diese Holzsorten vor Verwitterung geschützt und deshalb regelmäßig mit Lasuren oder weiteren Holzschutzanstrichen gestrichen werden. Eine Alternative ist eine Konstruktion aus Metall, meist aus Aluminium. Eine individuelle Lösung damit herzustellen ist jedoch recht aufwändig, weshalb ein Carport aus Aluminium oder Stahl eher als Bausatz realisiert wird.

Tipp: Wenn Sie ohne Bausatz und statt dessen Ihren individuellen Anlehncarport bauen wollen, sollten Sie sich trotzdem von einem Fachmann beraten lassen. Dieser kann die statischen Berechnungen vornehmen, die nötig sind, um beispielsweise die Dicke der tragenden Pfosten zu bestimmen. Dies ist übrigens auch aus versicherungstechnischen Gründen unabdingbar.
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Der Aufbau des Anlehncarport

Das Fundament

  • Die Grundlage ist ein stabiles Fundament auf ebener Fläche. Bei einem Anlehncarport reicht meistens ein Punktfundament aus Beton an den Stellen, an denen die Pfosten mithilfe eines Ankers gesetzt werden sollen. Hier kommen in der Regel Pfostenträger in U- oder H-Form zum Einsatz.
Pfostenträger für den Bau eines Carports © Ralf Geithe, stock.adobe.com
Die Pfosten werden auf solchen Pfostenträgern verschraubt © Ralf Geithe, stock.adobe.com

Der Aufbau Gerüstes

  • Nun müssen die Pfosten mit den Pfostenträgern verschraubt werden. Da Sie Ihren Carport an eine bestehende Wand anbauen, benötigen Sie nur eine Reihe an Pfosten.
  • An der bestehenden Wand genügt es, einen langen, stabilen Querbalken anzuschrauben, auf dem das Dach befestigt wird. Hier müssen Sie jedoch aufpassen: Handelt es sich um eine gedämmte Hauswand, sollte ein Experte prüfen, ob und mit welcher Befestigung sie den Balken anbringen können. Wenn Sie nämlich bei der Befestigung die Dämmschicht beschädigen, kann dies zu Wärmeverlusten im Winter oder zu Schimmelbildung führen – und im schlimmsten Fall sogar großflächig der Bausubstanz schaden.
  • Falls Sie ein Flachdach vorgesehen haben, sollte dies eine leichte Schräge aufweisen, damit das Regenwasser abfließen und die Oberfläche gut abtrocknen kann.
  • Nun können Sie die Pfetten, also die waagerechten Träger, auf denen das Dach ruht, befestigen.
Tipp: Sollten Sie sich für eine ein Konstruktion aus Holz entschieden haben, muss diese unbedingt gegen Witterung geschützt sein. Es empfiehlt sich hierzu zunächst eine Behandlung mit einem Bläueschutz, der das Holz gegen verschieden Pilze schützt, die für spätere Holzfäule verantwortlich sich. Anschließend sollte das Holz mit einer Lasur behandelt werden, die sowohl wasserabweisend ist, aber auch atmungsaktiv ist und feuchtigkeitsregulierend wirkt. Schließlich sollte die Konstruktion alle zwei Jahre mit einer einem UV-Filter gestrichen werden. So steht Ihr Carport auch nach vielen Jahren noch gut da.
Holzbalken für Carport streichen © ADe, stock.adobe.com
Bei Carports aus Holz sollte dieses unbedingt gegen Witterung geschützt werden © ADe, stock.adobe.com

Das Dach decken

  • Es folgt die Dacheindeckung. Dabei kommen ein Well- oder Trapezblech aus Aluminium oder aus verzinktem Stahl, ein PU-Welldach aus Kunststoff oder Dachpappe und Bitumen auf Holzbrettern als Möglichkeiten in Betracht. Besonders edel wirkt zum Beispiel aber auch ein Glasdach.
  • Das Dach muss schließlich zur bestehenden Wand abgedichtet werden. Hierfür eignen sich beispielsweise selbstklebende Bitumenbänder oder Dichtmassen, die entweder aufgestrichen oder ähnlich wie Silikon mit der Kartusche gezogen werden.
  • Abschließend muss noch ein Ablaufsystem für das Regenwasser mit Regenrinnen montiert werden, welches das Wasser im Idealfall direkt in die Kanalisation ableitet. Alternativ kann aber auch eine Regentonne zum Einsatz kommen, oder das Wasser auf eine ausreichende große Bodenfläche geleitet werden, auf der es versickern kann.
Dachrinne und Regenfallrohr aus Zinkblech an einem neuen Carport © Hermann, stock.adobe.com
Zum Schluss muss noch ein Ablaufsystem für das Regenwasser montiert werden © Hermann, stock.adobe.com
Tipp: Unverzichtbar ist eine richtige Planung der eigentlichen Arbeiten. Haben Sie die nötigen Werkzeuge und Materialien? Überlegen Sie sich auch, welche Arbeitsschritte Sie alleine bewerkstelligen können, und bei welchen Arbeiten Sie unbedingt Hilfe benötigen. Ein Fundament für die Pfostenträger ist allein gut machbar, die Pfosten selber sollte man zu zweit aufstellen. Und um ein Trapezdach aus Stahlblech auf die Konstruktion zu wuchten, sind dagegen mindestens vier Personen nötig.
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