Das Wichtigste in Kürze
- Betonfertiggaragen bringen ihren Boden meist mit und stehen auf Streifen- oder Punktfundamenten nach Herstellerplan.
- Holz- und Metallgaragen benötigen eine Gründung und Verankerung nach Herstellerplan; der Stellplatz kann je nach Aufbau eine Bodenplatte oder geeignetes Pflaster erhalten.
- Die Zufahrt muss für das Lieferfahrzeug tragfähig sein; Spezialtransporter und Betonfertiggarage wiegen zusammen teils über 35 Tonnen.
- Ein Bodengutachten ist nicht vorgeschrieben, wird vor dem Bau aber dringend empfohlen.
Nicht auf Sand gebaut … – der richtige Untergrund für die Garage
Die richtige Vorbereitung des Baugrundes hängt von der Art der gewählten Garage ab. Denn der erste entscheidende Faktor ist, ob die Garage bereits über eine Bodenplatte verfügt – wie es bei Betonfertiggaragen in der Regel der Fall ist – oder nicht. Sollte noch keine Bodenplatte vorhanden sein, ist die nächste Frage, ob der Garagenboden nach der Fertigstellung versiegelt sein oder Niederschlagswasser, das das Auto mit in die Garage bringt, versickern können soll.
Welcher Untergrund passt zu Ihrer Garage?
1. Bringt die Garage einen eigenen Boden mit?
2. Soll Wasser, das das Auto mitbringt, im Boden versickern?
3. Ist der Baugrund bekannt und tragfähig?
4. Kommt das Lieferfahrzeug bis an den Standort?

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Die Beton-Fertiggarage: Streifen- oder Punktfundamente nach Plan
Betonfertiggaragen bringen ihre Bodenplatte in der Regel direkt ab Werk mit. Das komplette Bauwerk wird vorgefertigt und je nach Hersteller mit einem Spezialtransporter oder Tieflader angeliefert. Es wird mit dem Versetzfahrzeug oder einem Kran auf das vorbereitete Fundament gesetzt. Die Zufahrt und gegebenenfalls die Kranstellfläche müssen tragfähig sein: Spezialtransporter und Garage wiegen zusammen teils über 35 Tonnen. Aus diesem Grund ist es bei Modellen mit werkseitigem Boden, dem Regelfall, auch unnötig, eine lastabtragende Gründungsplatte zu gießen. Bei bodenlosen Modellen sollten Sie Gründung und Bodenaufbau nach Herstellerplan abstimmen. Ein Streifenfundament kann das Gewicht des Bauwerks in den Boden ableiten und bietet einen ausreichend sicheren Stand; die Garage liegt dabei an den Ecken auf Montageplatten auf. Ein Ringfundament kommt nur infrage, wenn die Ausführung mit dem Fundamentplan abgestimmt ist.

Garagen aus Holz oder Metall: Viele Möglichkeiten
Bei einer Fertiggarage aus Holz oder Metall lassen sich verschiedene Arten des Untergrundes realisieren:
- Zum einen spricht nichts gegen eine lastabtragende Gründungsplatte, die dem Fahrzeug einen sicheren Stand bietet und die zudem leicht zu reinigen und instand zu halten ist. In diesem Fall sollten die Bauherren aber auf eine ausreichende Abdichtung der Garagenwände zum Untergrund achten. Auf diese Weise wird vermieden, dass Niederschlagswasser von außen in die Garage drängt, das dann dort nicht versickern kann und Korrosionsschäden an den geparkten Fahrzeugen verursachen kann.
- Zum anderen bietet sich die Möglichkeit eines unversiegelten Untergrundes. Hierfür sind im Fachhandel beispielsweise Rasengittersteine oder entsprechende Lösungen aus Plastik erhältlich. Eine weitere Möglichkeit ist, die Fläche des Garagenbodens zu pflastern. Ein dafür geeigneter Pflasteraufbau kann eingetragenes Wasser aufnehmen und versickern lassen, sofern auch der Baugrund ausreichend durchlässig ist und die örtlichen Vorgaben dies zulassen. Ob die Garage und das Fahrzeug trocken bleiben, hängt zusätzlich von Entwässerung und Lüftung ab. Auch wenn von außen Wasser durch die Anschlussfuge in die Garage eindringt, bilden sich seltener Pfützen, die eine Gefahr für Karosserie, sonstige Metallteile des Fahrzeugs oder in der Garage lagernde Gegenstände darstellt. Der Nachteil eines unversiegelten Bodens ist, dass er mehr Pflege benötigt und sich nicht so leicht reinigen lässt, wie eine durchgängige Platte. Außerdem verlangt eine solche Lösung einen tragfähigen Untergrund, der auf Dauer die Last des parkenden Fahrzeugs tragen kann. Dazu ist ein auf Fahrzeuglast, Baugrund und Pflastersystem abgestimmter Unterbau nötig; KANN nennt für versickerungsfähiges Pflaster je nach Ergebnis seines Bodentests beispielsweise mindestens 40 beziehungsweise 50 Zentimeter für den gesamten Pflaster- und Tragschichtaufbau. Der Aufbau des Stellplatzbelags ersetzt die nach Herstellerplan erforderliche Gründung und Verankerung der Garage nicht.
Beispiel: Holzgarage auf Bodenplatte, Zufahrt fällt zur Garage
Eine Holzgarage wird ohne Boden geliefert. Die gepflasterte Zufahrt fällt leicht zur Garage hin ab.
- Boden
- bewehrte Gründungsplatte nach Plan, frostfrei gegründet
- Wasser von außen
- Rinne vor dem Tor; zulässigen Ableitungsweg vorab klären Vor dem Betonieren
- Wandfuß
- Anschluss zwischen Wand und Platte abdichten
- Angebot
- Rinne, Leitung und Anschluss als eigene Posten anfragen
Ergebnis: Die Platte trägt die Garage, die Rinne hält das Wasser draußen – beides muss vor dem Betonieren feststehen.
Gemauerte Garage: Gegossene Gründungsplatte ist üblich

Bei der gemauerten Garage ist eine gegossene Gründungsplatte üblich; alternativ tragen Streifenfundamente die Wände. Je nach Bauweise leitet die Gründungsplatte oder das Streifenfundament die Lasten der Wände in den Baugrund; eine zusätzliche Bodenplatte zwischen Streifenfundamenten bildet den Garagenboden. Wie schwer eine gemauerte Garage im Vergleich zu einer Fertiggarage ist, hängt von Größe und Bauweise ab. Eine Betonfertiggarage von etwa 3 × 6 Metern wiegt laut Herstellern wie Brandl und Broder rund 15 bis 20 Tonnen; für die Gründung zählt das Gewicht des gewählten Modells.

Das Wichtigste in Kürze Welches Fundament eine Garage braucht, legen Garagentyp, Baugrund und der Fundamentplan des Herstellers fest.Für Betonfertiggaragen sind… weiterlesen




