Das Wichtigste in Kürze
- Vier Öffnungsarten: Schwingtore und nach außen öffnende Flügeltore brauchen Platz davor; Sektionaltore belegen die Decke, Rolltore benötigen Raum über der Öffnung.
- Stahl dominiert bei Schwing- und Sektionaltoren, Aluminium bei Rolltoren; Holz vor allem bei Schwing- und Flügeltoren, Kunststoff als Verglasung.
- Ein Antrieb bringt Komfort; automatischer Zulauf erfordert die zur Tor-Antrieb-Kombination passenden Schutzeinrichtungen und gegebenenfalls eine Vorwarnung.
- Einbruchhemmung hängt nicht an der Bauart, sondern am Zertifikat: geprüfte Tore nach DIN/TS 18194 ab RC 2.
Sicherheit und Ästhetik: Das Garagentor
Was wäre eine Garage ohne Tor? Nicht viel mehr als ein überdachter Stellplatz. Das Garagentor ist daher ein zentraler Bestandteil jeder Garage. Es ermöglicht einerseits den Zugang, bringt die notwendige Sicherheit vor dem Zugriff Dritter auf das Fahrzeug und kann gleichzeitig den optischen Gesamteindruck der Garage beeinflussen. Den Bauherren einer Garage steht eine Vielzahl an unterschiedlichen Tormodellen zur Verfügung.

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Wichtiges Unterscheidungsmerkmal: Die Art der Öffnung

Eine einfache Art, verschiedene Typen von Garagentoren zu unterscheiden, ist die Art, wie sie sich öffnen lassen. Vier verschiedene Öffnungsarten sind gängig:
- Das Flügeltor: Das Flügeltor ist wie eine zweiflügelige Tür aufgebaut. Jeder Flügel schwingt um eine vertikale Achse an der linken beziehungsweise rechten Seite der Einfahrt. Diese Art des Garagentors ist vor allem bei Garagen aus Holz eine gängige Variante und hat eine sehr klassische Ausstrahlung. Weit verbreitet ist diese Art des Tores bei Garagen allerdings nicht.
- Das Schwingtor: Das Schwingtor ist eine der klassischsten Arten des Garagentors. Das gesamte Tor besteht aus einer großen, ausgesteiften Fläche, die beim Öffnen mittels eines Federzuges nach oben schwingt. Geführt wird es dabei von zwei Streben an den Seiten. Der Vorteil des Schwingtors liegt in der Einfachheit seiner Konstruktion. Der Nachteil liegt darin, dass das Tor beim Öffnen ein Stück nach vorne ausgreift.
- Das Rolltor: Das Rolltor besteht aus einer Vielzahl länglicher Elemente, die wie bei einem Rollladen aneinandergefügt werden und einen festen Rollpanzer bilden. Diese Elemente werden beim Hochschieben des Tores über zwei seitliche Schienen geführt und über der Toröffnung auf eine Wickelwelle aufgerollt – die Decke bleibt frei.
- Das Sektionaltor: Das Sektionaltor ist eine eigenständige Torart: Seine Sektionen laufen auf Schienen unter die Decke, während der Behang eines Rolltors auf eine Welle gewickelt wird. Der Unterschied liegt darin, dass die einzelnen Sektionen, aus denen das Tor besteht, deutlich breiter sind als die einzelnen Elemente des Rolltores.
Bereits durch die Art der Öffnung, die der Bauherr wählt, kann er den Charakter, den die Garage ausstrahlt, beeinflussen.
Praktisch entscheidet meist der Platz: Schwingtore und nach außen öffnende Flügeltore brauchen Raum vor der Garage; nach innen öffnende Flügeltore benötigen ihn innen. Sektionaltore belegen die Decke, Sturz- und seitlicher Einbauraum hängen von Modell und Montageart ab; Rolltore benötigen über der Öffnung Höhe für die Wickelwelle. Auch die Sicherheit vor dem Zugriff Dritter hängt nicht an der Bauart: Geprüfte Einbruchhemmung nach DIN/TS 18194 ab der Widerstandsklasse RC 2 gibt es für Schwing-, Sektional- und Rolltore, entscheidend ist das Zertifikat des jeweiligen Tors.
Welche Torart passt zu Ihrem Platzangebot?
Die Öffnungsart legt fest, wo das Tor beim Öffnen Raum braucht – vor der Garage, unter der Decke oder über der Öffnung.
Schwingtor
Ein Torblatt schwingt nach oben und greift dabei nach vorn aus.
Geeignet fürGaragen mit ebener, freier Zufahrt und kleinem Budget
Sektionaltor
Sektionen laufen auf Schienen unter die Decke.
Geeignet fürkurze oder ansteigende Zufahrten, gedämmte Garagen
Rolltor
Der Panzer rollt sich über der Öffnung auf einer Wickelwelle auf.
Geeignet fürGaragen, deren Decke für Regale oder Lift genutzt wird
Flügeltor
Ein oder zwei Flügel schwenken zur Seite.
Geeignet fürHolzgaragen, Einfahrten mit viel Platz
Die Materialien für das Garagentor

