Anleitung: Garageneinfahrt mit Rasengittersteinen

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Eine befestigte Zufahrt zur Garage kann aus verschiedenen Materialien hergestellt werden. Neben der klassischen Garagenzufahrt aus Pflastersteinen bieten Rasengittersteine, teilweise auch Rasenkammersteine genannt, eine stabile Alternative. Ebenso wie ein geschlossenes Pflaster schaffen die Formsteine in Kombination mit einem fachgerechten Unterbau hohe Stabilität sowie Dauerhaftigkeit und können gut auch in Eigenleistung verlegt werden.

Rasengittersteine © Animaflora PicsStock, stock.adobe.com
Rasengittersteine aus Beton sind die robuste und ökologische Variante zum Befestigen einer Garagenzufahrt. © Animaflora PicsStock, stock.adobe.com
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Rasengittersteine aus Beton: robust, ökologisch, preisgünstig

Rasengittersteine sind aus verschiedenen Materialien erhältlich, für die Garagenzufahrt eignet sich am besten die Variante aus Beton. Die einzelnen Pflastersteine werden so verlegt, dass am Ende ein gitter- oder auch kammerförmiges Muster entsteht. Die Aussparungen werden nach dem Verlegen mit Mutterboden verfüllt, abschließend wird Rasen eingesät. Alternativ kann auch Split oder ein Formstein eingebaut werden.

So entsteht eine Fläche, die zum einen stabil und befahrbar ist, zum anderen jedoch wie eine begrünte Fläche wirken, auf der Niederschlagswasser problemlos versickern kann. Optisch entsteht ein harmonischer Übergang vom Haus in den Außenbereich, bzw. den Garten.

Neben den vielen Vorzügen haben Rasengittersteine auch einige Nachteile: So trocknet der Boden in den Aussparungen schneller aus, wird nicht regelmäßig bewässert, wird aus dem gewünschten Rasen schnell Unkraut. Soll die Zufahrt gleichzeitig als Gehweg genutzt werden, entsteht durch die Waben und die heterogene Oberfläche aus Gras und Beton leicht eine Stolperfalle. Ebenso wie beim Pflastern ist die Verlegung durch das Gewicht der einzelnen Steine relativ kraftaufwendig. Und: Ein korrekter Unterbau ist entscheidend dafür, dass keine Senken oder Verwerfungen durch die Fahrzeugbelastung entstehen.

Gebühren sparen mit Rasengitter

Rasengittersteine aus Beton haben einen Grünflächenanteil von 30 bis 50 %. Durch die Möglichkeit der Versickerung gelten so befestigte Flächen als nicht versiegelt, somit entfallen die Gebühren, die viele Gemeinden für versiegelte Flächen berechnen.

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Rasengittersteine verlegen – vom Unterbau bis zur Füllung

Ein Schnurgerüst erleichtert die Einhaltung der richtigen Endhöhe für die Garagenzufahrt © wogi, stock.adobe.com
Ein Schnurgerüst erleichtert die Einhaltung der richtigen Endhöhe für die Garagenzufahrt © wogi, stock.adobe.com

Vor der eigentlichen Verlegung der Rasengittersteine für die Garageneinfahrt muss ein stabiler Unterbau geschaffen werden. Die Herstellung erfolgt in den Grundzügen ebenso wie beim regulären Pflastern:

  1. Im ersten Schritt wird der Bereich, in dem die Steine verlegt werden sollen, bis in eine Tiefe von mindestens 50 cm ausgehoben. Die Sohle muss aus einer tragfähigenErdschicht bestehen. Die entstandene Grube wird mit zwei unterschiedlichen Schichten aufgefüllt:
    • 25 cm Frostschicht aus kantigem Schotter
    • 15 bis 20 cm Tragschicht aus Schotter oder Dränagebeton
  2. Der Schotter wird schichtweise mit der Rüttelplatte verdichtet. Ideale Ergebnisse liefert eine Verdichtung pro 10 cm Schichtdicke.
  3. Mit einem Schnurgerüst wird die Endhöhe der Betonsteine festgelegt. Dazu werden an den Ecken der Fläche Stöcke in den Boden getrieben. An diesen wird eine Schnur gespannt, mit Maßband und Wasserwaage erfolgt die waagrechte Ausrichtung in der gewünschten Höhe.
  4. Zur Begrenzung der Fläche und als Stabilisierung für die Rasengittersteine werden Kantensteine gesetzt. Dazu eignen sich Rasenkantensteine oder auch Tiefbordsteine. Diese werden in erdfeuchten Magerbeton gesetzt.
  5. Ist der Beton ausgehärtet und sitzen die Randsteine somit fest im Erdreich, wird das Splittbett als Verlegeschicht eingebracht. Ideal ist eine Mischung aus jeweils 1/3 Sand, Mutterboden und Splitt. Die Höhe dieser Schicht lässt sich nach folgender Formel berechnen: Schnurhöhe minus Dicke der Rasengittersteine minus 4 bis 5 cm Verlegebett. Wichtig: Durch die Verdichtung sinkt die Schicht um ca. 10 % in der Höhe ab. Dies muss beim Einbringen berücksichtigt werden.
  6. Auf die oberste verdichtete Schicht können nun die Rasengittersteine gesetzt werden. Auch hier muss berücksichtig werden, dass die Steine durch das abschließende Verdichten noch um ca. 1 cm absinken. Zwischen den Steinen muss eine Fuge von ca. 3 mm eingehalten werden. Dies verhindert, dass es beim Verdichten zum Bruch kommt.

Müssen Steine geschnitten werden, kommt ein Winkelschleifer mit Diamantscheibe zum Einsatz.

Verlegung von Rasengittersteine mit Füllsteinen © SusaZoom, stock.adobe.com
Neben Gras kann die Füllung auch aus Formsteinen bestehen, dies ergibt ein attraktives Pflastermuster. © SusaZoom, stock.adobe.com

Ist die Fläche fertig verlegt, können die Hohlräume verfüllt werden. Dafür gibt es verschiedene Varianten:

  • Soll in den Hohlräumen Gras wachsen, werden diese etwa zur Hälfte mit dem Material der Verlegeschicht und zur Hälfte mit Mutterboden verfüllt. Nach etwa vier Wochen werden die Kammern nochmals mit Mutterboden aufgefüllt und mit speziellem Parkplatzrasen eingesät.
  • Eine weitere Möglichkeit besteht in der Verwendung von Splitt als Füllung. Auch hier muss nach einiger Zeit aufgefüllt werden.
  • In die Kammern können auch spezielle Formsteine eingesetzt werden. Dies ergibt ein attraktives Verlegemuster, die Fugen werden mit feinem Split befüllt.
Rasengitter aus Kunststoff © Norbert Kiel, stock.adobe.com
Auch Kunststoff kann als Material für Rasengitter verwendet werden. Aufgrund der geringeren Stabilität sind diese jedoch nur bedingt für Garagenzufahrten geeignet. © Norbert Kiel, stock.adobe.com

Rasengittersteine aus Kunststoff

Rasengittersteine aus Kunststoff werden häufig auch als Paddockplatten bezeichnet. Sie sind mit einem Click-System versehen, sodass sich die einzelnen Platten ineinander verhaken. Auf einen Unterbau kann verzichtet werden, allerdings sind diese Platten nur bedingt für Garagenzufahrten geeignet, da sie weniger stabil und langlebig als Betonsteine sind.

Wohnhaus mit Garage © schulzfoto, stock.adobe.com
Bodenbelag für die Garageneinfahrt

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