Wallboxen für Garage und Carport

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Wallboxen für Garage und Carport: Dass müssen Sie wissen

Zwar gibt es mittlerweile mehr als 20.000 Ladestationen in Deutschland (Stand Oktober 2020), allerdings sind diese nicht unbedingt flächendeckend günstig verteilt. Um das eigene Elektroauto jederzeit selbst aufladen zu können, bietet sich eine eigene Wallbox in der Garage oder im Carport an. Im folgenden Artikel sind alle Informationen rund um das eigene Ladegerät fürs Elektroauto zusammengestellt.

Die richtige Wallbox finden

Theoretisch können die Akkus eines Elektroautos auch an einer 230 Volt Steckdose aufgeladen werden. Allerdings ist nicht jede Steckdose für diese Belastung geeignet und es kann zu Stromausfällen im Haushalt oder im schlimmsten Fall zu Kabelbrand durch eine zu hohe Belastung der Installation kommen. Alternativ kommt deshalb eine Wallbox für Garage oder Carport in Frage. Die kleine Ladestation, die auf eine hohe Dauerleistung ausgelegt ist, wird an der Wand angebracht und mit dem Hausstromnetz verbunden. Daran können Elektroautos unbedenklich angeschlossen werden und laden den Akku über Nacht oder bei jedem Parken wieder auf.

Finden Sie die passende Wallbox für Ihr E-Auto
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Ladesäulen für das Elektroauto gibt es in drei Größenordnungen mit 3,7 kW, 11 kW und 22 kW. Je höher die Leistung, desto kürzer ist die Ladezeit. Allerdings ist dies nicht das einzige Kriterium. Die Box muss auch zum Fahrzeug passen. Ein E-Auto mit niedriger Ladeleistung kann die hohe Leistung nicht aufnehmen. Bei Fahrzeugen, die nur auf eine Ladeleistung von 3,7 kW ausgerichtet sind, kann in vielen Fällen die Schnellladung mit 11 bzw. 22 kW nachgerüstet werden. Vom ADAC empfohlen wird die 11 kW Wallbox, die in flexiblen Leistungsbereichen von 3,7 bis 11 kW arbeitet.

Wallbox an der Hauswand vor der Garage © OrthsMedien, stock.adobe.com
Mit der eigenen Wallbox lässt sich das Elektroauto komfortabel aufladen © OrthsMedien, stock.adobe.com

Welcher Stromanschluss ist erforderlich?

Die Ladeleistung der Wallbox bestimmt den Stromanschluss. Für 11 oder 22 kW Ladesäulen sind Starkstromanschlüsse mit 400 Volt Spannung erforderlich, bis zu einer Ladeleistung von 7,4 kW ist auch ein Anschluss mit 230 Volt ausreichend. Auf jeden Fall müssen die Wallboxen nach § 19 Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) beim Netzbetreiber angemeldet werden, die Schnellladestation mit 22 kW muss zusätzlich ausdrücklich genehmigt werden.

Tipp: Ein eigener Stromtarif fürs Elektroauto kann bares Geld sparen. Mittlerweile bieten mehr als 100 Stromanbieter diese Tarife an, das Sparpotential liegt im mittleren dreistelligen Bereich.
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Wie installiert man eine Wallbox?

Grundsätzlich dürfen Wallboxen nur von qualifizierten Elektrobetrieben installiert werden, da Fehler bei der Eigenmontage zum einen den Versicherungsschutz gefährden und zum anderen zu lebensgefährlichen Situationen wie Kabelbränden führen können. Voraussetzung für die Montage und den Betrieb ist ein passender Stromanschluss, der gegebenenfalls erst verlegt werden muss. Auch hier empfiehlt sich für eine sichere und mängelfreie Montage, auf einen Elektrobetrieb zurückzugreifen.

Tipp: Jede Leitung muss abgesichert sein. Weiterhin wird ein eigener Fehlerschutz-Schalter installiert.
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Steuerung per App

Moderne Wallboxen lassen sich per App steuern. So können Ladevorgänge drahtlos gestartet und gestoppt werden. Weitere Programme ermöglichen Zugriff auf die Steuerungselektronik der Box und geben so Auskunft über Betriebszustand, Stromverbrauch und anfallende Kosten.

