Bodenbelag für die Garageneinfahrt

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Der richtige Bodenbelag für die Garageneinfahrt

Liegt eine Garage innerhalb des Grundstücks, muss eine Zufahrt vorgesehen werden. Für den Bodenbelag der Garagenzufahrt gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, die sich in Optik, Aufwand und Kosten unterscheiden und verschiedene Vorzüge und Nachteile mit sich bringen.

Garage mit Rollltor © GM Photography, fotolia.com
Welcher Bodenbelag für die Garageneinfahrt © GM Photography, fotolia.com

Splitt und Kies – die Sparvariante

Die einfachste und schnellste Variante zur Befestigung einer Garagenzufahrt ist ein Kies- oder Splittbelag. Dazu wird die Zufahrt bis in eine Tiefe von 40 bis 60 cm ausgeschachtet und lagenweise mit Schotter befüllt, der mit einer Sandschicht abgedeckt wird. Für eine stabile und spurenfreie Einfahrt empfiehlt sich die Verlegung eines Kiesgitters aus Kunststoff. Anschließend kann der Splitt oder Kies in einer Stärke von 2 bis 3 cm verteilt werden. Ideal zum Befahren sind Körnungen bis maximal 30 mm. Um zu verhindern, dass sich der Belag seitlich verteilt, eignet sich eine Befestigung der Zufahrtsränder mit Randsteinen aus Beton.

Splitt und Kies © Andrea Geiss, stock.adobe.com
Splitt und Kies © Andrea Geiss, stock.adobe.com
Tipp: Um den Durchwuchs von Unkraut zu vermeiden, kann unter den Schotter zusätzlich ein Unkrautvlies verlegt werden.

Kosten für die Zufahrt mit Split

Die Kosten für die Zufahrt mit Split berechnen sich pro m² bzw. pro laufendem Meter für die Randbefestigung. Folgende Materialkosten fallen an:

  • L-Steine zur Randbefestigung: ca. 45 Euro/ lfd. m
  • 0,3 bis 0,5 m³ Schotter pro m²: ca. 1,50 bis 2,50 Euro/ m²
  • 0,06 m³ Sand pro m²: ca. 0,30 Euro/ m²
  • Wabenplatte/ Kiesgitter: 18 Euro/ m²
  • Kies oder Splitt: ab 0,50 Euro/ m²

Daraus ergibt sich ein Quadratmeterpreis ab ca. 22 Euro/ m² für das Material der Garagenzufahrt, für eine Garagenzufahrt mit 50 m² Fläche entstehen Materialkosten ab 1.000 Euro.

Hinzu kommen die Kosten für die Ausschachtung der Zufahrt, die je nach Bodenklasse mit 10 bis 50 Euro pro m³ Aushub kalkuliert werden. Eventuell fällt zusätzlich ein Mindermengenzuschlag an. Übernehmen Bauherrn diese Arbeit selbst, fallen für die Anmietung eines Baggers ca. 100 bis 150 Euro pro Tag an.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
  • Kostengünstig
  • Geringer Arbeitsaufwand
  • In Eigenleistung möglich
  • Gefahr von Spurrinnen
  • Hoher Reinigungsaufwand
  • Durchwuchs von Unkraut
  • Lackschäden durch hochspritzende Steinchen
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Natursteinplatten für eine elegante Optik

Innenraum Garage © Photographee.eu, fotolia.com
Naturstein-Zufahrt © Photographee.eu, fotolia.com
Wohnhaus mit Garage © schulzfoto, stock.adobe.com
Wohnhaus mit Garagen Zufahrt aus Natursteinen © schulzfoto, stock.adobe.com
Haus mit CarportHaus mit Garage © schulzfoto, fotolia.com
Zufahrt aus Natursteinen © schulzfoto, fotolia.com

Soll die Garagenzufahrt zum langlebigen Schmuckstück auf dem Grundstück werden, eignet sich ein Belag aus Natursteinplatten, bzw. Natursteinpflaster. Diese können auf ein Kiesbett oder in ein Zementmörtelbett verlegt werden. Bei der zweiten Variante muss allerdings zusätzlich eine Entwässerung – zum Beispiel in Form eines Gefälles oder einer Entwässerungsrinne – eingeplant werden.

