Das Wichtigste in Kürze
- Abgedichtete Flachdächer werden in der Regel mit mindestens 2 Prozent Gefälle geplant; Schnee rutscht dort gewöhnlich nicht ab.
- Ob Schnee vom Pultdach rutscht, hängt von Neigung und Eindeckung ab; lassen Sie nötige Räumarbeiten und das sichere Vorgehen fachkundig beurteilen.
- Sattel- und Walmdach brauchen einen Dachstuhl; Dachziegel wie am Haus setzen ausreichende Neigung und eine tragfähige Konstruktion voraus.
Das passende Carport Dach: Vielfältig und gestaltungsstark
Bei einem Carport denken die meisten wahrscheinlich an eine Konstruktion mit Flachdach. Diese Variante ist tatsächlich sehr weit verbreitet. Grundsätzlich bietet sich allerdings die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten, das Dach eines Carports zu gestalten.

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Die Architektur des Hauses interpretieren.
Durch die Wahl der Dachform bietet sich beim Carport die Möglichkeit, die Gestaltung des Hauses, an das es angeschlossen ist, aufzugreifen und zu interpretieren. Carport und Haus erscheinen in diesem Fall als eine Einheit und bieten ein stimmiges Gesamtbild. Ob Pultdach, Steildach oder Flachdach – vieles ist möglich, sofern Konstruktion und Bebauungsplan es zulassen. Daneben gibt es zusätzliche Dachformen wie das Bogendach, die dem Carport eine besonders moderne oder kreative Optik verleihen können.
Die wichtigsten Unterschiede der fünf Dachformen zeigt die Übersicht. Welche Form zu Grundstück und Nutzung passt, behandelt der Ratgeber Welche Dachform ist die richtige?
Fünf Dachformen im Vergleich
| Dachform | Wasser und Schnee | Konstruktion | Typische Eindeckung |
|---|---|---|---|
| Flachdach | Gefälle nötig bei Abdichtung meist mindestens 2 % planen; bei Platten und Blech Vorgaben des Herstellers prüfen; Schnee rutscht meist nicht ab | einfach, häufig als Bausatz | Dachbahn; Profilblech oder Stegplatten nur bei dafür geeigneter Dachneigung |
| Pultdach | Wasser zur tiefen Seite Rinne dort; Schnee rutscht nur bei passender Neigung | einfach; am Haus den Wandanschluss planen | Blech, Stegplatten, Dachpfannen je nach Neigung |
| Satteldach | Wasser zu zwei Traufen; Rinnen dort nach Planung der Entwässerung; möglichen Schneeabgang an beiden Traufen prüfen | Dachstuhl nötig | Dachziegel, Dachsteine, Schindeln |
| Walm- und Krüppelwalmdach | Traufen an mehreren Seiten; möglichen Schneeabgang zu Wegen und Stellplatz prüfen | aufwendiger Dachstuhl | wie beim Satteldach |
| Bogendach | Wasser zu beiden Seiten; Schneelast für Wölbung und Standort prüfen | Bausätze möglich; gebogenes Tragwerk statisch auslegen | gebogene Stegplatten oder Blech |


Der Klassiker: Der Carport mit Flachdach
Die meisten Bausätze für Carports, die im Fachhandel angeboten werden, haben ein Flachdach. Das Flachdach kann daher als der Klassiker für die Bedachung eines Carports bezeichnet werden. Der Grund dafür liegt auf der Hand: ein Carport mit Flachdach ist die einfachste Konstruktionsweise, die bei einem Carport möglich ist.