Garagentore lassen sich aus unterschiedlichen Materialien fertigen. Wichtig ist dabei, dass diese Materialien auf der einen Seite die notwendige Stabilität und Dauerhaftigkeit mit sich bringen, auf der anderen Seite in ihrer Verarbeitung aber auch leicht genug sind, dass sie noch bewegt werden können. Klassische Materialien für die Herstellung von Garagentoren sind:
- Stahl
- Aluminium
- Holz
- Kunststoff
All diese Materialien erfüllen die Anforderungen an Tormaterialien in sehr guter Weise, haben dabei allerdings unterschiedliche Stärken:
- Bei Garagen-Rolltoren werden häufig Aluminiumlamellen eingesetzt. Sektionaltore für Privatgaragen bestehen oft aus doppelwandigem Stahl; Kunststoff findet sich dort beispielsweise als Verglasung.
- Holz ist ein Material, das einen besonderen natürlichen Charme hat und dadurch einen sehr schönen optischen Akzent setzen kann. Dieses Material wird vorwiegend für Schwingtore, häufiger aber sogar noch für die klassischen Flügeltore eingesetzt; einzelne Hersteller bieten auch Massivholz-Sektionaltore. Wie bei allen Bauteilen aus Holz besteht auch beim Garagentor ein etwas höherer Pflegeaufwand, um die Beständigkeit des natürlichen Materials dauerhaft zu gewährleisten.
- Stahl ist sehr robust und formstabil, sodass dieses Material sehr häufig für die Herstellung von Schwingtoren und Sektionaltoren verwendet wird.
Der Farbgebung sind keine Grenzen gesetzt
Die Produktvielfalt an Garagentoren bietet den Bauherren auch bei der Farbwahl eine große Gestaltungsfreiheit. Tore aus Aluminium, Kunststoff oder Stahl können direkt in der entsprechenden Farbe bestellt werden. Bei Toren aus Holz steht zwar meist die natürliche Optik im Vordergrund, durch den passenden Anstrich oder eine Lackierung ist hier allerdings ebenfalls leicht jeder Farbwunsch erfüllt. Lackierungen bieten sich auch für Schwingtore aus Stahl an.

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Sicherheit und Komfort: automatische Öffnungsanlagen
Garagentore sind in der Regel zunächst mit einem mechanischen System zur Öffnung versehen. Ausgleichsfedern erleichtern bei vielen Schwingtoren die Handbedienung. Garagen-Rolltore werden häufig mit einem auf das Tor abgestimmten Antrieb geliefert.

Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, den Vorgang des Öffnens und Schließens zu automatisieren. Das Aufschwingen des Tores beziehungsweise das Hochfahren des Rollpanzers erfolgt dann ganz einfach per Knopfdruck, ohne dass der Garagenbesitzer sich mit dem Garagentor abmühen muss.
Das Garagentor lässt sich mit einer Fernbedienung ganz einfach vom Auto aus bedienen – ein echter Vorteil bei regnerischem Wetter. Eine Zulaufautomatik verringert das Risiko, das Tor versehentlich offen zu lassen; Hindernisse oder Störungen können das Schließen jedoch verhindern. Ein automatischer Zulauf setzt die für die Tor-Antrieb-Kombination vorgesehenen Schutzeinrichtungen voraus; beim hier zitierten ProMatic 4 verlangt die Anleitung neben der Kraftbegrenzung beispielsweise eine Lichtschranke und eine Vorwarnung in Richtung Tor-ZU. Auch die Bedienung ohne Sicht auf den Torbereich muss für die konkrete Anlage sicherheitstechnisch vorgesehen sein.
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