Natursteinboden gepflastert © M. Schuppich, stock.adobe.com
Natursteinboden gepflastert © M. Schuppich, stock.adobe.com

Beim Verlegen im Kiesbett kann auf eine Entwässerung verzichtet werden, allerdings steigt hier der Aufwand für die Pflege, zum Beispiel aufgrund von Unkrautaufwuchs in den Fugen. Für Material und Einbau fallen deutlich höhere Kosten als bei einem Splittbelag an, allerdings ist die mit Naturstein belegte Garagenzufahrt sehr langlebig und leicht zu reinigen. Die Gesamtkosten richten sich nach dem gewählten Natursteinpflaster, die Preise variieren hier zwischen 50 und 200 Euro pro m²:

Kosten für die Naturstein-Zufahrt

Bauherren können beispielhaft für die Herstellung einer Garagenzufahrt mit 50 m² Fläche folgendermaßen kalkulieren:

  • Bagger und Bodenaushub: 500 bis 750 Euro
  • Unterbau: 650 bis 800 Euro
  • Verlegen der Pflastersteine: ab 2.500 Euro
  • Einschlämmen der Fugen: 15 bis 20 Euro
  • Arbeitslohn: 1.000 bis 1.200 Euro
Tipp: Bei kleinen Einfahrten oder geringen Ansprüchen an ein einheitliches Design der Garagenzufahrt lohnt es sich, im Baumarkt oder beim Fachhändler nach Restbeständen Ausschau zu halten.


Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
  • Langlebig
  • Optisch ansprechend
  • Stabil und standfest
  • teilweise Eigenleistung möglich (zum Beispiel für den Bodenaushub)
  • hoher Arbeits- und Kostenaufwand
  • eventuelle Rutschgefahr bei Feuchtigkeit, je nach Material
  • hoher Reinigungsaufwand durch Durchwuchs von Unkraut oder Moosbewuchs

Betonwerkstein als Belag für die Zufahrt – praktisch und langlebig

Praktisch und langlebig bringt die Garagenzufahrt aus Betonwerksteinen ähnliche Vorteile wie eine Natursteineinfahrt mit sich. Unterschiede liegen im Preis für das Pflastermaterial. Besonders günstig ist Verbundsteinpflaster, das durch seine hohe Stabilität für Garageneinfahrten sehr gut geeignet ist.

Haus mit Garage © schulzfoto, fotolia.com
Garage mit Zufahrt mit Pflasterbelag © schulzfoto, fotolia.com

Kosten für die Verlegung von Betonwerksteinen

Pflastersteine verlegen © Belish, fotolia.com
Pflastersteine verlegen © Belish, fotolia.com

Die Kosten für eine Garagenzufahrt aus Betonwerksteinen setzt sich aus den Materialkosten und dem Arbeitslohn zusammen. Wird günstiges Betonverbundpflaster verlegt, fallen für den m² Preise von 10 bis 15 Euro an. Je nach Wahl des Pflastermaterials können jedoch auch Quadratmeterpreise im dreistelligen Bereich entstehen. Hinzu kommt das Material für den Unterbau. Wird eine Garageneinfahrt mit günstigen Pflastersteinen in Auftrag gegeben, fallen für 50 m² Pflasterfläche ungefähr folgende Kosten an:

  • Bagger und Bodenaushub: 500 bis 750 Euro
  • Unterbau: 650 bis 800 Euro
  • Verlegen der Pflastersteine: 950 bis 1.150 Euro
  • Einschlämmen der Fugen: 15 bis 20 Euro
  • Arbeitslohn: 1.000 bis 1.200 Euro

Diese Preise sind beispielhaft und können je nach Region, Bauunternehmen, Verlegemuster und verwendetem Pflastermaterial abweichen.