Wichtig ist, dass die Entwässerung bei einem Carport mit Flachdach sichergestellt wird. Ohne ausreichendes Gefälle fließen Niederschläge vom Flachdach nicht zuverlässig ab. Daher kann es leicht zur Staunässe kommen, die die Abdichtung belastet. Bei abgedichteten Flachdächern werden deshalb in der Regel mindestens 2 Prozent Gefälle eingeplant; Abweichungen erfordern eine darauf abgestimmte Planung. Lösungen mit Regenrinne oder einem sonstigen Abfluss sind von Vorteil.
Es gibt auch Carport-Modelle mit Flachdach, bei denen das Niederschlagswasser vom Regen einfach an den Seiten heruntertropft. Das kann in Ordnung sein, allerdings sollten sich die Bauherren diesen Umstand im Vorfeld bewusst machen. So sollte beispielsweise gewährleistet sein, dass das auf den Boden tropfende Wasser am Boden auch versickern kann. Außerdem ist ein ausreichender Dachüberstand über die tragenden Balken hinaus wünschenswert, damit das Spritzwasser die tragende Konstruktion weniger belastet.
Ein weiteres Problem kann sich bei einem Carport mit Flachdach im Winter ergeben. Schneit es, kann der Schnee nicht von selbst vom Dach abrutschen. In sehr schneereichen Wintern besteht daher die Gefahr, dass die Grenzen der Tragfähigkeit der Konstruktion erreicht werden.
Türmen sich die Schneemassen auf dem Carport auf, kann es nötig sein, das Dach zu räumen; ob und wie das sicher möglich ist, hängt von der tatsächlichen Schneelast und der Tragfähigkeit des Carports ab. Dabei steht aber selbstverständlich die eigene Sicherheit an erster Stelle. Da die Tragfähigkeit der Konstruktion dann ohnehin stark gefordert ist, sollte die Dachfläche nicht betreten werden.
Ein allgemeines Räummuster gibt es nicht: Verfahren und Reihenfolge müssen zur Statik und zum Dachaufbau passen. Für welche Schneelast Ihr Carport ausgelegt ist, steht in der Typenstatik oder den Unterlagen des Herstellers; lassen Sie bei Zweifeln Tragfähigkeit und sichere Räumung fachkundig beurteilen.
Das Pultdach: Dachdesign mit idealer Entwässerung
Eine ebenso einfache Konstruktion wie ein Carport mit Flachdach ist der Carport mit Pultdach. Das Pultdach ist zu einer Seite hin geneigt. Diese Dachform wird vielfach bei modernen Eigenheimen eingesetzt. Bei diesen Gebäuden lässt sich die Dachform des Gebäudes sehr einfach durch den angeschlossenen Carport zitieren. Generell bietet sich das Pultdach vor allem dann an, wenn der Carport bündig an das Eigenheim anschließt.

Der Vorteil des Pultdaches ist, dass Niederschlagswasser durch das einseitige Gefälle vom Dach abgeleitet wird. Am besten wird die niedrigere Seite mit einer Regenrinne versehen, damit das Wasser nicht unkontrolliert auf den Boden tropft. Im Winter kann auch der Schnee vom Pultdach abrutschen; ob er das tut, hängt von Neigung und Eindeckung ab, bei flachen Neigungen bleibt er oft liegen.
Kurz gefragt
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Das Satteldach – eine klassische Hausdachform
Das Satteldach ist die Dachform, die gerade bei Eigenheimen heute noch sehr verbreitet ist. Das Satteldach besteht aus zwei schrägen Dachflächen. Die Giebelwände haben jeweils die Form eines Dreiecks. Wie ein Sattel liegt das Dach also auf dem Gebäude auf – daher der Name.

