Wallbox kaufen

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Wallbox kaufen – Ratgeber für die richtige Auswahl

Die eigene Wallbox in der Garage oder unter dem Carport bietet Elektroauto-Fahrern viele Vorteile. So kann das Fahrzeug über Nacht geladen werden und ist am nächsten Tag wieder fahrbereit. Um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, muss die Ladestation passend zum Fahrzeug und zu den eigenen Anforderungen ausgewählt werden.

Wallbox an einer Hauswand © Foto-Ruhrgebiet, stock.adobe.com
Wallbox an einer Hauswand © Foto-Ruhrgebiet, stock.adobe.com

Die Ladeleistung

Nicht jede Ladestation passt zu jedem Elektro-Fahrzeug. Im ersten Schritt der Auswahl müssen deshalb die passenden Spezifikationen ermittelt werden. Hierbei entscheiden Ladeleistung und Stecker darüber, ob die Wallbox mit dem eigenen Elektro-Auto kompatibel sind.

Je nach Modell verfügen Elektrofahrzeuge über unterschiedliche Ladeleistungen von 3,7 bis 22 kW. Grundsätzlich sollte die Ladeleistung zum Fahrzeug passen. Allerdings ist es häufig sinnvoll, eine Wallbox mit höherer Leistung zu wählen. Zwar ist diese auch im Preis teurer, allerdings haben die Ladestationen eine lange Lebensdauer. Wird später ein Fahrzeug mit höherer Ladekapazität angeschafft, kann das Gerät weiter verwendet werden. So lohnt sich zum Beispiel dann, wenn das Fahrzeug mit 11 kW lädt, durchaus eine Wallbox mit 22 kW Leistung, denn für die Zukunft sind die Lade-Technologien von Elektroautos mit Sicherheit auf eine höhere Leistung ausgerichtet.

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Tipp: Ladestationen über 11 kW Leistung müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden.

Der Stecker

In der EU ist für das Beladen von Elektroautos der Typ2-Stecker Standard. Das heißt, Fahrzeuge, die innerhalb der Europäischen Union produziert werden, sind in der Regel damit kompatibel. Anders sieht es mit Fahrzeugen vom asiatischen Markt aus: Hier sind häufig auch Typ1-Stecker verbaut. Auch wenn ein fest verbautes Ladekabel praktisch ist, bietet eine Wallbox ohne Ladekabel mehr Flexibilität. Je nach Fahrzeug kann ein Typ2/ Typ2- oder ein Typ2/ Typ1-Stecker verwendet werden.

Elektroauto laden: Die Stecker müssen passen © Ralf Geithe , stock.adobe.com
Typ 2 Stecker an der Ladebuchse eines Elektroautos © Ralf Geithe , stock.adobe.com
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Ein-, zwei- oder dreiphasig

Die Anzahl der Phasen, mit denen eine Wallbox das E-Auto auflädt ist vom Bordladegerät des Fahrzeugs abhängig. Mit einem dreiphasigen Anschluss wird die Station zukunftssicher und das bei nur geringfügig höheren Kosten, selbst wenn das aktuelle E-Fahrzeug nur ein- oder zweiphasig laden kann.

Gleichstrom oder Wechselstrom?

Neben Leistung und Anschluss unterscheiden sich Wallboxen in der Art der Stromabgabe. In der Regel handelt sich bei den verfügbaren Modellen um Wechselstrom-Ladestationen. Der Strom wird im Fahrzeug in Gleichstrom umgewandelt. Bei Gleichstrom-Ladestationen entfällt dieser Schritt und der Ladevorgang wird beschleunigt. Allerdings sind diese Modelle deutlich teurer.

Eine Technologie, die noch in den Anfängen steckt, sind bidirektionale Wallboxen. Sie sind in der Lage nicht nur Strom aus dem Netz zu beziehen, sondern diesen auch zurückzuladen. So kann das E-Auto – zum Beispiel in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage als Batteriespeicher verwendet werden.

Wallbox mit Ladesteuerung

Moderne Wallboxen verfügen häufig über ein integriertes Lade- und Lastmanagement. Damit lässt sich steuern, woher die Ladestation den Strom bezieht (PV-Anlage oder Stromnetz) oder zu welchem Zeitpunkt das Fahrzeug geladen wird. Diese Funktion ist besonders sinnvoll, wenn der Stromanbieter einen günstigen Nachttarif anbietet. Werden mehrere Fahrzeuge beladen, kann die Ladeleistung über das Steuerungsmodul verteilt werden, um Lastspitzen zu reduzieren und alle Fahrzeuge mit Strom zu versorgen. Vor allem für Fahrzeugflotten in Unternehmen ist so gewährleistet, dass am nächsten Tag auch wirklich alle Fahrzeuge aufgeladen und fahrbereit sind.

Wallbox mit Zugangssicherung

Ist die Ladestation öffentlich zugänglich, empfiehlt sich ein Modell mit Zugangssicherung, zum Beispiel in Form eines Schlüsselschalters oder eines RFID Kartenlesers. Damit können nur befugte Personen auf den Ladepunkt zugreifen. Diese Funktion eignet sich auch dann, wenn die Ladestation im Rahmen des Wallbox-Sharings von mehreren Personen genutzt wird.

Technischer Support

Bei der Wahl des Wallbox-Herstellers sollte nicht am falschen Ende gespart werden. Wichtig sind ein technischer Support, der für Fragen und die Problemlösung bei Installation und Betrieb gut erreichbar ist. Der Mehrpreis kann über eine entsprechende Förderung von Bund oder Ländern wieder abgefangen werden.

Der Preis-Check

Die Preisspanne für Wallboxen ist groß. Die günstigsten Modelle sind bereits für 500 Euro erhältlich, intelligente Wallboxen mit hoher Leistung können bis zu 2.000 Euro oder mehr kosten. Der höhere Preis lohnt sich in den meisten Fällen durch die längere Lebensdauer, verschiedene nützliche Funktionen wie die Fernsteuerung oder die Stromablesung sowie weniger Reparatur- und Wartungskosten. Zusätzlich zum Kaufpreis entstehen Kosten für die Installation der Wallbox. Diese schlägt je nach Aufwand mit 1.000 bis 1.500 Euro zu Buche.

Tipp: Die Wallbox muss vom Fachbetrieb installiert werden, zum einen aus Sicherheitsgründen, zum anderen, um bei einem Schaden einen vollständigen Versicherungsschutz zu erhalten.
Die Wallbox sollte immer den günstigsten Strom laden
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Fördermöglichkeiten für die Wallbox

Fördermittel nutzen © tech-studio, fotolia.com
Fördermittel nutzen © tech-studio, fotolia.com

Der Staat bietet für die private Ladestation attraktive Förderzuschüsse pro Ladepunkt, wenn die Bedingungen entsprechend erfüllt sind. Vor dem Kauf der Wallbox sollte deshalb genau geprüft werden, ob diese den Förderkonditionen entspricht. Dazu gehören zum Beispiel Ladeleistung, Stromquelle (erneuerbare Energien) und eine intelligente Steuerung. Gleiches gilt für regionale Förderungen von Ländern, Städten und Gemeinden. Bei Förderungen durch Stromanbieter ist Vorsicht geboten. Meist sind diese Zuschüsse an einen Stromliefervertrag gebunden. Nicht immer ist in diesem Fall die Inanspruchnahme der finanziellen Leistungen am Ende auch wirklich günstiger.

Tipp: Für eine Förderung durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) müssen die Kosten für die Wallbox mindestens der Höhe der Fördersumme entsprechen.
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