Die eigene Wallbox bietet viele Möglichkeiten
Die eigene Wallbox bietet viele Möglichkeiten

Elektroauto mit Solarstrom laden

Ist eine eigene Photovoltaik-Anlage installiert, kann das Elektroauto auch mit selbst erzeugtem Strom aufgeladen werden. Das Fahrzeug dient dann gleichzeitig als Stromspeicher. Für die Zukunft wird die Möglichkeit des bidirektionalen Ladens angestrebt, das heißt, das E-Auto kann nicht nur Zuhause geladen werden, sondern auch gespeicherten Strom aus der PV-Anlage liefern. Der größte Vorteil dieser Variante: Haus- bzw. Autobesitzer machen sich unabhängig vom öffentlichen Netz sowie den steigenden Strompreisen und verwirklichen durch die Kombination von Elektroauto und Solarstrom.

Optimal aufeinander abgestimmte Komponenten liefern das beste Ergebnis
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Tipp: Gerade in Zeiten sinkender Einspeisevergütungen kann sich die Erhöhung des Stromverbrauchs durch die Ladung des E-Autos lohnen. Dies gilt für Anlagen, die ab 2012 in Betrieb genommen wurden.

Vor- und Nachteile der eigenen Wallbox im Überblick

Vorteile Nachteile
  • Die Wallbox kommuniziert mit der Elektronik im Fahrzeug.
  • Schutz vor Überlastung
  • Automatische Abschaltung bei Störungen
  • Kein Anfahren von E-Tankstellen mehr nötig.
  • Aufladen über Nacht
  • Geringe Ladekosten bei speziellen Stromtarifen
  • Vergleichsweise hohe Anschaffungs- und Installationskosten
  • Teurer im Vergleich zu kostenlosen Ladesäulen

Was kostet die Wallbox mit und ohne Installation?

Die Preise für Wallboxen hängen von Hersteller, Qualität und Ladeleistung ab. Grob geschätzt bewegt sich die Preisspanne zwischen 500 und 2.000 Euro, hinzu kommen die Kosten für die Installation 1.000 und 1.500 Euro sowie für einen eventuell nötigen Stromanschluss ab 1.000 Euro. Wie teuer die Installation genau wird, hängt von den vorhandenen Voraussetzungen ab und kann in hohem Maße abweichen. Die nötige Genehmigung für 22 kW Ladestationen lassen sich die Netzbetreiber mit Gebühren um die 200 Euro bezahlen.

Tipp: Die Anmeldung der Wallbox muss vor der Installation erfolgen. Der Einbau ist erst dann zulässig, wenn die Genehmigung vorliegt.

Kosten sparen mit Wallbox-Sharing

Die eigene Wallbox kann auch vermietet werden. Dabei wird die Zapfstelle weiteren Nutzern bereitgestellt, den Preis für das Laden eines fremden Fahrzeugs kann der Vermieter selbst festlegen. Mittlerweile gibt es eine App, über die eine zur Verfügung stehende Ladesäule angemietet werden kann. Ganz ausgereift ist dieses System zwar noch nicht, kann aber in der Zukunft die Abdeckung deutlich erhöhen.

Wird eine Wallbox gefördert?

Wer aktuell über eine private Ladestation in der Garage oder im Carport nachdenkt, kann ab 24. November 2020 eine Förderung vom Staat in Anspruch nehmen. Pro Wallbox bezuschusst die KfW-Bank Anschaffung und Installation mit einem Pauschalbetrag von 900 Euro, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind: Die Wallbox muss mit 100 % Ökostrom betrieben werden und darf eine maximale Leistung von 11 kW aufweisen. In Bayern, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sowie in verschiedenen deutschen Städten werden ebenfalls Fördermittel für die Box ausgezahlt. Da sich diese Programme ändern können, ist es wichtig, sich vor der Anschaffung über Förderbedingungen und Förderhöhe zu informieren.

Darüber hinaus bieten einige Energieversorgungsunternehmen ebenfalls eine Bezuschussung an, meist an einen Stromvertrag gekoppelt. Gerade bei diesen Angeboten sollte genau gerechnet werden, ob die Einsparung am Ende auch wirklich eine ist und Boni nicht über einen höheren Strompreis wieder neutralisiert werden.

Dürfen auch Mieter eine Wallbox installieren?

Wer eine Garage oder ein Carport gemietet hat, darf dort ebenfalls eine Wallbox montieren und betreiben. Im März 2020 wurde ein entsprechendes Gesetz beschlossen. Die Kosten dafür muss in der Regel der Mieter selbst tragen. Geht es um Gemeinschaftseigentum wie zum Beispiel einer Tiefgarage, müssen die Mitmieter oder Miteigentümer mit der Installation der Wallbox einverstanden sein und das Ladegerät sollte über einen eigenen Stromzähler verfügen. Der Vermieter ist für die Umsetzung zuständig, die Kosten trägt der Mieter.

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