Bauherrn sollten ihre eigenen Fähigkeiten gut einschätzen. Das Pflastern von belasteten Flächen wie einer Garagenzufahrt sollte im Zweifelsfall lieber von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. In Eigenleistung kann zum Beispiel der Bodenaushub übernommen werden. Dann reduzieren sich die Kosten auf die Vermietungskosten für einen Bagger von 100 bis 150 Euro pro Tag.

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Vor- und Nachteile Betonpflaster im Überblick

Vorteile Nachteile
  • Langlebig
  • Hohe Stabilität
  • Geringer Pflegeaufwand
  • Großer Aufwand
  • Hohe Kosten
  • Verfärbungen am Beton durch Witterungseinflüsse

TIPP

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Garagenzufahrt aus Beton

Beton wird angeliefert © Countrypixel, stock.adobe.com
Beton wird angeliefert © Countrypixel, stock.adobe.com

Schnell, aber vergleichsweise aufwändig ist eine betonierte Einfahrt hergestellt. Dazu wird ein entsprechender Unterbau vorbereitet und anschließend mit geeignetem Beton verfüllt. Zu beachten ist, dass bei betonierten Garagenzufahrten eine Entwässerung, zum Beispiel in Form einer Entwässerungsrinne vorgesehen werden muss, mindestens muss die betonierte Fläche jedoch mit einem ausreichenden Gefälle (1,5 bis 2 %) geplant werden. Der Nachteil einer Betonzufahrt liegt in der Betonalterung. Durch Belastung, UV-Strahlung, Frost und Setzungen im Untergrund kann es zu Rissen im Beton kommen, die aufwändig saniert werden müssen.

Kosten für die Betonzufahrt

Für eine Garagenzufahrt mit einer Fläche von 50 m² müssen Bauherrn mit folgenden Kosten rechnen:

  • Bodenaushub: 500 bis 750 Euro
  • Unterbau: 650 bis 800 Euro
  • Beton: ab 1.300 Euro (je nach Betongüte, Anfahrt und Anbieter)
  • Arbeitslohn: 1.000 bis 1.200 Euro
Tipp: Wird der Aushub in Eigenleistung durchgeführt, entstehen für die Anmietung eines Baggers ca. 100 bis 150 Euro Kosten pro Tag.

Vor- und Nachteile im Überblick

Vorteile Nachteile
  • Einheitliche Optik
  • Zweckmäßig
  • Leicht zu reinigen
  • Stabiler Unterbau nötig
  • Optisch wenig ansprechend
  • Verfärbungen und Schäden (Risse) am Beton durch Witterungseinflüsse

Entwässerung nicht vergessen!

Wird durch den Belag der Garagenzufahrt der Boden versiegelt, wie es zum Beispiel bei Pflaster im Mörtelbett oder betonierten Garageneinfahrten der Fall ist, muss die Entwässerung gewährleistet sein. Diese lässt sich durch ein ausreichendes Gefälle sichern, besser ist es, eine Entwässerungsrinne einzuplanen. Für den Ablauf von Niederschlagswasser wird die Rinne über ein Abwasserrohr an die Dachentwässerung angeschlossen. Beispielhaft entstehen für 5 m Rinne folgende Kosten:

  • Entwässerungsrinne: 40 bis 70 Euro
  • Abwasserrohr: 5 bis 10 Euro/ lfd. m
  • Bodenaushub: 400 bis 500 Euro
  • Verlegung der Rinne: 100 bis 150 Euro
  • Anschlüsse: ab 20 Euro
  • Gesamtkosten: 550 bis 750 Euro
Tipp: Der Bodenaushub stellt hier den größten Posten dar. Dieser kann nach Absprache mit dem Bauunternehmen auch in Eigenleistung hergestellt werden.
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