Hanggarage richtig planen

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Hanggarage richtig planen

Beim Bauen am Hang kommen auf den Planer wie auch auf die ausführende Firma besondere Herausforderungen zu. Dies gilt für Wohnhäuser ebenso wie für Garagen. Besonderheiten ergeben sich bereits bei der Erschließung, auch die Konstruktion selbst muss auf Bodenbeschaffenheit und Hangneigung abgestimmt sein. Für den Bauherrn ist die Hanggarage in der Regel mit höheren Kosten verbunden.

Garage in Hanglage  © ZAPF GmbH
Garage in Hanglage © ZAPF GmbH

Zusätzliche Lasten durch die Hanglage

Ob individuell geplant oder als Fertiggarage bestellt – beim Bau einer Hanggarage fangen die Zusatzanforderungen bereits mit dem Fundament an. Denn beim Bauen am Hang wirken zusätzliche Lasten aus dem Erdreich auf alle Bauteile ein, weiterhin muss die Garage samt Fundament gegen Abrutschen gesichert sein. Das macht Stützmauern und Verstärkungen erforderlich, die nach der vorhandenen Bausituation und dem Untergrund vom Tragwerksplaner bemessen werden müssen.

Tipp: Der an das Erdreich grenzende Teil einer Hanggarage muss sicher abgedichtet werden, damit keine Feuchtigkeit eindringt und die Bausubstanz zerstört oder das Klima in der Garage negativ beeinträchtigt.

Die Zuwegung

Bauherrn wird in der Regel geraten, ein Baugrundstück zu wählen, dass unterhalb einer bereits vorhandenen Zufahrtsstraße am Hand gelegen ist. Der große Vorteil: Hangwasser gelangt nicht bis zum Grundstück, sondern wird bereits an der Straße entwässert. Für die Zufahrt zur Garage bedeutet die Hanglage zusätzlichen Aufwand, die Zuwegung muss sicher befestigt und ebenso wie das Bauwerk selbst gegen Abrutschen gesichert sein. Eine zu große Neigung würde zum Aufsitzen des Fahrzeugs führen, deshalb muss bei stark geneigten Baugrundstücken (10 bis 15 %) der Standort der Garage auf dem Grundstück so festgelegt werden, dass die Zufahrt möglichst flach ausgeführt und die Neigung mit Rampen ausgeglichen werden kann.

Die Zufahrt zur Garage sollte nicht zu steil sein
Die Zufahrt zur Garage sollte nicht zu steil sein
Tipp: Besitzt ein Hanggrundstück eine Neigung von mehr als 15 % ist es für den Bau eines Wohngebäudes aufgrund der hohen Kosten für die Befestigung nicht mehr lohnenswert. Dies gilt ebenso für die Garage.

Die Fertiggarage am Hang

Fertiggaragen können relativ problemlos als Hanggaragen ausgeführt werden und bieten dabei zum Teil attraktive Möglichkeiten. Die Garage kann erdüberschüttet in den Hang hineingebaut werden, hierbei sind allerdings die zusätzlichen Dachlasten aus der Überschüttung konstruktiv einzuplanen. Eine weitere Möglichkeit ist eine Erdüberdeckung des Garagendaches, durch das dieses als zusätzliche Gartenfläche oder als Sitzfläche genutzt werden kann. Garagen am Hang werden häufig mit einer Dachbegrünung geplant und fügen sich so optisch sehr gut in die Landschaft ein.

Garage in Hanglage  © ZAPF GmbH
Garage in Hanglage © ZAPF GmbH
Tipp: Das Angebot für eine Hanggarage als Fertiggarage sollte vom Hersteller immer erst nach einer Vor-Ort-Besichtigung und unter Berücksichtigung eines Baugrundgutachtens erstellt werden. Auf eine Abrechnung nach Aufwand sollten sich Bauherren auf keinen Fall einlassen, da die Kosten unüberschaubar hoch werden können.

Zusatzkosten für die Hanggarage

Grundsätzlich ist die Garage selbst nur geringfügig teurer als beim Bau auf ebener Erde. Allerdings kommen mehr oder weniger umfangreiche Erdarbeiten und Befestigungen hinzu, die zu Mehrkosten zwischen 15 und 20 % führen können.

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