Ein Carport lässt sich ebenso wie ein Haus mit einem Satteldach versehen, wodurch ein starker Bezug zwischen dem Gebäude und dem Anbau entsteht. Die Konstruktion ist dabei etwas anspruchsvoller als bei einem Carport mit Flach- oder Pultdach. Denn die stützenden Pfeiler lassen sich in diesem Fall nicht einfach abdecken und abdichten. Es ist vielmehr eine Art Dachstuhl notwendig.
Ausgeführt wird diese Dachform beim Carport zum Beispiel als Sparren- oder Pfettendach. Beim Sparrendach wird auf die tragenden Stützen eine Art Rahmen errichtet, auf dem eine Schicht waagerechter Balken in einem bestimmten Abstand gesetzt wird. Diese waagerechten Balken sind die Grundlage für die schrägen Dachsparren, die von beiden Seiten des Carports zum First hin verlaufen. Von der Form her sind auf den waagerechten Balken somit mehrere Dreiecke aus Holzbalken hintereinander angeordnet. Sie dienen als Basis, um die Lattung zu tragen, die schließlich die Befestigung für Dachsteine oder Dachziegel bietet. Konterlatten laufen dabei in Sparrenrichtung, die Dachlatten für die Ziegel quer darüber.
Welche Konstruktion passt, hängt von Spannweite, Eindeckung sowie Schnee- und Windlasten ab; bei einem Sparrendach müssen auch die horizontalen Kräfte an den Auflagern sicher aufgenommen werden. Bauen Sie das Tragwerk daher nach der Typenstatik oder lassen Sie es planen. Was Schnee- und Windlast für die Statik bedeuten, erklärt der Ratgeber Carport Statik.

Werden die waagerechten Balken, die auf der tragenden Konstruktion des Carports aufliegen, mit Verlegeplatten abgedeckt, entsteht über dem Carport ein Speicher. Zur Lagerung eignet er sich aber nur, wenn die Decke samt Platten, Balken und Verbindungen dafür ausgelegt ist. Zu beachten ist dabei allerdings, dass die tragenden Elemente des Carports und auch die Verlegeplatten nur für eine bestimmte Belastung vorgesehen sind. Die Gegenstände, die im Speicher unter dem Dach des Carports untergebracht werden, dürfen daher die zulässige Nutzlast aus der Typenstatik nicht überschreiten; im Zweifel lassen Sie die geplante Nutzung statisch beurteilen.
Das Walmdach – Dachform mit hohem konstruktivem Anspruch
Eine weitere, im Hausbau weit verbreitete Steildachform, ist das Walmdach. Diese Ausführung weist neben den schrägen Dachflächen des klassischen Satteldachs auch an den Giebelseiten jeweils eine geneigte Dachfläche auf. Die Vorteile für den Carport sind dieselben wie beim Satteldach:
- Zitieren der architektonischen Formen des Haupthauses
- Dachraum als Lager nur bei dafür statisch ausgelegter Decke
- Hochwertige Ausführung der Dachdeckung durch Dachziegel, Dachsteine oder Schindeln
Ebenso stellt sich dieselbe Herausforderung: Um ein Walmdach zu realisieren, ist ein entsprechender Dachstuhl notwendig. Wie er konstruiert wird, häufig als Pfettendach, legt die statische Planung fest.
Eine weitere Unterform des Walmdaches ist das so genannte Krüppelwalmdach. In diesem Fall werden die schrägen Dachflächen an den Giebelseiten nicht bis zur Traufhöhe des Daches heruntergezogen, sondern enden früher – meist im oberen Drittel. Darunter befindet sich wie beim Giebeldach eine senkrechte Giebelwand.
Das Bogendach: modernes Design fürs Carport

Neben den klassischen Flach- und Steildachformen gibt es mit dem Bogendach eine weitere Alternative für die Dachgestaltung eines Carports. Bei dieser Dachform spannt sich das Dach in einem Bogen von einer Carport-Seite zur anderen. Die „Giebelseiten“ vorne und hinten bleiben frei, sodass der Carport in der Mitte seine höchste Dachhöhe erreicht. Konstruktiv ist diese Dachform wie ein Flachdach vergleichsweise einfach gehalten; das gebogene Tragwerk muss aber ebenfalls statisch ausgelegt sein. Optisch ist sie allerdings sehr ansprechend und nach wie vor extravagant. So wird der Carport mit Bogendach zu einem exklusiven Hingucker fürs Eigenheim.
Das Wichtigste in Kürze Ein Gründach hält Regenwasser zurück und verbessert das Mikroklima, eine Solaranlage auf dem Carportdach erzeugt Strom.Beides… weiterlesen




